Stadler Rail Aktie: Kapitulation im Milliardenstreit
07.04.2026 - 05:38:19 | boerse-global.deDer juristische Kampf um einen der größten Schienenfahrzeug-Aufträge der Schweizer Bahngeschichte ist beendet. Stadler Rail zieht seinen Rekurs gegen die Vergabe eines 3,6-Milliarden-Franken-Projekts an den Konkurrenten Siemens zurück. Den Ausschlag für diesen Schritt gaben laut dem Schweizer Zugbauer stark geschwärzte Gerichtsunterlagen, die eine transparente Überprüfung der Entscheidung unmöglich machten.
Kostenvorteil schlägt Lokalmatador
Beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen wollte Stadler die Vergabe eines Rahmenvertrags für bis zu 200 S-Bahn-Doppelstockzüge eigentlich unabhängig prüfen lassen. Das Unternehmen argumentierte, sein bereits 153-fach bewährtes Modell sei gegenüber einem völlig neuen Siemens-Zug benachteiligt worden. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) rechtfertigten ihre Wahl hingegen mit einem deutlichen Kostenvorteil des deutschen Angebots im dreistelligen Millionenbereich über die gesamte Lebensdauer.
Mit dem Rückzug von Stadler ist die Vergabe nun rechtskräftig. Siemens wird die Züge ab 2031 im westdeutschen Krefeld fertigen, während Stadler als einziger Anbieter eine vollständige Produktion in der Schweiz favorisiert hatte. Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler äußerte sein Bedauern über den Ausgang, betonte aber gleichzeitig, den Fokus auf die weitere Zusammenarbeit mit der SBB richten zu wollen.
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Rekordaufträge federn den Rückschlag ab
Für Stadler bedeutet das endgültige Aus eine empfindliche strategische Niederlage im Heimatmarkt. Die SBB stellte die Preisfrage über die Nähe zum nationalen Hersteller, womit ein Großprojekt entfällt, das die heimischen Produktionskapazitäten auf Jahre ausgelastet hätte.
Finanziell fällt das Unternehmen allerdings weich. Ein Auftragsbestand von über 32 Milliarden Schweizer Franken bietet ein massives Polster. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz bereits um 13 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken, während sich der Nettogewinn auf 100,7 Millionen Franken verdoppelte.
Das Management hält trotz des verlorenen SBB-Projekts an seinen ehrgeizigen Zielen fest. Für das Jahr 2026 peilt der Konzern weiterhin einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Schweizer Franken sowie eine EBIT-Marge von über 5 Prozent an. Um das Wachstum abseits dieses Einzelauftrags zu bewältigen, investiert Stadler rund 250 Millionen Franken in die Erweiterung seiner Kapazitäten.
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