Soundgarden-Comeback? Warum jetzt alle ausflippen
14.02.2026 - 22:39:33Soundgarden. Allein der Name triggert bei vielen sofort diesen Mix aus Nostalgie, Gänsehaut und einem leichten Stich im Herz. In den letzten Wochen ist der Begriff aber nicht nur in Retro-Playlists aufgetaucht, sondern massiv in Newsfeeds, auf TikTok-Soundtracks und in Fan-Foren. Plötzlich reden wieder alle über eine mögliche Zukunft von Soundgarden – und darüber, was mit dem Erbe der Band passiert.
Offizielle Infos direkt von Soundgarden holen
Du siehst überall ihre Shirts, auf Reddit explodieren die Threads, und auf Insta schneiden Kids aus der Gen Z Black Hole Sun auf Sad-Edits über Beziehungsdramen. Dabei ist es inzwischen Jahre her, dass Chris Cornell gestorben ist – und trotzdem fühlen sich neue Gerüchte um mögliche Archiv-Releases, Tribute-Shows und eine erweiterte Band-Doku plötzlich extrem real an.
Was ist also dran am aktuellen Buzz rund um Soundgarden? Was bedeutet das für Fans in Deutschland – speziell, wenn du hoffst, die Songs irgendwann wieder groß auf einer Bühne zu erleben, egal ob als Hologramm, Allstar-Tribute oder Special-Projekt? Lass uns das aufdröseln.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Wenn man sich die Berichte der letzten Wochen anschaut, dann dreht sich vieles um zwei große Themen: das juristische Ringen um unveröffentlichtes Material und die Frage, wie das musikalische Erbe von Soundgarden in Zukunft gepflegt wird. In US-Medien war zuletzt häufiger zu lesen, dass es im Hintergrund immer noch Gespräche zwischen den verbliebenen Bandmitgliedern, dem Estate von Chris Cornell und dem Label über Demos und Studioaufnahmen aus den 2010ern gibt.
Mehrere Musikmagazine spekulieren, dass genug Material existiert, um zumindest eine erweiterte Edition von King Animal oder eine Art Archiv-Compilation zusammenzustellen: alternative Takes von Been Away Too Long, unfertige Songskizzen mit Arbeitstiteln, Live-Mitschnitte aus der Reunion-Phase ab 2010 und vielleicht sogar bisher komplett unbekannte Tracks. Offiziell bestätigt wurde nichts Konkretes, aber in Interviews ließen Bandmitglieder immer wieder durchblicken, dass da noch einiges auf Festplatten liegt.
Für deutsche Fans ist das spannend, weil jedes größere Re-Release normalerweise eine neue Welle an Aufmerksamkeit auslöst – inklusive Vinyl-Sonderpressungen, Listening-Partys in Plattenläden und im besten Fall auch speziellen Kino-Screenings von Konzertfilmen. Genau darüber wird gerade in Fan-Communities diskutiert: Viele hoffen auf eine überarbeitete Live-Veröffentlichung eines legendären Gigs, etwa eines Europa-Konzerts aus den 90ern oder der Reunion-Zeit, optimalerweise mit deutschem Bezug – etwa Aufnahmen von Rock am Ring oder aus Berlin.
Dazu kommt der Streaming-Effekt: Seit TikTok immer wieder Ausschnitte von Black Hole Sun, Fell on Black Days oder Spoonman hochspült, steigen die Zahlen auf Spotify und Co. weiter. Diverse Chart-Tracker weisen darauf hin, dass Soundgarden bei den monatlichen Hörer:innen deutlich zugelegt haben, besonders in der Altersgruppe 18–24. Das ist die Generation, die zu Lebzeiten der Band entweder noch im Kindergarten war oder gerade erst geboren wurde.
Für Labels ist genau diese Entwicklung ein starkes Signal. Wenn ein Katalog-Act über Social Media bei jungen Fans trendet, folgen oft Deluxe-Editionen, neue Best-of-Boxen oder remasterte Videoclips in 4K auf YouTube. In einigen US-Artikeln wird spekuliert, dass das Label längst an einer optisch aufpolierten Version von Black Hole Sun arbeitet – inklusive bisher unveröffentlichtem Behind-the-Scenes-Material und Kommentaren der Bandkollegen.
