SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: 457 Millionen in Graphcore-Hardware

14.05.2026 - 21:36:18 | boerse-global.de

Der japanische Konzern treibt seine Hardware-Strategie voran und meldet Rekordgewinne, während die Finanzierungskosten steigen.

SoftBank Aktie: 457 Millionen in Graphcore-Hardware - Foto: über boerse-global.de
SoftBank Aktie: 457 Millionen in Graphcore-Hardware - Foto: über boerse-global.de

SoftBank schiebt seine KI-Strategie tiefer in die Hardware-Schicht. Der japanische Konzern steckt 457 Millionen Dollar in Graphcore, den britischen KI-Chipentwickler, den er 2024 übernommen hat. Das passt zu Masayoshi Sons größerem Plan: weniger nur Beteiligungen, mehr Kontrolle über die Infrastruktur hinter künstlicher Intelligenz.

Der Zeitpunkt ist brisant. Rekordgewinne zeigen, wie stark SoftBank von der Neubewertung seiner KI-Assets profitiert. Die Finanzierungskosten zeigen aber auch, wie teuer diese Strategie inzwischen wird.

Graphcore wird Teil des Hardware-Plans

Graphcore erhielt die Kapitalspritze über die Ausgabe einer einzelnen Aktie. Die Transaktion wurde am 10. April registriert. Die Summe gilt nur als Teil der Mittel, die SoftBank in diesem Jahr für das Unternehmen vorgesehen hat.

Graphcore soll mit SoftBank an Technologien für künstliche allgemeine Intelligenz arbeiten, also an Systemen, die menschliche Fähigkeiten erreichen oder übertreffen könnten. Vor der Übernahme galt Graphcore zeitweise als potenzieller Herausforderer von Nvidia, fand kommerziell aber nie den großen Durchbruch.

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SoftBank will nun mehr von der KI-Wertschöpfungskette selbst abdecken. Dazu zählen Chips, Rechenzentren und die Systeme, auf denen große Modelle laufen. Mit Ampere Computing hat der Konzern bereits einen weiteren Halbleiter-Spezialisten übernommen.

Eine wichtige Rolle dürfte Indien spielen. Graphcore plant einen KI-Campus in Bengaluru mit Investitionen von bis zu einer Milliarde Pfund. Dort sollen Hunderte Ingenieure in Chipdesign, Software und KI-Infrastruktur arbeiten.

Rekordgewinn mit Schattenseite

Die jüngsten Zahlen unterstreichen die Wucht der KI-Wette. Im Quartal bis Ende März sprang der zurechenbare Nettogewinn auf 1,829 Billionen Yen, nach 517,18 Milliarden Yen im Vorjahr. Die Markterwartungen lagen deutlich darunter.

Finanzchef Yoshimitsu Goto sprach vom größten Jahresgewinn, den je ein japanisches Unternehmen erzielt habe. Der Haupttreiber war der Vision Fund, der im Quartal Investmentgewinne von 3,1 Billionen Yen verbuchte. Den größten Beitrag lieferte die Beteiligung an OpenAI.

Diese Seite der Bilanz glänzt. Die andere wird schwerer. Die Finanzierungskosten stiegen im vierten Quartal auf 229,4 Milliarden Yen, weil SoftBank seine KI-Investitionen stärker über Fremdkapital finanziert.

Der Konzern hat noch 17,5 Milliarden Dollar an Verpflichtungen aus einer Brückenfinanzierung offen. Für OpenAI ist 2026 eine weitere Investition von 30 Milliarden Dollar vorgesehen. Damit würde SoftBanks Gesamtzusage auf 64,6 Milliarden Dollar steigen.

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Kreditgeber werden vorsichtiger

Nicht jeder Finanzierer will diese Dynamik im gleichen Tempo mitgehen. SoftBank hat Pläne für einen Margin-Kredit auf Basis der OpenAI-Beteiligung von ursprünglich 10 Milliarden Dollar reduziert. In Gesprächen war auch ein niedrigeres Volumen von 6 Milliarden Dollar im Gespräch.

Das Problem liegt in der Bewertung. OpenAI ist nicht börsennotiert, was die Besicherung für Kreditgeber komplizierter macht. S&P Global Ratings senkte im März den Ausblick für SoftBank von stabil auf negativ.

An der Börse überwiegt vorerst die Fantasie. Die Aktie legte am 13. Mai um 4,7 Prozent auf 6.012 Yen zu, auf Monatssicht steht ein kräftiges Plus. Der Kurs reagiert damit auf dieselbe Mischung, die SoftBank derzeit prägt: enorme KI-Gewinne, wachsender Hardware-Ehrgeiz und eine Bilanz, die dafür immer stärker belastet wird.

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