SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: 10-Prozent-Einbruch auf 40,72 Euro

05.06.2026 - 04:05:02 | boerse-global.de

SoftBank verliert zehn Prozent an Wert, nachdem KI-Rivalen Börsengänge anmelden. Die hohe Konzentration auf OpenAI birgt Risiken.

SoftBank Aktie stürzt nach KI-Konkurrenz-IPO-Plänen ab
SoftBank - Abstrakte Darstellung eines starken Kursrückgangs mit rotem Pfeil auf einem digitalen Finanzdisplay vor dunklem Hintergrund. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein starkes Comeback, dann ein harter Rückschlag. SoftBank verlor am Donnerstag rund zehn Prozent seines Börsenwerts in Tokio — ausgelöst durch Nachrichten, die auf den ersten Blick paradox wirken: Nicht schlechte Zahlen, sondern Börsenpläne von OpenAI-Konkurrenten setzten die Aktie unter Druck.

Der Schlusskurs lag bei 40,72 Euro. Über 30 Tage steht trotz des Einbruchs noch ein Plus von gut 21 Prozent — ein Zeichen dafür, wie stark die KI-Euphorie der vergangenen Wochen den Kurs getrieben hatte.

Wenn Konkurrenten an die Börse gehen

Der Auslöser: Anthropic hat vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, und xAI — der OpenAI-Rivale, den SpaceX übernommen hat — plant ebenfalls einen IPO. Für Investoren ist das ein Signal zur Neubewertung. Wer auf OpenAI als dominanten KI-Player gesetzt hat, muss nun einkalkulieren, dass der Markt fragmentierter wird als erhofft.

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SoftBank ist in dieser Hinsicht besonders exponiert. OpenAI macht rund ein Viertel des gesamten Beteiligungsportfolios aus, gemessen am Eigenkapitalwert Ende März. Die geplanten Investitionen in das Unternehmen sollen sich auf insgesamt rund 60 Milliarden Dollar summieren. Eine so konzentrierte Wette funktioniert — solange OpenAIs Bewertung hält. Gelingt der Börsengang nicht zu den erhofften Konditionen, trifft das SoftBank überproportional.

Milliarden für Frankreich

Parallel zur Kurskorrektur gab SoftBank eine der größten Einzelinvestitionen seiner Geschichte bekannt. In Frankreich will der Konzern KI-Rechenzentren mit einer Gesamtkapazität von fünf Gigawatt aufbauen und betreiben. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf bis zu 75 Milliarden Euro. In einer ersten Phase sollen 45 Milliarden Euro fließen, um bis 2031 rund 3,1 Gigawatt Kapazität in der Region Hauts-de-France zu schaffen.

Das Timing ist bemerkenswert: Erst zu Wochenbeginn hatte SoftBank Toyota als wertvollstes japanisches Unternehmen überholt — getragen von eben jener KI-Dynamik, die nun für Gegenwind sorgt.

Der Donnerstag zeigt das Grundproblem der SoftBank-Strategie in aller Schärfe: Ein Portfolio, das auf wenige hochbewertete KI-Wetten konzentriert ist, reagiert auf Stimmungswechsel am Markt mit extremer Volatilität — annualisiert liegt sie bei über 100 Prozent. Solange OpenAIs Bewertung nicht durch einen erfolgreichen Börsengang bestätigt wird, bleibt dieses Risiko real.

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