Ein weiterer Punkt in den News: Immer wieder fallen Hinweise auf Tribute-Formate. Festival-Booker in Europa sollen laut Gerüchten prüfen, ob sich Allstar-Shows mit befreundeten Musiker:innen organisieren lassen – zum Beispiel Sänger:innen aus der Grunge- und Alternative-Szene, die einen Abend lang nur Soundgarden-Songs interpretieren. Für Deutschland wären da Städte wie Berlin, Hamburg, Köln oder München Kandidaten, weil hier die Fanbasis stark ist und die Venues groß genug sind. Noch ist nichts offiziell, aber mehrere Insider-Berichte deuten an, dass 2027 – zum möglichen Jubiläum bestimmter Alben – eine konzentrierte Tribute-Welle denkbar wäre.
Die Implikationen sind klar: Auch wenn ein echtes Soundgarden-Konzert mit Chris Cornell nie wieder stattfinden wird, ist die Band längst nicht aus der Popkultur verschwunden. Im Gegenteil – die Wahrscheinlichkeit wächst, dass in den nächsten Jahren neue Formate kommen: Doku-Serien, Deluxe-Reissues, vielleicht ein aufwendig kuratierter Live-Release. Wer in Deutschland rechtzeitig checken will, was offiziell bestätigt ist, sollte die Bandseite und die Socials im Blick behalten – dort tauchen erfahrungsgemäß die ersten verlässlichen Hinweise auf.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn es aktuell keine reguläre Tour von Soundgarden gibt, kannst du dir ziemlich genau vorstellen, wie eine ideale Setlist aussehen würde – und welche Songs bei Tribute- oder Special-Shows praktisch gesetzt wären. Die Grundlage dafür liefern alte Setlists aus den 90ern und der Reunion-Phase nach 2010, die Fans auf Portalen wie Setlist.fm gesammelt haben.
Ganz oben auf der Liste steht natürlich Black Hole Sun. Der Song war in fast jeder Show der Band der emotionale Höhepunkt: dieser schwebende Refrain, die leicht verstimmten Gitarren, Cornells Stimme, die zwischen Zartheit und Schrei pendelt. Auf Konzerten liefen oft die ersten Akkorde und der komplette Platz wurde still. In einer heutigen Tribute-Situation wäre das genau der Moment, in dem die Handylichter hochgehen und der ganze Raum mitsingt.
Typische Set-Opener der Band waren in den letzten Jahren vor allem Searching with My Good Eye Closed, Been Away Too Long oder Let Me Drown. Damit haben Soundgarden direkt auf Anschlag geschaltet: drückende Gitarren, ungerade Takte, und Cornell, der schon im ersten Song zeigt, dass er keine Aufwärmphase braucht. In einer kuratierten Show würde man sehr wahrscheinlich mit so einem Brecher starten – einfach, um sofort klarzumachen: Das hier ist keine seichte Nostalgie-Veranstaltung, sondern pure, kantige Energie.
Zu den sicheren Fan-Favoriten in einer modernen Setlist würden gehören:
- Spoonman – mit seinem ikonischen Percussion-Groove, der live immer etwas roher und härter klang als auf Platte.
- Outshined – einer der grungigsten Tracks im Katalog, dessen Refrain sich in jeder Halle wie ein kollektiver Befreiungsschrei anfühlt.
- Rusty Cage – schnell, aggressiv, perfekt, um einen Moshpit zu entzünden.
- Fell on Black Days – langsam, düster, emotional, als Kontrastprogramm zu den Up-Tempo-Brettern.
- The Day I Tried to Live – melodisch komplex, mit diesen typischen Soundgarden-Harmonien, die einen im Kopf noch Tage später begleiten.
Schaut man auf alte Europa-Shows, tauchen immer wieder besondere Momente auf: Cover-Versionen (zum Beispiel Beatles-Schnipsel im Outro), spontane Verlängerungen von Instrumentalparts oder alternative Tunings, die Kim Thayil live noch dreckiger klingen ließ als auf den Studioaufnahmen. Gerade in Deutschland war die Stimmung oft besonders intensiv – Berichte von Rock-am-Ring-Shows erzählen von massivem Gänsehaut-Faktor, wenn der Regen einsetzte und die Band gleichzeitig Fell on Black Days spielte.
