SSD-Preise explodieren durch KI-Boom
21.01.2026 - 08:31:12Die Preise für Solid-State-Drives (SSDs) steigen rasant und nachhaltig. Grund ist eine künstliche Verknappung, die der KI-Sektor verursacht.
Führende NAND-Hersteller wie Samsung und SK Hynix fahren die Produktion für Verbraucher-SSDs gezielt zurück. Stattdessen fließen ihre Kapazitäten in lukrativere Geschäfte: Hochleistungsspeicher für KI-Rechenzentren. Diese strategische Neuausrichtung beendet eine Ära stetig fallender Speicherpreise. Für PC-Bauer, Hersteller und IT-Abteilungen beginnt eine Phase der Volatilität und knapper Budgets.
Gezielte Produktionskürzungen für mehr Profit
Im Kern der Krise stehen berechnete Produktionssenkungen der Marktführer. Analysen von Omdia zeigen das Ausmaß: Samsung will seine NAND-Wafer-Starts 2026 um 4,5 Prozent reduzieren. SK Hynix plans einen noch drastischeren Schnitt von 10 Prozent. Da die beiden südkoreanischen Giganten zusammen den globalen Markt dominieren, hat jede ihrer Entscheidungen massive Auswirkungen.
Hinter den Kürzungen steckt keine schwache Nachfrage. Es ist eine strategische Wende hin zu höheren Margen. Der KI-Boom schafft einen unersättlichen Hunger nach spezialisiertem Hochleistungsspeicher. Die Hersteller verlagern ihre fortschrittlichen Kapazitäten daher weg von Verbraucher-NAND – der Basis der meisten SSDs – und hin zur KI-Industrie. Diese disziplinierte Angebotspolitik soll die Profitabilität maximieren und Preisstürze wie 2022 vermeiden.
Ihr PC gilt als „inkompatibel“ für Windows 11 – und ein teurer SSD‑Upgrade ist derzeit keine Option? Ein kostenloser PDF-Report zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Windows 11 legal auch auf offiziell nicht unterstützten Geräten installieren können – ohne Datenverlust und ohne neue Hardware. Ideal für PC-Nutzer und IT-Verantwortliche, die Systeme behalten oder aufrüsten möchten, ohne in teure Komponenten zu investieren. Gratis-PDF: Windows 11 trotzdem installieren
Der KI-Goldrausch verdrängt Verbraucher
Der primäre Treiber dieser Lieferketten-Störung ist das beispiellose Wachstum der KI- und Datenzentren-Infrastruktur. Große Cloud-Anbieter sichern sich aggressiv langfristige Verträge für Hochleistungsspeicher. Das polarisiert die Nachfrage: robust und priorisiert bei Unternehmen, vergleichsweise schwach bei Verbraucherelektronik.
Die Folge: Enterprise-SSDs werden 2026 voraussichtlich das größte NAND-Anwendungssegment. Hersteller priorisieren logischerweise diese lukrativen Aufträge. Für Client-SSDs in Laptops und PCs entsteht dadurch ein struktureller Engpass. Verbraucherprodukte bekommen nur noch, was nach Bedarf der Unternehmen übrig bleibt. Das führt direkt zu geringerer Verfügbarkeit und höheren Kosten für Endkunden.
Prognose: Preissprünge von über 40 Prozent
Die Konsequenzen sind bereits auf dem Markt spürbar. Die Analysefirma TrendForce prognostiziert für das erste Quartal 2026 einen Anstieg der NAND-Vertragspreise um 33 bis 38 Prozent. Im Segment der Client-SSDs könnte der Anstieg sogar mehr als 40 Prozent im Quartalsvergleich betragen.
Diese Prognosen materialisieren sich im Einzelhandel. Bei einigen Hochkapazitäts-Laufwerken haben sich die Preise gegenüber dem Einführungspreis bereits mehr als verdoppelt. Ein Bericht nennt als Beispiel ein 8-TB-WD-Black-SN8100-SSD, das für über 2.500 Euro angeboten wird. Der Trend betrifft nicht nur Einzelkomponenten, sondern auch die Kosten fertiger PCs, da Hersteller die gestiegenen Komponentenpreise weitergeben.
Analyse: Das Ende der Preistalfahrt
Die aktuellen Marktdynamiken markieren einen klaren Bruch mit dem letzten Jahrzehnt. Bislang trieben Moores Gesetz und Wettbewerb die Speicherkosten langfristig nach unten. Die jetzige Situation ist jedoch ein „stiller Engpass“, getrieben von einem strukturellen Wandel der Herstellerprioritäten.
Für Unternehmen wird diese Volatilität zur Planungs- und Budgetierungs-Herausforderung. Die Kosten einer Schlüsselkomponente sind kein planbarer Posten mehr. Für Privatkunden und PC-Bauer werden Upgrades und neue Systeme durch teurere SSDs und RAM erheblich kostspieliger.
Ausblick: Keine Entspannung vor 2028
Branchenexperten sehen kaum Anzeichen für eine baldige Entspannung. Die starke Nachfrage aus dem KI-Sektor wird anhalten. Die Speicherhersteller signalisieren, an ihrer disziplinierten Kapazitätspolitik festzuhalten. Einige Berichte aus dem späten Jahr 2025 deuteten sogar an, dass die gesamte NAND-Produktionskapazität für 2026 bereits ausverkauft sei.
Preisstabilität wird wohl erst zurückkehren, wenn neue Produktionsstätten ans Netz gehen – ein Prozess, der Jahre dauert. Einige Analysten sagen, die aktuelle Knappheit und die hohen Preise könnten bis mindestens Ende 2027 oder sogar 2028 anhalten. Bis dahin müssen sich Verbraucher und Unternehmen auf höhere Basiskosten für SSDs und kürzere Preisbindungsfristen einstellen.
PS: Viele Nutzer wissen nicht, dass es einfache, legale Wege gibt, Windows 11 auf älteren Systemen lauffähig zu machen – besonders nützlich, wenn SSD‑Preise Upgrades verteuern. Der kostenlose Leitfaden erklärt die nötigen Anpassungen, wie Sie Programme und Dateien erhalten und Ihr System stabil betreiben. Praktisch für alle, die trotz knapper Hardware weiterhin aktuelle Software nutzen wollen. Jetzt Gratis-Report sichern: Windows 11 trotz ‘inkompatibel’


