Starbucks, Aktie

Starbucks Aktie: Klage vom Tisch

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 16:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bundesrichter in Seattle weist Sammelklage wegen angeblicher Täuschung zu Umsatzzahlen ab. Aktie legt nach Urteil zu.

Starbucks: Gericht weist Anlegerklage zu Umsatzprognosen ab
Abstrakte, atmosphärische Darstellung des Kaffeeretail-Sektors mit warmer, einladender Stimmung und weichem Licht, das Stabilität suggeriert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine Sammelklage von Pensionsfonds, ein früherer CEO unter Betrugsverdacht, ein Aktiensturz aus dem Frühjahr 2024 — dieses Kapitel ist für Starbucks nun juristisch beendet. Ein Bundesrichter in Seattle hat die Klage am Mittwoch abgewiesen.

Richter folgt Starbucks' Darstellung

Drei Pensionsfonds aus New York hatten Starbucks vorgeworfen, Anleger durch beschönigte Aussagen zu den Umsatzentwicklungen in den USA und China getäuscht zu haben — den beiden wichtigsten Märkten des Konzerns. Im Zentrum stand eine Analysten-Telefonkonferenz vom Januar 2024, bei der der damalige Vorstandschef Laxman Narasimhan sich zu aktuellen Verkaufstrends geäußert hatte.

Richter John Chun sah darin keine bewusste Täuschung. Narasimhans Erklärung, er habe sich auf das gerade abgeschlossene Quartal bezogen und nicht auf laufende Trends, hielt Chun für mindestens ebenso glaubwürdig wie die Vorwürfe der Kläger. Bemerkenswert: Der Richter hatte die Klage im November noch zugelassen — nun kippte er sie in der Sache selbst.

Auslöser der Klage war ein Kurseinbruch von 16 Prozent am 1. Mai 2024, nachdem Starbucks seine Jahresprognose gesenkt hatte. Das Unternehmen meldete damals einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze um 4,4 Prozent — mit einem Minus von 3 Prozent in den USA und 11 Prozent in China. Seither hat Brian Niccol als neuer CEO das Ruder übernommen und mit dem Programm "Back to Starbucks" auf einfachere Menüs, kürzere Wartezeiten und modernisierte Filialen gesetzt.

Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Kurssprung von rund 2,9 Prozent auf über 108 Dollar — auch wenn sich dieser Anstieg nicht allein auf das Gerichtsurteil zurückführen lässt.

Der nächste Termin mit echter Substanz steht bereits fest: Am 29. Juli 2026 legt Starbucks nach Börsenschluss die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor, die Telefonkonferenz folgt um 13:15 Uhr Pacific Time. Dann zeigt sich, ob Niccols Umbauprogramm die China- und US-Schwäche aus 2024 tatsächlich hinter sich gelassen hat.

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