Stark, Zukunft

Stark in die Zukunft weitet Resilienz-Patenschaften aus

15.01.2026 - 09:52:13

Das Projekt 'Stark in die Zukunft' setzt auf ehrenamtliche Paten, um Kinder aus belasteten Familien zu stabilisieren. Experten sehen darin einen kostensparenden Ansatz, fordern aber eine feste Finanzierung.

Das Projekt “Stark in die Zukunft” verstärkt seine präventive Hilfe für psychisch belastete Kinder. Im Fokus stehen sogenannte Resilienzpatenschaften, die Kindern eine stabile Bezugsperson außerhalb der Familie bieten.

Die Initiative reagiert damit auf eine anhaltend kritische Lage. Auch Jahre nach der Pandemie liegen die Belastungswerte bei Kindern und Jugendlichen deutlich über dem Niveau von vor 2020. Experten des UKE Hamburg beobachten eine fragile psychische Gesundheit in dieser Altersgruppe.

Eine Patenschaft als Schutzschild

Das Herzstück des Projekts sind die Resilienzpatenschaften. Ehrenamtliche Paten werden intensiv geschult, um Kindern aus belasteten Familien als verlässliche Anker zu dienen. Sie sind keine Co-Therapeuten, sondern bieten gemeinsame Aktivitäten, ein offenes Ohr und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

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Besonders im Blick stehen Kinder, deren Eltern mit psychischen Erkrankungen oder Sucht kämpfen. Diese Kinder übernehmen oft zu viel Verantwortung. Die Patenschaften schaffen geschützte Zeiträume, in denen sie einfach Kind sein dürfen. Erste Berichte aus der Praxis zeigen: Diese niederschwellige Unterstützung stabilisiert viele Kinder in Schule und Alltag.

Warum Prävention langfristig spart

Gesundheitsökonomen unterstützen den Ansatz. Ihre Logik ist klar: Investitionen in frühe psychische Gesundheitsförderung sparen dem System später hohe Kosten. Chronische psychische Störungen im Erwachsenenalter verursachen nicht nur Leid, sondern auch enorme volkswirtschaftliche Ausgaben.

Krankenkassendaten zeigen einen Anstieg von Depressionen und Angststörungen bei Jugendlichen. Das Projekt setzt hier an und stärkt gezielt Schutzfaktoren wie soziale Einbindung und Emotionsregulation. Doch die Finanzierung bleibt ein Problem: Sie fußt auf einem Mix aus öffentlichen Mitteln, Stiftungsgeldern und Spenden. Experten fordern eine stärkere Verankerung im Regelsystem, etwa durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Vom Yoga bis zur App: Der Methoden-Mix

Neben den Einzelpatenschaften setzt die Initiative auf vielfältige Gruppenangebote, um Kinder auf mehreren Ebenen zu erreichen:

  • Kreative Ausdrucksformen: In Workshops lernen Kinder, Gefühle durch Kunst oder Musik auszudrücken.
  • Achtsamkeit: Elemente wie kindgerechtes Yoga geben Werkzeuge für stressige Situationen an die Hand.
  • Digitale Begleitung: App-basierte Übungen zur mentalen Stärkung werden ergänzend erprobt, stets mit pädagogischer Begleitung und hohen Datenschutzstandards.
  • Elternarbeit: Beratende Gespräche sollen auch das häusliche Umfeld stabilisieren.

Blaupause für die Krisenbewältigung?

Für dieses Jahr planen die Träger eine Ausweitung auf weitere Standorte. Der Bedarf ist riesig, wie die langen Wartelisten für Therapieplätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie belegen.

Sozialpolitiker sehen in dem Projekt eine mögliche Blaupause. Es unterstreicht eine zentrale Erkenntnis: Psychische Widerstandskraft ist erlernbar – ähnlich wie körperliche Fitness. Die größte Herausforderung bleibt, genügend qualifizierte Ehrenamtliche zu finden, um die hohe Nachfrage zu decken.

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