Somatische, Schnelle

Somatische Übungen: Schnelle Hilfe bei akutem Stress

24.01.2026 - 04:54:11

Körperbasierte Techniken wie Grounding und der Physiological Sigh helfen, das überreizte Nervensystem direkt zu beruhigen und bieten diskrete Soforthilfe in akuten Stressmomenten.

Chronischer Stress bestimmt für viele den Alltag. Körperorientierte Somatische S-O-S-Übungen versprechen hier schnelle Abhilfe. Sie helfen, das überreizte Nervensystem direkt zu beruhigen und aus dem Alarmmodus zu finden.

Die Techniken basieren auf dem Prinzip der „somatisch orientierten Sicherheit“. Sie nutzen die Weisheit des Körpers, um in akuten Stressmomenten das Gleichgewicht wiederherzustellen. Ihre Wurzeln liegen in der modernen Traumaforschung.

Wie der Körper Stress auflöst

Der Begriff „somatisch“ kommt vom griechischen „Soma“ für Leib. Die Übungen sind sanfte, achtsame Praktiken. Ihr Ziel ist nicht Leistung, sondern das bewusste Hineinspüren in den Körper.

Die Idee dahinter: Hohe emotionale Erregung wie Stress oder Angst manifestiert sich körperlich. Daher braucht es auch eine körperliche Antwort zur Regulation. Reine Zusprache reicht oft nicht, um ein übererregtes Nervensystem zu besänftigen.

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Vier schnelle Übungen für den Notfall

Diese Techniken signalisieren dem Nervensystem sofort Sicherheit. Sie sind diskret und überall anwendbar.

  • Orientierung im Raum: Lassen Sie Ihren Blick langsam durch den Raum schweifen. Nehmen Sie absichtslos Farben, Formen und Lichtquellen wahr. Dies signalisiert dem Gehirn: „Keine unmittelbare Gefahr“.

  • Grounding (Erdung): Spüren Sie bewusst den Kontakt zum Boden. Verlagern Sie Ihr Gewicht langsam von einem Fuß auf den anderen. Oder fühlen Sie, wie der Stuhl Sie trägt. Das vermittelt Halt.

  • Der „Physiological Sigh“: Diese Atemtechnik beruhigt nachweislich schnell. Atmen Sie tief ein, holen Sie kurz noch einmal Luft, um die Lunge voll zu machen, und atmen Sie dann lange und langsam aus.

  • Neurogenes Zittern: Sanftes, bewusstes Schütteln der Arme oder Beine baut aufgestaute Stressenergie ab. Tiere nutzen diesen instinktiven Mechanismus, um Anspannung nach einer Bedrohung loszulassen.

Die Wissenschaft hinter den Übungen

Die Entwicklung somatischer Ansätze ist eng mit zwei Pionieren verbunden:

  • Dr. Peter A. Levine beobachtete, dass Wildtiere selten traumatisiert sind. Sie schütteln Stress instinktiv ab. Seine Methode Somatic Experiencing® hilft, diese eingefrorene Energie durch sanfte Körperwahrnehmung zu lösen.

  • Dr. Stephen Porges‘ Polyvagal-Theorie erklärt die Rolle des Vagusnervs. Er reguliert unsere sozialen und Stressreaktionen. Übungen wie Summen oder sanfte Berührung aktivieren den beruhigenden Zweig dieses Nervs.

Vom Trend zum Paradigmenwechsel

Der Boom somatischer Übungen markiert einen Wandel im Gesundheitsverständnis. Die reine Kopfarbeit rückt in den Hintergrund, ein ganzheitlicher Ansatz gewinnt an Bedeutung. Der Körper wird als zentraler Akteur für emotionales Wohlbefinden anerkannt.

Die einfache Anwendbarkeit macht die Techniken alltagstauglich. Sie erfordern keine Ausrüstung und wirken innerhalb weniger Minuten – ob im Büro oder in der Bahn.

Experten gehen davon aus, dass diese körperbasierten Techniken künftig eine größere Rolle in der Prävention spielen werden. Die Integration in Therapie, Schulen und Unternehmen dürfte weiter zunehmen.

@ boerse-global.de