Starbucks Aktie: Investoren machen Druck
22.02.2026 - 03:50:20 | boerse-global.deStarbucks steht vor einer Zerreirobe zwischen internen Governance-Konflikten und einer ambitionierten Wachstumsstrategie in Asien. Während eine einflussreiche Investorengruppe gegen die Führungsriege mobilmacht, treibt der Kaffeeriese seine Expansion in Indien trotz steigender Verluste voran. Die bevorstehende Hauptversammlung im März könnte für die Konzernspitze ungemütlich werden.
Eine Koalition langfristig orientierter Investoren, angeführt vom New York City Comptroller, fordert einen Kurswechsel im Aufsichtsrat. Konkret richtet sich der Widerstand gegen die Wiederwahl der Board-Mitglieder Jørgen Vig Knudstorp und Beth Ford bei der Abstimmung am 25. März. Hintergrund sind laut den Anteilseignern anhaltende Versäumnisse bei der Überwachung der Arbeitsbeziehungen.
Die Kritikpunkte wiegen schwer: Die Gruppe verweist auf über 700 Verfahren wegen unlauterer Arbeitspraktiken sowie einen millionenschweren Vergleich in New York City aufgrund von Verstößen gegen Arbeitszeitregelungen. Dass Starbucks Ende 2025 einen Ausschuss für soziale Verantwortung auflöste, verschärfte die Spannungen zusätzlich. Parallel dazu fordern Aktionäre eine striktere Trennung der Machtverhältnisse und plädieren dafür, dass CEO Brian Niccol den Posten des Chairman abgibt.
Indien-Expansion belastet das Ergebnis
Operativ setzt Starbucks derweil voll auf den indischen Markt, auch wenn dies kurzfristig die Bilanz belastet. Das Joint Venture Tata Starbucks weitete seine Präsenz zuletzt auf über 500 Filialen aus. Obwohl sich die Verluste in der Region im vergangenen Geschäftsjahr auf umgerechnet rund 16,5 Millionen US-Dollar verdoppelten, bleibt die Strategie unverändert.
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Der Fokus liegt derzeit klar auf dem Gewinn von Marktanteilen vor sofortiger Profitabilität. Indien gilt für den Konzern als einer der fünf wichtigsten globalen Fokusmärkte. Mit einem stabilen Umsatzwachstum und der geplanten Einführung von Premium-Stores in weiteren Großstädten im Jahr 2026 untermauert das Management seine langfristigen Ambitionen.
Zuletzt profitierte die Aktie von einer freundlichen Grundstimmung und legte auf Wochensicht um 4,75 % zu. Damit notierte das Papier am Freitag bei 82,74 Euro und setzt den moderaten Aufwärtstrend der letzten 50 Tage fort. Das Hauptaugenmerk der Märkte dürfte nun auf der Hauptversammlung am 25. März liegen, die über die künftige Besetzung des Aufsichtsrats entscheidet.
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