SpaceX, Aktie

SpaceX Aktie: Musk behält 82 Prozent der Stimmen

11.06.2026 - 23:31:57 | boerse-global.de

Spacex startet mit Rekordnachfrage an die Börse, doch Anleger erhalten kaum Stimmrechte. Elon Musk sichert sich 82 Prozent der Kontrolle.

Spacex IPO: Rekord-Orders von 70 Mrd. Dollar bei geringem Aktionärseinfluss
SpaceX - Eine futuristische Rakete startet in den Nachthimmel, mit abstrakten Wahldaten im Vordergrund. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mehr als 70 Milliarden Dollar an Privatanleger-Orders für ein 75-Milliarden-Dollar-IPO — das ist keine gewöhnliche Börsenpremiere. SpaceX betritt am Freitag, dem 12. Juni, die Wall Street mit einem Angebot, das in seiner Größenordnung beispiellos wäre. Der Haken: Wer kauft, bekommt wirtschaftliche Beteiligung — aber kaum Einfluss.

Rekordnachfrage trifft knappe Zuteilung

Das Angebot umfasst rund 555,6 Millionen Aktien der Klasse A zum Preis von 135 Dollar je Stück. Hinzu kommt eine 30-Tage-Option für Underwriter über bis zu 83,3 Millionen weitere Aktien. SpaceX erwartet Nettoerlöse von rund 74,4 Milliarden Dollar — bei voller Ausübung der Option steigt dieser Wert auf etwa 85,7 Milliarden Dollar.

Retailanleger sollen mindestens 20 Prozent der Aktien erhalten, möglicherweise bis zu 30 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei typischen Großbörsengängen, wo Privatanleger meist nur fünf bis zehn Prozent bekommen. Geplante Vertriebspartner sind Charles Schwab, Fidelity, Robinhood, SoFi und E-Trade by Morgan Stanley. Institutionelle Investoren kommen aus einem Pool von rund 1.000 Adressen.

Musk hält 82 Prozent der Stimmen

Das eigentliche Thema ist die Machtstruktur. Elon Musk wird nach dem Börsengang rund 82,4 Prozent der Stimmrechte halten. Aktien der Klasse A haben je eine Stimme. Aktien der Klasse B tragen zehn Stimmen — und die Inhaber dieser Klasse dürfen die Mehrheit des Vorstands wählen, solange auch nur eine einzige Klasse-B-Aktie existiert.

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Musk kontrolliert damit alle wesentlichen Hauptversammlungsbeschlüsse, solange er mehr als 50 Prozent der Stimmrechte hält. Für neue Aktionäre bedeutet das: wirtschaftliche Teilhabe ja, unternehmerischer Einfluss nein.

Diese Struktur stößt bereits auf Widerstand. Der New Yorker Staatscomptroller, CalPERS und der New Yorker Stadtcomptroller haben im Mai öffentlich Einwände erhoben. Sie kritisieren Super-Voting-Aktien, obligatorische Schiedsklauseln für Aktionärsstreitigkeiten und den Status als kontrolliertes Unternehmen. Ihre Forderungen: ein Modell mit einer Stimme je Aktie, ein zeitlich begrenztes Auslaufen der Mehrstimmrechte und eine mehrheitlich unabhängige Besetzung des Vorstands.

Kapital für KI, Raketen und Satelliten

Den Erlös will SpaceX in vier Bereiche stecken: KI-Recheninfrastruktur, Startinfrastruktur und Trägerraketen, Satellitenkonstellation sowie allgemeine Unternehmenszwecke. Das Unternehmen bündelt damit drei der derzeit meistdiskutierten Investitionsthemen — Raumfahrt, Satelliten-Breitband und künstliche Intelligenz — in einem einzigen Börsengang.

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Der Preis steht fest, die Zuteilung läuft. Wer am Freitag kauft, wettet auf SpaceX' Wachstum — aber nicht auf Mitsprache.

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