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SpaceX Aktie: 102,32 Euro — neues Jahrestief

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 23:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SpaceX verzeichnet Kursverfall auf neues Jahrestief, obwohl zwei Falcon-9-Missionen gelingen. Analysten sehen Leerverkäufe und Aktienfreigaben als Ursache.

SpaceX Aktie fällt auf Rekordtief trotz erfolgreicher Raketenstarts
Abstrakte, düstere Industrieaufnahme einer modernen Raumfahrthalle mit kühler Beleuchtung und minimalistischer Ästhetik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Raketenstart nach Plan, ein Satellitenservice-Drohne im Orbit erfolgreich ausgesetzt — und trotzdem rauscht die Aktie auf ein neues Jahrestief. Bei SpaceX klaffen operative Erfolge und Kursentwicklung gerade auffällig auseinander.

Die Aktie fiel am Mittwoch zeitweise auf 102,32 Euro, den tiefsten Stand seit dem Börsengang. Zum Handelsschluss stand ein Minus von 5,52 Prozent auf 102,38 Euro zu Buche. Damit liegt das Papier fast die Hälfte unter seinem Hoch von 194,46 Euro, das erst Mitte Juni erreicht wurde.

Verkaufsdruck trotz technischer Erfolge

Der Ausverkauf trifft eine Aktie, die zuletzt operativ geliefert hat. Am Dienstag startete SpaceX gleich zwei Falcon-9-Missionen innerhalb weniger Stunden. Von Vandenberg aus brachte eine Rakete die Starlink-Mission 17-39 ins All, nachdem ein Startversuch zuvor wegen eines Triebwerksabbruchs verschoben worden war. Von Cape Canaveral aus setzte eine zweite Falcon 9 das "Mission Robotic Vehicle" von Northrop Grumman aus — eine Servicedrohne für die Lebensverlängerung geostationärer Satelliten.

Analysten führen den Kursverfall auf etwas anderes zurück: verstärkte Aktivität von Leerverkäufern und die schrittweise Freigabe gesperrter Aktien nach dem Börsengang. Der RSI von 33,2 signalisiert eine überverkaufte Aktie. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 90,25 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um das Papier unterstreicht.

Starbase fährt zwei Booster parallel

Während der Kurs keinen Boden findet, meldet Starbase in Südtexas einen operativen Meilenstein. Booster 20 steht bereits auf der Startrampe für den nächsten Flug. Zeitgleich rollte Booster 21, vorgesehen für Flug 14, nach erfolgreichem Kryo-Test vom Massey's-Testgelände zurück.

Diese parallele Bearbeitung zweier Super-Heavy-Booster markiert einen Schritt hin zu höherer Startfrequenz. Das Ziel: die Abstände zwischen den großen Flugtests verkürzen, um das Wiederverwendungskonzept von Starship wirtschaftlich zu machen.

Flug 13 nach Triebwerksausfall neu bestückt

Im Zentrum der technischen Vorbereitung steht Booster 20. Er soll im Startfenster ab Donnerstag, den 23. Juli, zu Starship-Flug 13 abheben. Nach einem Startabbruch am 16. Juli — vier Raptor-Triebwerke zündeten zum Zeitpunkt T-0 nicht korrekt — haben Ingenieure mindestens zwei bis drei Raptor-3-Triebwerke am Booster ausgetauscht.

Flug 13 soll 20 Starlink-V3-Satelliten transportieren. Diese neue Generation bietet nach Unternehmensangaben die zehnfache Kapazität der bisherigen V2-Mini-Modelle. Der Flug testet zudem Hardware- und Software-Updates, die nach Abschluss der von der FAA überwachten Untersuchung zum Zwischenfall bei Flug 12 eingeführt wurden.

Cathie Wood hält an ihrer These fest

Trotz des neuen Tiefs verteidigen prominente Investoren die Bewertung. Cathie Wood von ARK Invest bezeichnete SpaceX in einem Fox-Business-Interview am Mittwoch als potenziell "wichtigstes Unternehmen der Geschichte". Sie rahmt das Unternehmen nicht als klassischen Raketenanbieter, sondern als KI-Infrastrukturspieler.

Ihre These: Starlink V3 könnte den Weg zu "orbitalen Rechenzentren" ebnen — eine Erweiterung des bestehenden Breitband-Geschäfts weit über die reine Satellitenkommunikation hinaus.

Investoren richten den Blick nun auf das 90-minütige Startfenster für Flug 13, das morgen um 18:45 Uhr Ostküstenzeit öffnet. Ein erfolgreicher Test gilt als möglicher Wendepunkt für die Marktstimmung — besonders mit Blick auf das Auslaufen der Lock-up-Frist Anfang August, wenn weitere Aktienpakete handelbar werden.

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