Wenn heute über Tribute-Konzerte gesprochen wird, dann wünschen sich viele Fans genau diese Mischung: nicht nur ein starres Durchspielen der größten Hits, sondern eine gewisse Rauheit, Fehlerfreundlichkeit und Spontanität. Soundgarden waren nie eine Band, die wie eine perfekt polierte Maschine klang. Das Live-Feeling lebte von Ecken und Kanten: der Bass, der manchmal leicht übersteuert; Drums, die sich in ungeraden Takten fast überschlagen; Gitarren, die bewusst nicht nach Lehrbuch gestimmt sind. Wer die Songs live interpretiert, muss das respektieren, statt alles glattzubügeln.
Spannend wäre bei künftigen Shows auch die Frage nach der Setlist-Struktur. Würde man sie streng chronologisch bauen – also von Ultramega OK über Louder Than Love, Badmotorfinger, Superunknown bis zu Down on the Upside und King Animal? Oder eher thematisch – heavy Songs gebündelt, dann die melancholischen Midtempo-Nummern, dann zum Schluss die Hymnen? Für viele Fans wäre ein Mittelweg ideal: Anfangs Fokus auf die härteren 90er-Sachen wie Jesus Christ Pose und Rusty Cage, zur Mitte hin die nachdenklicheren Stücke, zum Finale ein Block aus Black Hole Sun, Spoonman und Burden in My Hand.
Auch der Sound im Venue spielt eine riesige Rolle. Soundgarden-Liveshows waren nie ultra-clean, sondern dick, tief und manchmal fast überwältigend laut. Wer das heute in einer Arena oder einem großen Club nachbildet, muss die Bässe mutig reinziehen, die Mitten der Gitarren nicht entschärfen und vor allem den Gesang nicht steril bearbeiten. Cornell war live oft etwas rauer, brüchiger als auf Platte – genau das machte die Magie aus. Eine zu glatte Bearbeitung würde Fans eher rauswerfen, als sie abzuholen.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Auf Reddit, TikTok und in deutschen Facebook-Gruppen zu Grunge überschlagen sich derzeit die Spekulationen. Ein wiederkehrendes Thema: Kommt ein bisher unveröffentlichtes Soundgarden-Album – oder zumindest eine Sammlung von Demos, an denen Chris Cornell noch gearbeitet hat?
In mehreren Threads behaupten vermeintliche Insider, dass in den letzten Studio-Sessions der Band deutlich mehr Material entstanden sei, als letztlich auf King Animal gelandet ist. Einige sprechen von mindestens einem Dutzend Songs, die strukturell fast fertig gewesen seien. Andere verweisen auf Interviews aus den frühen 2010ern, in denen Cornell andeutete, dass man in kreativer Hochform sei und noch viele Ideen auf der Liste habe. Die große Frage: Dürfen diese Songs jemals erscheinen – und wenn ja, wann und in welcher Form?
Ein Teil der Community ist skeptisch. Sie argumentieren, dass halbfertige Demos ohne Cornells aktiven Input in der Postproduktion nicht das wiedergeben könnten, was die Band gewollt hätte. Lieber keine künstlich gestückelten Releases als eine nachträglich zurechtgeschnittene Version von Soundgarden. Andere Fans sehen das entspannter: Sie würden lieber eine unperfekte, vielleicht sogar roh klingende Sammlung von Skizzen hören, statt gar nichts zu bekommen.
Ein weiteres großes Spekulationsthema sind Tribute-Konzerte mit prominenten Gastsänger:innen. Namen, die regelmäßig fallen, sind unter anderem Eddie Vedder, Jerry Cantrell, Corey Taylor oder jüngere Stimmen aus der Alternative-Szene, die klar von Cornell beeinflusst wurden. Vor allem auf TikTok tauchen Edit-Videos auf, in denen Vocals von anderen Sänger:innen auf Soundgarden-Instrumentals gelegt werden – als Fantasie-Collabs. Die Community diskutiert dann, wer am ehesten die emotionale Tiefe und die technische Range von Cornell transportieren könnte, ohne es wie eine reine Kopie wirken zu lassen.
In deutschen Gruppen wird zusätzlich gemunkelt, dass große Festivals wie Rock am Ring oder Hurricane zumindest an die Idee gedacht haben könnten, spezielle Grunge-Tribute-Slots zu kuratieren – ein Abendblock, in dem unterschiedliche Bands jeweils ein bis zwei Soundgarden-Songs interpretieren. Bestätigt ist nichts, aber Fans posten regelmäßig Wunsch-Setlists, Line-up-Skizzen und sogar selbst gestaltete Festivalposter mit Soundgarden Tribute Allstars als Headliner.
