Starbucks, Aktie

Starbucks Aktie: 400 Millionen Dollar Softwarekosten

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 12:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Starbucks plant den Ersatz von Microsoft- und IBM-Software durch eigene KI-Lösungen, um jährlich 400 Millionen Dollar einzusparen.

Starbucks Aktie: KI-Offensive gegen Microsoft und IBM
Ein warm beleuchteter, unscharfer Innenraum eines Cafés mit leeren Tischen und Stühlen, der eine ruhige und nachdenkliche Stimmung vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Starbucks will technologisch auf eigenen Beinen stehen. Der Kaffeeriese entwickelt eigene Lösungen auf Basis Künstlicher Intelligenz, um Software von Microsoft und IBM zu ersetzen. Das Management verfolgt damit ein klares Ziel: die hohen Kosten für externe IT-Dienstleister drastisch zu senken.

Abschied von Microsoft und IBM

Derzeit prüft das Technologie-Team des Konzerns die jährlichen Software-Ausgaben. Diese belaufen sich auf rund 400 Millionen Dollar. Erste eigenständig entwickelte Anwendungen könnten bereits nach einer Testphase im nächsten Jahr in den Betrieb gehen.

Das Unternehmen baut Alternativen zu einem Microsoft-System für die Inventur sowie zu einem IBM-Wartungstool. Starbucks will die Abhängigkeit von Drittanbietern verringern und die betriebliche Effizienz steigern. Dieser Schritt soll langfristig die Profitabilität der weltweit über 41.000 Filialen absichern.

Rekordjagd an der Börse

Die Neuausrichtung spiegelt sich im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 93,04 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus bereits auf fast 30 Prozent. Damit liegt der Kurs nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 93,90 Euro.

Investoren honorieren die jüngsten Fortschritte. Erstmals seit zwei Jahren wachsen Umsatz und Gewinn wieder. Allerdings mahnen Insider zur Vorsicht: In den vergangenen drei Monaten verkauften sie Anteile für knapp eine Million Dollar.

Die Bewertung liegt mit einem KGV von fast 79 auf einem hohen Niveau. Die KI-Initiative ist dabei ein Pfeiler der Strategie „Back to Starbucks“. Parallel dazu fließen Mittel in Personal und modernere Filialen in über 80 Ländern.

Ein entscheidender Termin für den Erfolg der Strategie ist das Jahresende 2027. Dann sollen die ersten internen KI-Lösungen die Microsoft- und IBM-Systeme im täglichen Betrieb ersetzen. Erst dann muss die neue Technik beweisen, dass sie im weltweiten Filialnetz stabil läuft.

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