SoftBank Aktie: 25 Milliarden Dollar OpenAI-Gewinne im Quartal
14.05.2026 - 11:18:06 | boerse-global.deSoftBank liefert ein Rekordquartal, das auf den ersten Blick wie ein Triumph wirkt. Der Kern der Geschichte ist aber enger: Ein Großteil des Gewinnsprungs hängt an OpenAI. Damit wird aus dem starken Ergebnis auch ein Test für das Risiko im Portfolio.
Gewinnsprung mit engem Fundament
Im vierten Geschäftsquartal erzielte SoftBank einen Nettogewinn von 1,83 Billionen Yen. Analysten hatten im Schnitt nur 295,2 Milliarden Yen erwartet. Für das Gesamtjahr meldete der Konzern 5 Billionen Yen Gewinn.
Das ist kein normaler Ergebnisbeat. Die Zahlen zeigen, wie stark SoftBanks Bilanz von Bewertungsänderungen abhängt. Operativ ist das Bild weniger eindeutig.
Der Umsatz stieg um knapp 8 Prozent auf nahezu 7,8 Billionen Yen. Im Vorjahr lagen die Erlöse bei 7,2 Billionen Yen.
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OpenAI treibt das Ergebnis
Der wichtigste Treiber saß im Vision Fund. SoftBank verbuchte im Quartal Bewertungsgewinne von 25 Milliarden Dollar auf OpenAI, schätzt Bloomberg-Intelligence-Analyst Kirk Boodry. Im Vision Fund lag der Gewinn im Schlussquartal bei rund 20 Milliarden Dollar.
Andere Beteiligungen wie Coupang, DiDi Global und Klarna belasteten das Ergebnis. OpenAI überdeckte diese Schwäche. Genau darin liegt der Punkt: Der Konzern wirkt profitabel, aber die Gewinnqualität hängt stark an einer nicht börsennotierten Beteiligung.
Für das Gesamtjahr standen im Vision Fund 46 Milliarden Dollar Gewinn zu Buche. SoftBank hat mehr als 30 Milliarden Dollar in OpenAI investiert. Die Wertgewinne aus dieser Position summierten sich auf 45 Milliarden Dollar.
Kreditrisiko rückt näher
SoftBank baut die Position weiter aus. Einschließlich bereits eingesetzter Mittel und einer geplanten Folgeinvestition soll das OpenAI-Engagement bis Oktober auf 64,6 Milliarden Dollar steigen. Eine erste Tranche von 10 Milliarden Dollar floss bereits.
Im März schloss OpenAI eine Finanzierungsrunde ab, bei der SoftBank eine führende Rolle spielte. Die Bewertung lag bei 852 Milliarden Dollar. Der KI-Entwickler konkurriert hart mit Google und Anthropic.
S&P Global Ratings reagierte bereits im März. Die Agentur senkte den Ausblick für SoftBank von stabil auf negativ und verwies auf die zusätzliche Großinvestition in OpenAI.
S&P sieht Risiken für die „Liquidität der Vermögenswerte“, die Portfolioqualität und den finanziellen Spielraum. Verkäufe von Beteiligungen könnten negative Effekte begrenzen, so die Agentur.
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SoftBank hält dagegen eine dicke Liquiditätsreserve. Ende März lag die Kasse bei 3,5 Billionen Yen. Das deckt mehr als zwei Jahre an fälligen Anleihen.
Arm bleibt der Anker
Arm bleibt der wichtigste börsennotierte Anker im Konzern. Die Marktkapitalisierung hat sich seit dem Börsengang mehr als vervierfacht. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar.
Im KI-Infrastrukturgeschäft legt SoftBank nach. Der Konzern plant 16 Milliarden Dollar für das Stargate-Rechenzentrumsprojekt mit OpenAI und Oracle. Weitere 9 Milliarden Dollar sollen in strategische Zukäufe wie ABB Robotics und DigitalBridge fließen.
Der Rekordgewinn ist damit weniger ein Beweis für breite Stärke als ein Hebel auf OpenAI. Solange die Bewertung des KI-Labors steigt, sieht die Rechnung beeindruckend aus. Kippt die Stimmung bei nicht börsennotierten KI-Werten, rückt SoftBanks Schuldenprofil wieder in den Mittelpunkt.
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