Auch Ticketpreise spielen in den Diskussionen eine Rolle – allerdings eher vorbeugend. Viele Fans befürchten, dass mögliche Allstar-Events oder Tribute-Shows in einer Preisklasse landen könnten, die normale Konzertgänger:innen abschreckt, vor allem, wenn der Hype durch Dokus oder neue Releases vorher stark angefeuert wird. Aus anderen Reunion- und Legacy-Projekten der letzten Jahre weiß man, wie schnell Preise jenseits der 100-Euro-Marke aufgerufen werden, sobald ein großer Kultfaktor im Spiel ist. In den Kommentaren liest man deshalb häufig Forderungen nach gestaffelten Preisen, Fan-Presales und fairen Kontingenten für echte Community-Mitglieder.
Außerdem kursieren Theorien rund um eine mögliche, große Doku-Serie im Streaming-Bereich. Mehrere User verweisen auf den Trend zu mehrteiligen Musik-Dokus, die nicht nur den Aufstieg, sondern auch die dunklen Kapitel einer Bandgeschichte beleuchten. Soundgarden bieten dafür mehr als genug Stoff: der Weg aus dem Underground von Seattle, der weltweite Durchbruch mit Superunknown, Spannungen innerhalb der Band, die Auflösung in den späten 90ern, Cornells Solo-Karriere und schließlich die Reunion. Dass so ein Projekt früher oder später kommt, halten viele für quasi sicher – die Frage ist nur, wer es produziert und wie offen die Beteiligten über sensible Themen sprechen würden.
Und dann wäre da noch die Spekulation, wie sehr Soundgarden in zukünftigen Games, Serien und Filmen präsent sein werden. Auf Twitter/X wünschen sich Fans eine prominent platzierte Soundgarden-Playlist in den nächsten AAA-Games oder bei großen Netflix-Serien. Hintergrund: Viele Jüngere haben Nirvana, Alice in Chains und Pearl Jam erst durch Serien wie 13 Reasons Why oder Games mit 90er-Soundtrack entdeckt. Wenn Black Hole Sun oder Rusty Cage in einer neuen Hype-Serie landen, könnte das den aktuellen Trend noch einmal heftig verstärken – inklusive neuer Vinyl-Nachpressungen und Merch-Drops.
Alle Daten auf einen Blick
Auch wenn aktuell keine offizielle Deutschland-Tour von Soundgarden existiert, lassen sich einige wichtige Eckdaten, historische Shows und potenzielle Zeitfenster für kommende Projekte zusammenfassen. Die folgende Tabelle bündelt zentrale Infos, die für dich als Fan interessant sind:
| Jahr / Zeitraum | Event / Release | Ort / Region | Hinweis für deutsche Fans |
|---|---|---|---|
| Frühe 1990er | Europa-Tourneen zu Badmotorfinger | u.a. Berlin, Hamburg | Legendäre Clubshows, die bis heute in Foren gefeiert werden; Bootlegs kursieren online. |
| 1994–1995 | Superunknown-Ära | Festivals & Hallen in Europa | Höhepunkt des kommerziellen Erfolgs; Setlists mit Black Hole Sun, Spoonman, Fell on Black Days. |
| Späte 1990er | Auflösung der Band | weltweit | Keine Shows, Fokus auf Solo-Projekte; deutsche Fans folgen vor allem Cornells Solo-Karriere. |
| 2010–2013 | Reunion & King Animal | Europa- und Festivalshows | Soundgarden wieder bei großen Festivals; viele deutsche Fans sehen die Band erstmals live. |
| 2017 | Tod von Chris Cornell | Detroit (USA) | Weltweite Schockwelle, spontane Tribute-Veranstaltungen auch in Deutschland. |
| 2020er | Juristische Auseinandersetzungen um Demos | USA, global relevant | Entscheidend dafür, ob neues Material oder Archiv-Releases erscheinen können. |
| Seit ca. 2022 | TikTok- & Streaming-Hype | international | Soundgarden erreichen verstärkt jüngere Hörer:innen; Plays in Deutschland steigen sichtbar. |
| 2025–2027 (vermutet) | Mögliche Deluxe-Reissues / Doku-Projekte | noch offen | Gerüchte über erweiterte Album-Editionen, 4K-Remaster von Videos und Doku-Serien. |
| künftige Festival-Saisons | Potenzielle Tribute-Shows | möglicherweise Rock am Ring, Hurricane u.a. | Noch nicht bestätigt, aber stark gewünschtes Format in deutschen Fan-Communities. |
Häufige Fragen zu Soundgarden
Um den aktuellen Hype und die vielen offenen Fragen etwas zu sortieren, haben wir die wichtigsten Themen rund um Soundgarden gesammelt – mit ausführlichen Antworten, die dir auch beim nächsten Nerd-Talk in der WG-Küche helfen.
