Staatsanwaltschaft warnt vor neuen Betrugs-Maschen
19.01.2026 - 17:52:12Betrüger geben sich bundesweit als Staatsanwälte und Polizisten aus. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat jetzt eine dringende Warnung vor zwei besonders perfiden Methoden herausgegeben. Die Täter zielen darauf ab, durch psychologischen Druck persönliche Daten und Geldbeträge zu erbeuten.
Gefälschte Nummern und gefakte Beschlüsse
Die Kriminellen setzen auf hochprofessionelle Täuschung. Sie nutzen „Call-ID Spoofing“, bei dem auf dem Display des Opfers echte Behördennummern – sogar die 110 – erscheinen. Die Anrufe kommen jedoch meist aus ausländischen Callcentern.
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Die Frankfurter Staatsanwaltschaft warnt konkret vor zwei Varianten:
* Bei der ersten Masche ruft ein angeblicher „Leiter der Staatsanwaltschaft“ von einer Mobilfunknummer aus an und fordert unter einem Vorwand Daten und Geld.
* Die zweite, ausgeklügeltere Methode: Opfer erhalten ein täuschend echtes Schreiben. Es beruft sich auf einen angeblichen Beschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Frankfurt. Zur Rückerhalt der „gesicherten“ Vermögenswerte soll eine „Abwicklungsgebühr“ gezahlt werden.
Die Behörden betonen: Echte Polizei oder Justiz verlangt niemals am Telefon Geld oder Wertgegenstände.
So bauen die Täter psychischen Druck auf
Das Erfolgsgeheimnis der Betrüger ist reine Manipulation. Sie agieren oft im Team, geben sich als Polizisten, Staatsanwälte oder weinende Angehörige aus und schildern dramatische Notlagen: einen drohenden Einbruch, entdecktes Schwarzgeld oder die angebliche Inhaftierung eines Familienmitglieds.
Stundenlange Telefonate binden das Opfer. Die Täter fordern absolutes Stillschweigen, um „Ermittlungen nicht zu gefährden“. Ziel ist es, einen Schockmoment auszunutzen und die Person zu unüberlegten Handlungen zu treiben – wie der Abhebung des gesamten Bargelds für einen unbekannten Abholer.
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick
Das Bundeskriminalamt und Landeskriminalämter geben klare Verhaltensregeln:
* Sofort auflegen: Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln.
* Keine Daten preisgeben: Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Informationen am Telefon heraus.
* Selbst die Polizei rufen: Wählen Sie bei Verdacht eigenständig die 110 oder die Nummer Ihrer örtlichen Dienststelle. Nutzen Sie nie die Rückruffunktion.
* Nummernanzeige misstrauen: Die angezeigte 110 ist manipuliert und kein Echtheitsbeweis.
Die Maschen werden ständig professioneller und richten sich längst nicht mehr nur an Senioren. Jede Anzeige hilft, Täterstrukturen aufzudecken und andere zu warnen. Der wirksamste Schutz bleibt Wachsamkeit und ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Forderungen.


