Sparkassen, Phishing-Welle

Sparkassen warnen vor neuer Phishing-Welle

13.03.2026 - 00:00:15 | boerse-global.de

Eine neue, zweistufige Phishing-Kampagne zielt auf Bankkunden ab und kombiniert gefälschte E-Mails mit täuschend echten Telefonanrufen. Auch QR-Codes in gefälschten Briefen werden eingesetzt.

Sparkassen warnen vor neuer Phishing-Welle - Foto: über boerse-global.de
Sparkassen warnen vor neuer Phishing-Welle - Foto: über boerse-global.de

Eine neue, professionelle Phishing-Welle zielt derzeit auf Bankkunden in Deutschland ab. Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer warnen eindringlich vor den raffinieren Methoden der Betrüger, die nun auch per Brief angreifen.

Zweistufiger Angriff: Erst E-Mail, dann Anruf

Die Kriminellen setzen auf eine ausgeklügelte Kombination aus digitalen Nachrichten und Telefonanrufen. Im ersten Schritt erhalten Opfer täuschend echte E-Mails oder SMS, die offizielle Bankmitteilungen perfekt imitieren. Sie warnen etwa vor verdächtigen Anmeldungen oder angeblichen Sicherheitsupdates.

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Ein beigefügter Link führt auf gefälschte Banking-Seiten. Wer dort seine Zugangsdaten eingibt, spielt sie direkt den Betrügern in die Hände. Doch der Angriff geht weiter: Kurz darauf melden sich die Täter telefonisch – als Mitarbeiter der "Betrugsprävention".

Sie nennen die zuvor erbeuteten Daten und wirken dadurch extrem glaubwürdig. Ihr Ziel: Die Opfer sollen über ihre Banking-App die Freigabe eines "neuen Geräts" bestätigen. In Wahrheit autorisieren sie damit eine betrügerische Überweisung.

Auch PayPal und Volksbanken betroffen

Nicht nur Sparkassen stehen im Fokus. Verbraucherschützer dokumentieren derzeit massenhaft gefälschte Nachrichten im Namen von Volksbanken, der apoBank, easybank und PayPal. Bei Letzterer wird mit einer angeblichen Kontosperrung bis zum morgigen Freitag gedroht, um Panik zu erzeugen.

Die Polizei warnt besonders vor "Smishing"-Attacken per SMS. In einem dokumentierten Fall erschien sogar die korrekte Banknummer auf dem Display – dank Call-ID-Spoofing. Die Technik manipuliert die Rufnummernanzeige und macht die Betrüger am Apparat fast unerkennbar.

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"Quishing": Der gefährliche QR-Code im Brief

Eine besonders heimtückische Methode verbindet jetzt analoge und digitale Welt. Die Polizei warnt vor gefälschten Bankschreiben per Post, die QR-Codes enthalten. "Quishing" nennt sich diese Mischung aus QR-Code und Phishing.

Empfänger werden aufgefordert, den Code mit dem Smartphone zu scannen, um ihr Banking "neu zu registrieren". Das Gerät landet jedoch auf einer manipulierten Seite zum Abgreifen von Zugangsdaten. Gedruckten Briefen schenken viele Menschen mehr Vertrauen – genau das macht diese Variante so gefährlich.

So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen

Banken und Verbraucherschützer geben klare Regeln vor: Seriöse Institute fordern niemals per E-Mail oder SMS zur Eingabe sensibler Daten über Links auf. Nutzen Sie fürs Online-Banking nur die offizielle App oder tippen Sie die Webadresse manuell ein.

Bestätigen Sie TAN-Abfragen in der App nur, wenn Sie den Vorgang selbst gestartet haben. Bei verdächtigen Anrufen: Legen Sie auf und rufen Sie Ihre Bank über die bekannte Nummer zurück.

Sollten Sie Daten auf einer betrügerischen Seite eingegeben haben, handeln Sie sofort. Sperren Sie den Online-Zugang und alle Karten über den Sperr-Notruf 116 116. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie Beweise wie E-Mails oder SMS.

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