Spezielles Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
20.02.2026 - 21:48:12 | boerse-global.deEine Langzeitstudie liefert den bisher stärksten Beweis: Ein gezieltes Geschwindigkeitstraining kann das Demenzrisiko älterer Erwachsener signifikant senken. Die 20-Jahres-Auswertung der ACTIVE-Studie zeigt, dass bereits wenige Wochen Training einen langfristigen Schutz bieten – aber nur unter einer Bedingung.
Überraschend klares Ergebnis nach zwei Jahrzehnten
Forscher der Johns Hopkins Medicine begleiteten fast 3.000 gesunde Senioren über 20 Jahre. Sie testeten drei Trainingsarten: Gedächtnisübungen, Logikrätsel und ein computergestütztes Geschwindigkeitstraining. Letzteres forderte die Teilnehmer, visuelle Informationen unter Zeitdruck zu verarbeiten.
Das Ergebnis ist eindeutig. Nur das Geschwindigkeitstraining zeigte einen messbaren Effekt. Es reduzierte die Wahrscheinlichkeit einer späteren Demenzdiagnose um 25 Prozent. Die anderen Methoden blieben wirkungslos.
Der Schlüssel liegt in den Auffrischungen
Der volle Schutzeffekt trat jedoch nur bei einer speziellen Gruppe ein. Entscheidend waren sogenannte „Booster-Sitzungen“. Teilnehmer, die ihr initiales Fünf-Wochen-Training um bis zu vier Auffrischungseinheiten ergänzten, profitierten langfristig.
Ohne diese Wiederholungen verpuffte der Effekt. Insgesamt absolvierten die erfolgreichsten Probanden weniger als 24 Stunden Training über drei Jahre verteilt. Eine vergleichsweise geringe Investition für einen so deutlichen Nutzen.
Wer die Ergebnisse der ACTIVE-Studie zum Anlass nehmen und selbst aktiv werden möchte, findet praktische Übungen und einen kurzen Selbsttest im kostenlosen PDF‑Report „Gehirntraining leicht gemacht“. Der Ratgeber bietet 11 alltagstaugliche Übungen, 7 Praxistipps und einen Selbsttest, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis stärken und Ihr Demenzrisiko gezielt reduzieren können. Jetzt Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ herunterladen
Warum wirkt gerade dieses Training?
Experten vermuten, dass das Geschwindigkeitstraining grundlegende neuronale Netzwerke anspricht. Es verbessert die geteilte Aufmerksamkeit – eine Fähigkeit, die auch beim Autofahren entscheidend ist. Das Gehirn lernt, mehrere visuelle Reize gleichzeitig schnell zu verarbeiten.
Durch das adaptive Training, das sich dem Leistungsniveau anpasst, wird das Gehirn ständig herausgefordert. Dies könnte die kognitive Reserve stärken. Das Gehirn wird widerstandsfähiger gegen altersbedingte Abbauprozesse.
Ein neuer Pfeiler der Demenzprävention?
Die Studie, veröffentlicht in „Alzheimer’s & Dementia“, könnte die Präventionsstrategien verändern. Bislang gelten vor allem gesunde Ernährung und Bewegung als Schutzfaktoren. Nun kommt ein evidenzbasierter, nicht-medikamentöser Ansatz hinzu.
„Es ist bemerkenswert, dass eine relativ bescheidene Intervention solche dauerhaften Effekte haben kann“, sagt Studienautorin Marilyn Albert. Selbst eine leichte Verzögerung des Demenzbeginns hätte enorme Auswirkungen auf Lebensqualität und Gesundheitssysteme.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Forschung will nun die genauen neurobiologischen Mechanismen entschlüsseln. Könnte das Training noch optimiert werden? Langfristig könnten solche Programme fester Bestandteil der Vorsorge für Senioren werden.
In Deutschland sind aktuell etwa 1,8 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die Studie bietet einen konkreten Ansatzpunkt, selbst aktiv zu werden – und gibt Millionen Menschen mit erhöhtem Risiko neue Hoffnung.
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.


