Sprachsteuerung, Autofahrer

Sprachsteuerung: So nutzen Autofahrer 2026 ihr iPhone legal

03.01.2026 - 21:51:12

Deutsche Autofahrer entdecken eine wenig bekannte iPhone-Funktion, um trotz verschärfter Handy-Kontrollen auf der Straße erreichbar zu bleiben. Der Grund: Eine europaweite Null-Toleranz-Strategie gegen Ablenkung am Steuer ist 2026 in Kraft getreten.

Das neue Jahr bringt für Autofahrer in Deutschland und der EU verschärfte Regeln. Seit dem 1. Januar gelten in vielen Nachbarländern drastisch erhöhte Bußgelder von teils über 400 Euro für die Handynutzung am Steuer. In Deutschland bleibt die Strafe zwar bei 100 Euro und einem Punkt in Flensburg, doch die Überwachung wird lückenloser.

Neue „Monocam“-Kamerasysteme, die elektronische Geräte in der Hand des Fahrers erkennen können, sind im Einsatz. Diese harmonisierte, strenge Durchsetzung in Europa zwingt Fahrer und Rechtsexperten zum Umdenken. Die Lösung liegt in einer präzisen Auslegung der Straßenverkehrsordnung (StVO) – und in einer speziellen Smartphone-Funktion.

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Die Lücke in der StVO: Reine Sprachsteuerung

Während die meisten Siri für einfache Anrufe oder Musik nutzen, bietet Apples „Sprachsteuerung“ (Voice Control) eine weitaus mächtigere Alternative. Ursprünglich für Nutzer mit motorischen Einschränkungen entwickelt, erlaubt sie die vollständige, berührungsfreie Steuerung des iPhones.

Laut Technikanalysten ist dies der Schlüssel zur legalen Nutzung nach § 23 Abs. 1a StVO. Das Gesetz verbietet das Halten oder Aufnehmen des Geräts. Es verbietet jedoch nicht den Blick auf einen befestigten Bildschirm oder die Bedienung per Sprache – vorausgesetzt, die Aufmerksamkeit für den Verkehr bleibt erhalten.

„Mit Sprachsteuerung können Sie jeden Punkt auf dem Bildschirm per Sprache anklicken“, erklärt ein IT-Sicherheitsberater. „Sie sagen ‚Scroll nach unten‘, ‚Gehe zum Home-Bildschirm‘ oder ‚Tippe auf 5‘, wenn das Nummern-Raster aktiviert ist. So müssen Sie das Gerät nie anfassen, um WhatsApp zu öffnen oder eine Navigationsalternative zu prüfen.“

Karlsruhe schafft Rechtssicherheit

Die rechtliche Grundlage für diese Methode wurde maßgeblich durch ein wegweisendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe geschaffen. Das Gericht bestätigte, dass der Tatbestand des „Haltens“ entscheidend für einen Verstoß ist.

Laut dem Urteil liegt keine Ordnungswidrigkeit vor, wenn das Gerät fest in einer Halterung sitzt und ausschließlich per Sprache bedient wird. Diese Unterscheidung ist 2026 entscheidend: Die Sprachsteuerung hält das Telefon in der Halterung und umgeht so das Halteverbot.

Rechtsexperten warnen jedoch vor einem Irrglauben. Dies sei kein Freibrief für Ablenkung. § 1 StVO verpflichtet weiterhin zu ständiger Vorsicht. Wer sich zu sehr in die Sprachbedienung vertieft und dabei den Verkehr vernachlässigt, kann immer noch wegen allgemeiner Ablenkung oder fahrlässigen Fahrens belangt werden.

So aktivieren Sie die Funktion für die Fahrt

Die Einrichtung muss vor Fahrtantritt erfolgen. Die Funktion findet sich in den iOS-Einstellungen unter Bedienungshilfen > Sprachsteuerung.

Nach der Aktivierung erscheint ein blaues Mikrofon-Symbol in der Statusleiste. Nutzer können dann Befehle wie diese geben:
* „Gehe zum Home-Bildschirm“: Springt zurück zur Startseite.
* „Öffne Karten“: Startet die Navigations-App.
* „Zeige Raster“: Legt ein nummeriertes Raster über den Bildschirm. Der Befehl „Tippe auf 12“ wählt dann einen bestimmten Button aus, den Siri nicht erkennen würde.

Die Funktion verbraucht aufgrund des ständigen Zuhörens mehr Akku, bietet aber derzeit die einzige rechtssichere Methode, um auch Nicht-CarPlay-Apps während der Fahrt voll zu nutzen.

Ausblick: Sprachsteuerung wird zum Standard

Im Laufe des Jahres 2026 dürften solche Sprachfunktionen zur Standardempfehlung von Automobilclubs werden. Die Notwendigkeit, das Smartphone im Auto legal zu bedienen, steigt, da etwa der digitale Führerschein und andere smartphone-basierte Ausweise an Bedeutung gewinnen.

Der Rat an alle Fahrer lautet daher: Investieren Sie in eine hochwertige Halterung und üben Sie die Sprachbefehle im stehenden Fahrzeug. In der aktuellen Kontrollwelle könnte sich diese Bedienungshilfe als das wertvollste „Zubehör“ für den modernen Autofahrer erweisen.

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