SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: Roze AI mit 100 Milliarden Dollar

02.06.2026 - 19:32:31 | boerse-global.de

SoftBank-Chef Son sieht in Physical AI den nächsten großen Trend. Trotz hoher Abhängigkeit von Arm und OpenAI treiben Roboter-Pläne die Aktie.

SoftBank Aktie: Roze AI mit 100 Milliarden Dollar - Bild: über boerse-global.de
SoftBank Aktie: Roze AI mit 100 Milliarden Dollar - Bild: über boerse-global.de

Masayoshi Son setzt den nächsten großen Marker. Nach dem KI-Boom sieht der SoftBank-Chef humanoide und industrielle Robotik als nächsten Billionenmarkt. Der Kern dahinter: künstliche Intelligenz soll nicht nur rechnen, sondern physisch handeln.

Das kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die SoftBank-Aktie hat stark zugelegt, die Hauptversammlung rückt näher, und der Konzern hängt stark an wenigen großen KI-Wetten.

Son sieht Robotik als nächste Stufe

Son spricht von „Physical AI“ als zentralem Thema. Gemeint ist KI, die Roboter in Fabriken, Rechenzentren oder anderen realen Umgebungen steuert. Für SoftBank wäre das mehr als ein neues Investmentfeld. Es wäre der nächste Versuch, früh einen globalen Plattformtrend zu besetzen.

Eine KI-Blase weist Son nicht grundsätzlich zurück. Er räumt ein, dass es Korrekturen geben kann. Solche Rücksetzer sieht er aber eher als Chance. Die KI-Revolution sei aus seiner Sicht wohl „50-mal größer“ als der Dotcom-Boom.

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Diese Aussage passt zu Sons Stil. SoftBank setzt selten klein an. Der Konzern sucht große Märkte, nimmt hohe Schwankungen in Kauf und bündelt Kapital in wenigen starken Thesen. Genau das macht die Aktie spannend, aber auch anfällig.

Arm und OpenAI dominieren das Profil

Die Konzentration bleibt der zentrale Punkt. Arm macht mehr als die Hälfte des Nettovermögenswerts von SoftBank aus. OpenAI steht für etwas mehr als ein Fünftel. Damit hängt der Wert des Konzerns stark an zwei KI-Namen.

Son sieht darin kein Übergewicht bei OpenAI. Er erwartet, dass das Unternehmen sehr erfolgreich wird. SoftBank hat bereits massiv Kapital in den KI-Entwickler gesteckt.

Im Geschäftsjahr bis Ende März investierte der Konzern 32,4 Milliarden Dollar in OpenAI. Weitere 30 Milliarden Dollar sind zugesagt. Die Bewertungsfantasie ist entsprechend groß.

Auch Arm bleibt ein Schlüssel. Die Chipdesigns des britischen Unternehmens spielen in KI-Servern und Rechenzentren eine wichtige Rolle. SoftBank profitiert damit indirekt vom Ausbau der KI-Infrastruktur.

Große Pläne für Physical AI

SoftBank hat die Robotik-These bereits mit echten Deals unterlegt. Im Oktober kaufte der Konzern die Robotiksparte von ABB für 5,4 Milliarden Dollar. Das Ziel: den Einstieg in „Physical AI“ beschleunigen.

Noch größer wirkt das geplante Projekt Roze AI. SoftBank prüft für das neue KI-Robotik-Unternehmen einen Börsengang mit einer Bewertung von 100 Milliarden Dollar. Das Unternehmen soll unter anderem autonome Roboter für den Bau von Rechenzentren nutzen.

Mehrere große Investmentbanken arbeiten an dem Vorhaben. Im Gespräch sind Goldman Sachs, JPMorgan, Mizuho und Morgan Stanley. Einige Manager peilen eine Notierung in der zweiten Jahreshälfte 2026 an.

Damit verbindet SoftBank zwei Trends. Rechenzentren brauchen enorme Investitionen, KI braucht mehr Infrastruktur, und Robotik könnte diese Infrastruktur schneller aufbauen. Das dürfte spannend werden.

Rekordlauf vor der Hauptversammlung

Die Aktie notierte am 2. Juni 2026 bei 8.632 Yen. In den vergangenen zwölf Monaten reichte die Spanne von 1.835,3 Yen bis 9.074,0 Yen. Der Markt hat also bereits viel Zukunft eingepreist.

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Operativ lieferte SoftBank Rückenwind. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr bis Ende März um 7,7 Prozent. Der Nettogewinn der Eigentümer sprang auf 5.002,271 Milliarden Yen.

Nun richtet sich der Blick auf die Hauptversammlung am 24. Juni 2026. SoftBank will sieben aktuelle Direktoren wiederwählen lassen. Dazu sollen zwei neue externe Direktoren in den Verwaltungsrat einziehen.

Vorgeschlagen sind Tetsuji Ohashi, Senior Adviser bei Komatsu, und Miwa Ohmori, externe Direktorin bei Mizuho Securities. Masami Iijima und Keiko Erikawa sollen das Gremium verlassen. Der Konzern betont damit weiter externe Kontrolle.

Ein möglicher OpenAI-Börsengang bleibt der wichtigste Kurstreiber. Sam Altman favorisiert offenbar einen Start im September. Die letzte private Finanzierungsrunde bewertete OpenAI mit 852 Milliarden Dollar, ein IPO könnte die Marke von einer Billion Dollar testen.

Für SoftBank zählt nun, ob der Markt den hohen Abschlag auf die Beteiligungsstruktur reduziert. Dieser lag über fünf Jahre im Schnitt bei rund 50 Prozent. Anfang 2025 weitete er sich auf 55 bis 60 Prozent aus. Gelingt OpenAI ein starker Börsenstart, könnte genau dieser Abschlag wieder neu verhandelt werden.

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