Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung erwartet - Nvidia hebt die Laune

Veröffentlicht am: 20.11.2025 um 08:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Starke Geschäftszahlen des KI-Konzerns Nvidia US67066G1040 dürften am Donnerstag die Laune der Anleger an der Frankfurter Börse aufhellen.

Der X-Dax DE000A0C4CA0 DE0008469008 DE000A0C4CA0 signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn einen gut ein Prozent höheren Start mit 23.409 Punkten.

Auch der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145 wird klar im Plus erwartet. Die Indizes folgen damit deutlichen Kursgewinnen an einigen Asien-Börsen - allen voran Japan, Taiwan und Südkorea. Zudem zeichnen sich für die Wall Street deutliche Kursgewinne ab.

Die Nvidia-Aktien kletterten im außerbörslichen Handel um etwa sechs Prozent. Der Chipkonzern habe Anlegern mit Blick auf deren jüngst aufgekommenen Sorgen rund um das Boomthema Künstliche Intelligenz die passende Antwort gegeben, kommentierte Analyst Blayne Curtis vom Analysehaus Jefferies die nach US-Börsenschluss präsentierten Resultate. Der KI-Boom bescherte dem Chipkonzern ein erneut explosives Quartalswachstum. Die zuletzt aufgekommene Angst vor Übertreibungen werden gemildert.

"Die guten Quartalsdaten von Nvidia dürften die Nervosität an den Aktienmärkten heute vorerst wieder beruhigen", schrieben am Morgen die Experten der Landesbank Baden-Württemberg.

Am Nachmittag wartet dann aber schon die nächste Bewährungsprobe auf die Märkte: Dann wird in den USA der Arbeitsmarktbericht für September nachgeholt. Dieser kann noch Einfluss nehmen auf den letzten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed in diesem Jahr. Laut der LBBW bleibt die Datengrundlage dafür unsicher, weil es die Berichte für Oktober und November wohl erst nach der Fed-Sitzung im Dezember geben werde.

Neben der Angst vor einer "KI-Blase" hatten den Dax in den vergangenen Handelstagen auch Sorgen um künftige US-Zinssenkungen um fünf Prozent zurückgeworfen auf das tiefste Niveau seit Juni. Der Leitindex rutschte dabei unter seinen 200-Tage-Durchschnitt, der ein beliebter mittelfristiger Trendindikator ist. Die vorbörslichen Gewinne reichen noch nicht ganz, um diese Scharte wieder auszuwetzen: Dazu müsste der Leitindex über 23.454 Punkte steigen.

Im vorbörslichen deutschen Aktienhandel sorgte Nvidia dafür, dass unter anderem die Titel von Infineon DE0006231004 gefragt waren. Der Kurs des deutschen Chipkonzerns, der auch mit Blick auf das KI-Thema interessant ist, zog auf der Plattform Tradegate um fast vier Prozent an. Für den Chip-Branchenausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6 zeichnet sich ein noch deutlicherer Anstieg um mehr als sieben Prozent ab.

Erholen können sich vorbörslich auch die Rüstungswerte wie Rheinmetall DE0007030009, die am Vortag unter Druck geraten waren wegen Berichten, dass die USA an einem neuen Friedensplan für die Ukraine arbeite. Von dem angegriffenen Land verlange der Rahmenentwurf große Zugeständnisse, berichtete die "Financial Times" unter Berufung beteiligte Personen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll am Donnerstag in Kiew auf eine US-Militärdelegation treffen.

Nachrichtlich einen Blick wert sind aus dem SDax DE0009653386 die Mutares DE000A0SMSH2-Aktien, die vorbörslich zwei Prozent zulegten. Die Beteiligungsgesellschaft veräußerte im Rahmen einer Privatplatzierung ihre verbliebenen Anteile an dem österreichischen Motorenbauer Steyr Motors und traf dabei nach eigenen Angaben auf eine hohe Nachfrage.

Kaufempfehlungen der Berenberg Bank trieben die Aktien des Pharmaverpackungsherstellers Schott Pharma DE000A3ENQ51 und des Leasingspezialisten Grenke DE000A161N30 um 4,5 respektive sieben Prozent nach oben.

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