SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: Mega-Campus in Ohio

21.03.2026 - 05:12:52 | boerse-global.de

SoftBank errichtet in Ohio einen KI-Datencampus mit 10 Gigawatt Leistung und investiert Milliarden in eigene Energieversorgung, um regulatorische Hürden zu umgehen.

SoftBank Aktie: Mega-Campus in Ohio - Foto: über boerse-global.de
SoftBank Aktie: Mega-Campus in Ohio - Foto: über boerse-global.de

SoftBank baut. Und zwar in einem Ausmaß, das selbst für amerikanische Verhältnisse außergewöhnlich ist. Am heutigen Freitag kündigte der japanische Technologieinvestor an, im US-Bundesstaat Ohio einen KI-Datencampus mit einer Leistungskapazität von 10 Gigawatt zu errichten — potenziell das größte KI-Rechenzentrum der Welt.

Ein ehemaliges Uranwerk als Fundament

Das Projekt entsteht auf einem 1.500 Hektar großen Gelände in Pike County, das früher zur Urananreicherung genutzt wurde. Partner sind das US-Energieministerium und der Energieversorger AEP Ohio. Den enormen Strombedarf will SoftBank größtenteils selbst decken: Gemeinsam mit seinen Partnern sind 33,3 Milliarden Dollar für einen eigenen Energiepark geplant, der 9,2 Gigawatt aus Gaskraftwerken liefern soll — vergleichbar mit der Leistung von neun Kernreaktoren. SoftBanks Erneuerbare-Energie-Tochter SB Energy investiert zusätzlich 4,2 Milliarden Dollar in Netzausbau.

Die erste Ausbaustufe mit 800 Megawatt Kapazität soll bis Anfang 2028 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten dieser Phase, inklusive spezialisierter KI-Chips, werden auf 30 bis 40 Milliarden Dollar geschätzt. Die vollständige Stromversorgung aus den Gaskraftwerken ist für 2029 geplant, der Baubeginn noch für dieses Jahr.

Infrastruktur statt Investmentfonds

Der Ohio-Campus ist Teil einer umfassenderen Zusage SoftBanks, 550 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. CEO Masayoshi Son beschreibt das langfristige Potenzial des Projekts als 500-Milliarden-Dollar-Infrastrukturvorhaben.

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Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Das Weiße Haus veröffentlichte heute ebenfalls ein neues KI-Gesetzgebungspaket, das Genehmigungsverfahren für energieintensive Rechenzentren vereinfachen soll. Konkret werden Anlagen bevorzugt, die ihren Strom selbst erzeugen — genau das plant SoftBank. Damit umgeht das Unternehmen nicht nur Engpässe im öffentlichen Netz, sondern schützt sich auch vor regulatorischem Druck wegen steigender Strompreise für Privathaushalte.

Das Ohio-Projekt markiert einen strategischen Wandel: SoftBank entwickelt sich vom reinen Kapitalgeber zum Bauherrn physischer KI-Infrastruktur. Wie tragfähig dieses Modell ist, werden unter anderem die Ergebnisse rund um das Arm-Holdings-Produktevent am 24. März zeigen — BofA Securities stuft die Aktie aktuell mit „Neutral" ein.

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