1. Wird es jemals ein neues Soundgarden-Album geben?
Ein klassisches neues Studioalbum mit Chris Cornell am Mikro wird es nicht geben, das ist klar. Was aber realistisch ist: eine Zusammenstellung von Demos, Outtakes und unveröffentlichten Songs aus den Sessions der letzten Jahre vor seinem Tod. Immer wieder tauchen Hinweise auf, dass es Material gibt, an dem die Band gemeinsam gearbeitet hat, das aber nie fertiggestellt wurde.
Ob daraus ein komplettes Album oder eher ein Hybrid aus Demos, Live-Versionen und alternativen Mixen wird, hängt von mehreren Faktoren ab: juristische Klärungen, der Wille der Band, der Meinung der Familie von Cornell und der Frage, ob man das Ergebnis als respektvolle Veröffentlichung empfindet. Für Fans in Deutschland bedeutet das: Bleib entspannt, rechne nicht mit einem klassischen Comeback-Album, aber halte die Augen offen für mögliche Archiv-Releases oder Deluxe-Neuauflagen, die zusätzliche Songs enthalten.
2. Gibt es konkrete Pläne für Soundgarden-Konzerte in Deutschland?
Nein, aktuell gibt es keine bestätigten Tourdaten von Soundgarden – weder weltweit noch speziell für Deutschland. Da Chris Cornell nicht mehr lebt, wäre jede Form von Live-Aktivität ohnehin ein Sonderfall: Tribute-Shows, einmalige Festivalformate oder Special-Gigs mit Gastsänger:innen. Genau darüber wird gerade spekuliert.
Realistisch wäre eher, dass große Festivals oder Veranstalter spezielle Tribute-Sets kuratieren, in denen andere Künstler:innen Soundgarden-Songs spielen. Denkbar wären auch einmalige Abende in Städten wie Berlin oder Hamburg, bei denen befreundete Musiker:innen und wegweisende Stimmen aus der Szene gemeinsam auftreten. Wenn so etwas kommt, taucht es in der Regel zuerst auf den Social-Accounts der Bandmitglieder, der offiziellen Website und in den Programmansagen der Festivals auf.
3. Warum sind Soundgarden gerade bei Gen Z plötzlich wieder so angesagt?
Der Mix aus düsteren Harmonien, starken Refrains und emotional extrem geladenen Texten passt krass gut in die aktuelle Mood von Gen Z. Viele strugglen mit Themen wie mentaler Gesundheit, gesellschaftlichem Druck und Zukunftsangst – genau das war bei Soundgarden schon in den 90ern präsent, nur eben in einer anderen Sprache und ohne Insta-Filter.
Dazu kommt der Algorithmus-Effekt: Wenn ein paar größere TikTok-Accounts einen Song wie Black Hole Sun oder Fell on Black Days für Edits nutzen, landet der Track in massenhaft For You Pages. Leute klicken auf den Sound, rutschen in Playlists, und plötzlich läuft Soundgarden neben aktuellen Emo-Rappern, Dark-Pop-Acts und Hyperpop-Künstler:innen. Die Band wird so nicht mehr nur als 90er-Rocklegende gesehen, sondern als Soundtrack für sehr heutige Gefühle.
4. Welche Soundgarden-Alben sollte ich hören, wenn ich neu einsteige?
Wenn du komplett frisch in das Thema einsteigst, führt kein Weg an Superunknown vorbei. Das Album von 1994 ist für viele das Meisterwerk: Black Hole Sun, Spoonman, , The Day I Tried to Live – ein Hit nach dem anderen, aber trotzdem kein glattgebügeltes Radio-Album. Es ist dunkel, schwer, aber gleichzeitig extrem eingängig.
