SpaceX übernimmt xAI für 1,25 Billionen Euro
06.02.2026 - 19:16:12SpaceX schluckt Elon Musks KI-Firma xAI und plant den Bau orbitaler Rechenzentren. Das milliardenschwere Mega-Projekt soll den Energiehunger künstlicher Intelligenz mit Solarkraft aus dem All stillen.
Die Übernahme vereint das weltweit führende Raketen- und Satellitenunternehmen mit der KI-Forschung von xAI, zu der auch der Chatbot Grok gehört. Der Deal erschafft einen integrierten Technologie-Giganten, der sowohl den Cloud-Computing- als auch den Satellitenmarkt aufmischen will. Kern der Strategie ist eine riesige Satelliten-Konstellation – mit bis zu einer Million Einheiten –, die als KI-Rechenzentren im Orbit fungieren sollen. Damit will das Unternehmen terrestrische Grenzen wie Energieversorgung, Kühlung und Flächenverbrauch überwinden.
Die All-Lösung für den KI-Energiefresser
Der Treiber für den Schritt ins All ist der explodierende Energiebedarf moderner KI-Systeme. Das Unternehmen warnte diese Woche, der globale Strombedarf für KI werde auf der Erde unhaltbar und belaste Umwelt und Gemeinden zu stark. Die orbitale Positionierung verspricht nahezu konstante Solarenergie – unabhängig von Wetter oder Erdrotation. Das Vakuum des Weltraums soll zudem das immense Kühlproblem irdischer Rechenzentren lösen. Die Vision: Innerhalb weniger Jahre könnte die kostengünstigste KI-Rechenleistung aus dem Orbit kommen.
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Vollintegration vom KI-Modell bis zur Rakete
Die Fusion schafft eine beispiellose vertikale Integration. Das neue Unternehmen kontrolliert jede Schlüsselkomponente: die KI-Modelle von xAI, die Starship-Raketen für den Transport und das Starlink-Netz für die Konnektivität. Dieser synergetische Ansatz soll einen kompletten Workflow ermöglichen – vom KI-Design bis zum Betrieb der Infrastruktur im Weltraum.
Das Ausmaß des Orbital-Projekts ist gewaltig. Planungen bei der US-Behörde FCC sehen eine Konstellation von bis zu einer Million Satelliten vor, die über Laser als vernetztes Rechencluster fungieren. Für den Transport setzt SpaceX auf sein Starship, das für hohe Startfrequenzen und schwere Lasten ausgelegt ist. Das fusionierte Unternehmen wird auf etwa 1,25 Billionen Euro geschätzt, wobei auf SpaceX rund eine Billion und auf xAI etwa 250 Milliarden Euro entfallen.
Marktbeben und immense technische Hürden
Die Konsolidierung wird das Wettbewerbsfeld von KI- und Raumfahrtbranche neu ordnen. Das Unternehmen positioniert sich als ernstzunehmender Herausforderer für etablierte Cloud-Anbieter wie Amazon AWS oder Microsoft Azure. Zugleich erhält xAI durch die Fusion einen massiven finanziellen und technologischen Schub im Wettlauf mit KI-Konkurrenten wie OpenAI.
Doch das Vorhaben ist hoch ambitioniert und stößt auf Skepsis. Branchenanalysten verweisen auf immense technische Hürden, vor allem bei der Kühlung Hochleistungsprozessoren im Vakuum. Die vorgeschlagene Lösung: eine hochverteilte Architektur mit vielen kleinen Rechenknoten, die einfacher zu kühlen sind als wenige große Satelliten. Manche Experten sehen in dem Projekt vor allem eine langfristige Vision zur Anlockung von Investoren, mit echter Umsatzgenerierung erst in ferner Zukunft.
Historischer Börsengang für das „orbital brain“
Als nächster Schritt ist der möglicherweise größte Börsengang (IPO) der Geschichte geplant. Das Unternehmen will bis zu 50 Milliarden Euro einsammeln, um die Entwicklung und den Aufbau der orbitalen Rechenzentren zu finanzieren. Dies markiert eine neue Phase der kommerziellen Raumfahrt: weg von Kommunikation und Beobachtung, hin zur großskaligen Datenverarbeitung außerhalb der Erde.
Die Übernahme verdichtet das Ökosystem von Elon Musks Unternehmensimperium. Raketen, Satelliten, KI-Rechenleistung und Daten verschmelzen zu einer kohärenten Strategie. Die Wette: Die Zukunft des technologischen und zivilisatorischen Fortschritts hängt davon ab, sowohl die Infrastruktur des Weltraums als auch die Rechenkraft der KI zu beherrschen. Eine Zukunft, in der die Grenzen der Erde das Wachstum der künstlichen Intelligenz nicht mehr bremsen.
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