Stabilus Aktie: Sondergewinn treibt Ergebnis
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Stabilus meldet für das dritte Geschäftsquartal einen deutlichen Gewinnsprung – und liefert die Erklärung gleich mit. Ein Verkaufserlös aus zwei abgestoßenen Sparten sorgt für den Ausschlag. Das operative Geschäft entwickelt sich derweil solide, aber deutlich unspektakulärer als die Ergebniszahlen vermuten lassen.
Nach vorläufigen Zahlen stieg das Betriebsergebnis im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 30. Juni endete, auf 66,1 Millionen Euro – nach 24,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Das Periodenergebnis kletterte im gleichen Zeitraum auf 51,4 Millionen Euro, verglichen mit 10,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Grund: Die Veräußerung der Sparten Fabreeka und Tech Products brachte einen Gewinn von rund 44 Millionen Euro ein, vorbehaltlich üblicher Kaufpreisanpassungen.
Operatives Geschäft schlägt Erwartungen
Abseits des Sondereffekts fällt das Bild gemischter aus. Der Umsatz sank auf 299,5 Millionen Euro, gegenüber 316,0 Millionen Euro im Vorjahresquartal – lag aber über der Markterwartung von 296,0 Millionen Euro.
Das bereinigte EBIT erreichte 32,2 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 10,8 Prozent. Beide Werte übertrafen die Konsensschätzungen der Analysten leicht.
Beim freien Cashflow zeigt sich die Kehrseite. Der bereinigte FCF fiel auf 28,6 Millionen Euro, nach 33,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Stabilus nennt Veränderungen im Net Working Capital als Ursache für den Rückgang.
Prognose enger gefasst
Für das Gesamtjahr präzisiert der Vorstand seine Ziele innerhalb der bestehenden Bandbreiten. Stabilus rechnet nun mit einem Umsatz von rund 1,15 Milliarden Euro, einer bereinigten EBIT-Marge von etwa 10 Prozent und einem bereinigten Free Cashflow von rund 90 Millionen Euro.
Die ursprüngliche Prognose vom Dezember 2025 war noch deutlich weiter gefasst und ließ mehr Spielraum nach oben und unten.
Damals ging das Unternehmen von einem Umsatz zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro aus, einer Marge zwischen 10 und 12 Prozent und einem FCF zwischen 80 und 110 Millionen Euro. Die neue, engere Einschätzung liegt im unteren bis mittleren Bereich dieser Spannen.
Die vollständigen Q3-Zahlen und der Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr folgen am 3. August. Vorstandschef Michael Büchsner und Finanzchef Andreas Jaeger stellen die Ergebnisse dann in einer Webkonferenz vor.
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