Spotify macht Chat zum Musik-Erlebnis
07.01.2026 - 21:24:12Spotify verwandelt seine Chat-Funktion mit Live-Streaming-Status und direkten Jam-Einladungen in ein soziales Zentrum für Musikfans. Die neuen Features zielen darauf ab, Nutzer länger in der App zu halten und den Austausch über Musik von Plattformen wie TikTok zurückzuholen.
Das Herzstück des Updates ist die „Listening Activity“. Wer sie aktiviert, zeigt Freunden in den Chat-Threads live, welchen Track er gerade streamt. Das Feature ersetzt das mühsame Teilen von Links. Ist jemand offline, wird der zuletzt gehörte Song angezeigt.
Die Integration ist interaktiv: Freunde können auf den Live-Status tippen, um sofort mitzuhören, den Song zu speichern oder mit einem von sechs Emojis – darunter Herz oder Feuer – zu reagieren. Das erinnert an Reaktionen bei Instagram Stories und soll den Chat lebendiger machen, ohne ihn mit Text zu überladen.
Jam-Sessions per Knopfdruck starten
Noch einfacher wird die Zusammenarbeit mit „Request to Jam“. Bisher mussten Nutzer für eine gemeinsame Listening-Session oft Links über externe Apps wie WhatsApp verschicken. Jetzt können Premium-Abonnenten in einem Spotify-Chat direkt auf den Jam-Button tippen und eine Einladung senden.
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Akzeptiert der Empfänger, wird er zum Host der Session. Beide Parteien können dann Tracks zur gemeinsamen Warteschlange hinzufügen und synchron hören – unabhängig von ihrem Standort. Nutzer des kostenlosen Tarifs können zwar keine Jam-Sessions initiieren, aber Einladungen annehmen und vollständig teilnehmen.
Datenschutz und schrittweise Einführung
Spotify betont, dass der Live-Hörstatus strikt optional ist. Standardmäßig ist das Feature deaktiviert. Nutzer müssen es manuell in den „Privatsphäre- und Social“-Einstellungen freischalten. Die Höraktivität ist dann nur für Personen sichtbar, mit denen man bereits auf Spotify gechattet hat – nicht für Fremde.
Die neuen Funktionen sind auf Nutzer ab 16 Jahren beschränkt. Die Einführung auf iOS und Android beginnt ab sofort in Märkten, in denen Spotify Messages bereits verfügbar ist. Die weltweite Verfügbarkeit soll bis Anfang Februar 2026 abgeschlossen sein.
Strategische Wende zum „Social Audio“
Das Update markiert einen strategischen Schwenk. Seit der Wiedereinführung der Chat-Plattform im August 2025 baut Spotify seine soziale Infrastruktur konsequent aus. Jahrelang beschränkte sich der soziale Aspekt auf die „Friend Activity“-Leiste am Desktop oder verlagerte sich auf externe Netzwerke.
Indem Spotify diese Interaktionen jetzt internalisiert, will es die Verweildauer in der App erhöhen und „Platform Leakage“ verhindern – also die Tendenz der Nutzer, die App zu verlassen, um anderswo über Musik zu sprechen. Die Echtzeit-Updates ähneln Funktionen früherer Messenger, adaptiert für das Streaming-Zeitalter.
Der Move positioniert Spotify direkter im Wettbewerb mit sozialen Plattformen wie TikTok, die zunehmend zur primären Quelle für Musik-Entdeckung geworden sind. Mit Live-Sharing und Reaktionen versucht Spotify, das Gespräch über neue Musik zurückzugewinnen.
Gruppenchats als nächster Schritt
Branchenkenner erwarten, dass dies erst der Anfang von Spotifys Social-Roadmap für 2026 ist. In naher Zukunft sollen Gruppenchats eingeführt werden. Diese würden breitere Community-Interaktionen und die Koordination von Jam-Sessions mit mehreren Teilnehmern in einem einzigen Thread ermöglichen.
Die Einführung von Live-Hörstatus und nahtlosen Jam-Einladungen ist der bisher bedeutendste Schritt in Spotifys Evolution – von einer reinen Musikbibliothek hin zu einem sozialen Netzwerk. Ob Nutzer ihren Musikplayer auch als primäres Kommunikationstool akzeptieren, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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