SPACE EXPLORATION TECHN-CL A Aktie: 1,6 Millionen Optionen
18.06.2026 - 18:30:01 | boerse-global.de
Nach einem Kursanstieg von 50 Prozent in den ersten drei Handelstagen hat die SpaceX-Aktie am Mittwoch ihren ersten deutlichen Rückgang verzeichnet. Zwei Ereignisse sorgten für die Wende: der Start des Optionshandels und die bevorstehende Aufnahme in institutionelle Indizes.
Optionsmarkt sorgt für Kurskorrektur
Am 16. Juni startete der Handel mit SpaceX-Optionen. Das Interesse war enorm: Rund 1,6 Millionen Kontrakte wechselten am ersten Tag den Besitzer. Das ist fast das Fünffache des bisherigen Rekords, den Facebook bei seinem Börsengang 2012 aufgestellt hatte.
Bis dahin hatten nur vier bis fünf Prozent der Aktien frei gehandelt werden können. Dieser enge Streubesitz hatte die Aktie anfällig für starke Kursschwankungen gemacht — typisch für sogenannte Meme-Stocks. Mit dem Optionsmarkt stehen nun mehr Instrumente zur Preisfindung bereit. Am 17. Juni schloss die Aktie bei 191,82 Dollar, ein Minus von rund fünf Prozent.
ETFs und Indizes steigen ein
Parallel dazu beginnen börsengehandelte Fonds, SpaceX ins Portfolio aufzunehmen. Der Procure Space ETF (UFO) hat die Aktie am 17. Juni mit einer Gewichtung von 6,2 Prozent integriert. Der WisdomTree Space Economy UCITS ETF plant die Aufnahme für Ende Juni mit zunächst 5,5 Prozent — langfristig könnte die Gewichtung auf über zehn Prozent steigen.
Hinzu kommt die erwartete Aufnahme in den Russell 1000 und Russell 3000 innerhalb von fünf Handelstagen nach dem Börsengang. Das dürfte weiteren institutionellen Kaufdruck erzeugen.
Bewertung bleibt umstritten
Roelof Botha, Partner bei Sequoia Capital, wurde neu in den Aufsichtsrat berufen. Das Unternehmen investiert derweil rund 55 Milliarden Dollar in ein Chipwerk in Texas — ein Hinweis auf den enormen Kapitalbedarf.
Bei der Bewertung gehen die Meinungen weit auseinander. Morningstar sieht den fairen Wert bei 63 Dollar und hält den aktuellen Kurs für deutlich überzogen. Andere Wall-Street-Analysten nennen Kursziele von bis zu 310 Dollar. Sie setzen auf SpaceX als Profiteur im KI- und Satellitenkommunikationsmarkt — Segmente, die laut Unternehmensangaben über 90 Prozent des adressierbaren Markts ausmachen sollen.
Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte SpaceX einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar. Den ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen erwartet der Markt im September.
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