SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: 3,67 Prozent Rücksetzer nach Jahreshoch

03.06.2026 - 16:08:34 | boerse-global.de

SoftBank verdrängt Toyota als wertvollstes Unternehmen Japans, doch die Aktie gibt nach dem Rekordhoch wieder nach.

SoftBank Aktie: 3,67 Prozent Rücksetzer nach Jahreshoch - Bild: über boerse-global.de
SoftBank Aktie: 3,67 Prozent Rücksetzer nach Jahreshoch - Bild: über boerse-global.de

SoftBank hat Toyota von der Spitze verdrängt – Japans wertvollstes Unternehmen heißt jetzt SoftBank Group. Die Feier währte nur einen Tag. Am 3. Juni gab die Aktie um 3,67 Prozent auf 8.315 Yen nach, nachdem sie am Vortag noch ein Jahreshoch bei 9.074 Yen erreicht hatte.

Der Wechsel an der Spitze ist symbolträchtig. 22 Jahre lang führte Toyota die Rangliste an. Nun steht mit SoftBank ein Konzern ganz oben, dessen Wert sich vor allem aus KI-Beteiligungen und Chip-Investments speist. Die Marktkapitalisierung betrug am Stichtag rund 48,8 Billionen Yen – Toyota lag bei 45,9 Billionen.

KI-Schub treibt die Bewertung

Auslöser der Rally ist ein breiter Umschwung im japanischen Markt: Anleger setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz, Halbleiter und Technologiebeteiligungen. Im Fall von SoftBank spielen zwei Posten die Hauptrolle: der Chipdesigner Arm Holdings, der starke Geschäftszahlen vorlegte, und die milliardenschwere Beteiligung an OpenAI. Die Investitionsrendite aus OpenAI beziffert SoftBank mit 79,6 Milliarden Dollar bei ursprünglichen Kosten von 34,6 Milliarden Dollar.

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Die Geschäftszahlen untermauern den Kurswechsel an der Börse. Für das abgelaufene Geschäftsjahr meldete SoftBank einen Nettogewinn von umgerechnet rund 5 Billionen Yen – im Vorjahr waren es gut 1,15 Billionen. Nettoinventarwert und Pro-forma-Wert übertreffen jeweils die 40-Billionen-Marke, getragen vor allem von Arm und den Vision Funds.

Dämpfer nach dem Rekord

Der Rücksetzer am 3. Juni zeigt jedoch, wie schnell die Stimmung kippen kann. Die Aktie hatte sich seit März mehr als verdoppelt – fast eine Vervierfachung vom Jahrestief zum Hoch. Solche Sprünge machen anfällig für Gewinnmitnahmen, sobald der erste Euphorieschub abebbt.

Die entscheidende Frage für die nächsten Monate: Wie viel der Bewertung ist durch reale Gewinne gedeckt – und wie viel durch Buchgewinne auf KI-Beteiligungen, die jederzeit schmelzen können. SoftBank selbst warnt in seiner Präsentation vor möglichen Abwertungen, falls sich die Marktbedingungen ändern. Der Aktienkurs wird sich daran messen lassen müssen, ob die KI-Blase hält, was die hohe Bewertung verspricht.

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