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SPDR Russell 2000 ETF: Neugewichtung im Juni 2026

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 07:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Russell 2000 Index reduziert seinen KI-Anteil drastisch. Trotz Zinssorgen prognostizieren Analysten ein Gewinnwachstum von über 30 Prozent für 2026.

SPDR Russell 2000 ETF: Index-Umbau und Gewinnsprung erwartet
Eine vielfältige Gruppe von Kleinunternehmern steht selbstbewusst vor einem modernen Bürogebäude und symbolisiert Wachstum und Marktchancen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

US-Nebenwerte hängen den breiten Markt ab. Der Russell 2000 Index stieg seit Jahresbeginn um rund 20 Prozent und ließ den S&P 500 deutlich hinter sich. Dieser beeindruckenden Rally stehen nun allerdings strukturelle Änderungen und mahnende Stimmen gegenüber.

Index-Umbau drosselt KI-Gewichtung

Im Zentrum der Entwicklung steht die Neugewichtung des Index vom Juni 2026. Der Anteil von Unternehmen aus dem Bereich der KI-Infrastruktur sank dabei drastisch von 15 auf sieben Prozent. Damit verliert das Barometer seine starke Abhängigkeit von den konzentrierten KI-Wetten, die zuvor das Wachstum der Large Caps getrieben hatten.

Anleger suchen parallel dazu verstärkt nach Diversifikation abseits der Tech-Giganten. Das Interesse verschiebt sich hin zu einer breiteren Basis von Profiteuren. Dazu gehören unter anderem Hersteller von Speicherchips, Ausrüster und Energieversorger, die den wachsenden Bedarf der Rechenzentren decken.

Gewinnhoffnungen gegen Zinsängste

Die Investmentbank Goldman Sachs blickt derweil mit Vorsicht auf das kommende Jahr. Die Experten prognostizieren für die nächsten zwölf Monate lediglich Renditen im niedrigen einstelligen Bereich. Als Grund nennen sie die bereits ambitionierten Bewertungen sowie ein US-Wirtschaftswachstum, das sich lediglich im Bereich des langjährigen Trends bewegt.

Ein zentrales Risiko bleibt die Geldpolitik. Da ein erheblicher Teil der kleineren Unternehmen variabel verzinste Schulden trägt, reagiert dieser Sektor empfindlicher auf straffe Zinsen als Großkonzerne. Steigende Finanzierungskosten könnten die Bilanzen der Small Caps unverhältnismäßig stark belasten.

Dem steht die Erwartung eines kräftigen Ertragssprungs gegenüber. Analysten von Loomis Sayles rechnen für 2026 mit einem Gewinnwachstum von über 30 Prozent im Russell 2000. Der Marktkonsens von Bloomberg fällt mit einer Prognose von 35 Prozent sogar noch optimistischer aus.

Der SPDR Russell 2000 US Small Cap UCITS ETF bietet Zugang zu diesem dynamischen Marktsegment. Er verwaltet aktuell ein Vermögen von rund 5,6 Milliarden US-Dollar bei einer jährlichen Gesamtkostenquote von 0,30 Prozent. Am Montag schloss der ETF bei 75,73 Euro.

Die kommenden Monate markieren eine wichtige Schwelle für die US-Nebenwerte. Während die massiven Gewinnprognosen das Potenzial für eine Fortsetzung der Rotation stützen, bestimmen die nächsten Entscheidungen der US-Notenbank über die tatsächliche Tragfähigkeit der aktuellen Bewertungen.

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