SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: Anleihe mit Warnsignal

10.04.2026 - 14:44:25 | boerse-global.de

SoftBank emittiert eine 418-Milliarden-Yen-Hybridanleihe, um bestehende Schulden zu refinanzieren und Kapital für Investitionen in KI, insbesondere OpenAI, zu beschaffen. Ratingagenturen zeigen sich besorgt.

SoftBank Aktie: Anleihe mit Warnsignal - Foto: über boerse-global.de

SoftBank hat die Konditionen für eine Hybridanleihe im Volumen von 418 Milliarden Yen finalisiert – umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro. Das Geld fließt primär in die Refinanzierung bestehender Hybridnoten, die im Juni 2026 ihren ersten freiwilligen Kündigungstermin erreichen. Hinter der Transaktion steckt jedoch mehr als routinemäßiges Schuldenmanagement.

Die Konditionen im Detail

Die 35-jährigen nachrangigen Anleihen richten sich hauptsächlich an Privatanleger in Japan. In den ersten fünf Jahren gilt ein fester Zinssatz von 4,97 Prozent pro Jahr. Danach wechselt die Verzinsung auf einen variablen Satz – basierend auf dem einjährigen japanischen Staatsanleihen-Zins zuzüglich eines Aufschlags von 3,133 Prozent sowie einer Step-up-Klausel. Die Japan Credit Rating Agency bewertet die Emission mit BBB+.

Der Zeichnungszeitraum läuft vom 13. bis 21. April 2026, die offizielle Ausgabe erfolgt am 22. April. Ab April 2031 kann SoftBank die Anleihen zu jedem Zinszahlungstermin vorzeitig kündigen.

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Kapital für die KI-Offensive

Die Yen-Emission ist nur ein Baustein einer umfassenderen Finanzierungsstrategie. Parallel bereitet SoftBank Corp., die Tochtergesellschaft des Konzerns, ihre erste Euro-Anleihe vor. Investorengespräche für Tranchen mit sechs- und zehnjähriger Laufzeit begannen bereits am 9. April.

Gleichzeitig prüft SoftBank Group die Aufnahme von bis zu 40 Milliarden US-Dollar über den Kreditmarkt – vorrangig zur Finanzierung des Engagements beim KI-Unternehmen OpenAI. Das wäre die größte Dollar-Kreditaufnahme in der Konzerngeschichte.

Die aggressive Expansion in Richtung KI hat Ratingagenturen aufmerksam gemacht. S&P Global Ratings stufte den Ausblick für SoftBank Group zuletzt auf negativ herab und verwies auf die wachsenden Risiken durch das OpenAI-Exposure und den steigenden Finanzierungsbedarf. Der Konzern setzt seine Kapitalbeschaffung auf mehreren Kanälen dennoch konsequent fort.

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