Wenn du es härter und kantiger magst, schnapp dir Badmotorfinger. Songs wie Rusty Cage, Outshined oder Jesus Christ Pose zeigen die Band auf Angriff: krumme Takte, ungewöhnliche Gitarrenstimmungen, aggressiver Gesang. Für viele Metal- und Hardcore-Fans ist das der Einstieg gewesen.
Spannend ist auch Down on the Upside, weil man hier merkt, wie die Band experimentiert – mehr Akustik, ungewöhnliche Songstrukturen, eine gewisse Aufbruchstimmung. Und wenn du wissen willst, wie eine gereifte, wiedervereinte Band klingt, ist King Animal Pflicht: moderner produziert, aber mit den typischen Soundgarden-DNA-Spuren an jeder Ecke.
5. Wie unterscheidet sich Soundgarden von anderen Grunge-Bands wie Nirvana oder Pearl Jam?
Während Nirvana stärker auf Punk-Energie und einfache, aber extrem effektive Hooks gesetzt haben und Pearl Jam oft eher klassisch-rockig und bluesig unterwegs waren, waren Soundgarden die vielleicht verkopfteste Band der großen Seattle-Namen – im besten Sinne. Viele Songs nutzen ungerade Takte, verrückte Tunings und Harmonien, die eher an Prog oder 70er-Hardrock erinnern, nur eben durch den Filter der frühen 90er.
Dazu kommt Cornells Stimme: ein riesiger Tonumfang, der sowohl im sanften Falsett als auch im brutalen Schrei funktioniert. Kombiniert mit Kim Thayils Gitarrenarbeit – schräg, heavy, nie vorhersehbar – ergab das einen Sound, der sich von den eher geradlinigen Grunge-Kollegen deutlich abhebt. Wenn du die Szene durchbingen willst, ist Soundgarden der Act, der am meisten wächst, je öfter du hinhörst.
6. Wie sollte man heute noch mit dem Thema Chris Cornell umgehen?
Für viele Fans ist Cornells Tod immer noch schwer zu greifen. Die beste Art, damit umzugehen, ist wahrscheinlich eine Mischung aus Respekt, Offenheit und Bewusstsein für mentale Gesundheit. Statt nur auf die tragische Seite zu starren, lohnt es sich, genauer zuzuhören, was er in seinen Texten verarbeitet hat: Einsamkeit, Überforderung, Selbstzweifel, aber auch Hoffnungsmomente und Kampfgeist.
Wenn du tiefer einsteigen willst, helfen Interviews, in denen er über seine eigenen Struggles spricht, aber auch Gespräche mit Bandkollegen, die versuchen, die Geschichte einzuordnen. Gleichzeitig ist es wichtig, Grenzen zu respektieren: Nicht jede Spekulation über Ursachen oder letzte Stunden bringt irgendwem etwas. Sinnvoller ist, das Thema als Anlass zu nehmen, in der eigenen Bubble offener über mentale Gesundheit zu sprechen – und bei sich selbst oder anderen früh hinzuschauen, wenn etwas nicht stimmt.
7. Wo bekomme ich verlässliche Infos zu künftigen Projekten und Releases?
In Zeiten von Fake-Leaks und Clickbait ist das eine berechtigte Frage. Grundregel: Vertraue zuerst auf offizielle Kanäle – die Band-Website, verifizierte Social-Media-Accounts der verbliebenen Mitglieder und seriöse Musikmedien. Wenn irgendwo plötzlich ein angebliches Release-Datum für ein neues Soundgarden-Album ohne Quelle auftaucht, ist Skepsis angebracht.
Fan-Communities auf Reddit, in deutschen Facebook-Gruppen oder auf Discord sind super, um Stimmungen und erste Gerüchte mitzubekommen, aber sie ersetzen keine offizielle Bestätigung. Wenn dir ein Thema wichtig ist – zum Beispiel, ob ein bestimmter Live-Mitschnitt endlich veröffentlicht wird – schau, ob es Statements von Leuten gibt, die nachweislich mit der Band arbeiten oder gearbeitet haben. Und: Speichere dir die offiziellen Kanäle in deinen Favoriten, damit du im News-Gewitter nicht auf irgendwelche Fake-Profile reinfällst.
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