Sparkassen, Advanzia

Sparkassen und Advanzia: Neue Phishing-Welle zielt auf Kontodaten

07.01.2026 - 06:26:12

Eine neue Betrugswelle zielt mit gefälschten Sicherheits-Updates und Kontosperr-Drohungen gezielt auf Kunden von Sparkassen und Advanzia Bank ab. Experten warnen vor der hohen Qualität der Angriffe.

Eine neue, aggressive Betrugskampagne zielt gezielt auf Smartphone-Nutzer ab. Kriminelle nutzen perfide “Sicherheits-Updates” und drohende Kontosperrungen, um sensible Bankdaten abzugreifen.

Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten beobachten eine massiv ansteigende Flut an Phishing-Angriffen. Sie richten sich spezifisch gegen Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe und der Advanzia Bank. Die Angriffe zeichnen sich durch hohe technische Qualität und psychologisch ausgefeilte Druckmittel aus.

“S-pushTAN abgelaufen”: Die Masche gegen Sparkassen-Kunden

Im Fokus steht das weit verbreitete Sicherheitsverfahren für das Online-Banking. Kunden erhalten E-Mails und SMS, die suggerieren, ihre Registrierung für die S-pushTAN-App sei abgelaufen oder müsse “aus Sicherheitsgründen” erneuert werden.

Die Nachrichten wirken täuschend echt. Sie nutzen offizielles Corporate Design, Logos und den typischen Sprachstil der Institute. Betreffzeilen wie “Wichtige Nachricht: Ihr Zugang läuft ab” sollen Aufmerksamkeit erregen.

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Die Links in diesen Nachrichten führen auf gefälschte Webseiten. Dort werden Nutzer aufgefordert, ihre Zugangsdaten für das Online-Banking sowie persönliche Informationen einzugeben. In einigen Fällen werden Opfer anschließend sogar angerufen. Vermeintliche Bankmitarbeiter versuchen dann am Telefon, die Freigabe von Transaktionen zu erschleichen.

Advanzia Bank: Drohung mit sofortiger Kartensperrung

Parallel läuft eine intensive Angriffswelle gegen Nutzer der “Gebührenfrei Mastercard Gold”. Hier setzen die Kriminellen auf die Angst vor einer sofortigen Sperrung.

In den E-Mails wird behauptet, eine “Verifizierung der Kundendaten” sei notwendig. Oft wird ein konkretes Datum genannt – häufig der aktuelle oder morgige Tag. Andernfalls werde die Kreditkarte deaktiviert und eine Gebühr fällig.

Diese Phishing-Mails weisen typische Merkmale auf:
* Unpersönliche Anrede: Statt des Namens steht oft nur “Sehr geehrter Kunde”.
* Künstlicher Zeitdruck: Formulierungen wie “Handeln Sie innerhalb von 24 Stunden”.
* Falsche Absender: Die E-Mail-Adressen enden nicht auf die offizielle Domain.

Warum diese Welle so gefährlich ist

Die Qualität dieser Angriffe hat deutlich zugenommen. Täter nutzen vermutlich KI-gestützte Tools, um fehlerfreie und überzeugende Texte zu verfassen. Ein kritischer Aspekt ist das sogenannte “Smishing” (SMS-Phishing).

Da viele Bankgeschäfte über das Smartphone abgewickelt werden, erreichen Betrüger ihre Opfer direkt auf dem Gerät, das auch für die Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt wird. Ein unbedachter Klick in einer SMS geschieht oft “nebenbei” – genau darauf spekulieren die Kriminellen.

Die Vorfälle sind Teil eines größeren Trends. Auch Kunden der DKB, ING und Volksbanken berichteten in den letzten Wochen über ähnliche Angriffsversuche. Der Jahreswechsel wird traditionell genutzt, da Kunden in dieser Zeit weniger misstrauisch gegenüber Aufforderungen zur “Datenaktualisierung” sind.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Banken reagieren bereits mit verstärkten Warnhinweisen in ihren Apps und auf den Login-Seiten. Für Nutzer gelten klare Sicherheitsregeln:

  • Keine Links klicken: Banken versenden niemals Links zur direkten Dateneingabe per SMS oder E-Mail.
  • Absender prüfen: Tippen Sie die Webadresse der Bank manuell in den Browser ein oder nutzen Sie ausschließlich die offizielle App.
  • Im Zweifel auflegen: Beenden Sie verdächtige Anrufe und rufen Sie Ihre Bank über die offizielle Nummer zurück.
  • Sofort sperren: Wer Daten eingegeben hat, sollte den Online-Banking-Zugang umgehend über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen.
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