Sofortabschreibung, ERP

Sofortabschreibung für KI und ERP: Steuervorteil 2026

04.01.2026 - 10:23:11

Die dauerhafte Sofortabschreibung für digitale Wirtschaftsgüter bietet Unternehmen 2026 erhebliche Liquiditätsvorteile und fördert Investitionen in KI und ERP-Systeme.

Deutsche Unternehmen können 2026 die kompletten Kosten für KI-Systeme und ERP-Software sofort steuerlich abschreiben. Diese Regelung bleibt ein zentraler Pfeiler der staatlichen Innovationsförderung.

Mit Beginn des neuen Wirtschaftsjahres diese Woche bestätigen sich erhebliche Steuervorteile für die digitale Transformation. Die sogenannte Sofortabschreibung für digitale Wirtschaftsgüter – insbesondere komplexe ERP-Software und KI-Systeme – bleibt in Kraft. Unternehmen können die Anschaffungs- und Herstellungskosten damit im Jahr des Kaufs vollständig absetzen.

Was fällt unter die 1-Jahres-Regel?

Die Regelung, ursprünglich vom Bundesfinanzministerium (BMF) 2021 eingeführt, behandelt qualifizierende Hard- und Software als abnutzbare Wirtschaftsgüter mit einer „betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer“ von nur einem Jahr. Für 2026 qualifizieren sich:

  • ERP-Software: Umfassende Software-Suiten für die Unternehmensressourcenplanung, inklusive Lizenzen und Implementierungskosten.
  • KI-Systeme: Sowohl Software-Komponenten wie Algorithmen und Modelle als auch die dafür notwendige dedizierte Hardware (Server, Workstations).
  • Peripheriegeräte: Datenverarbeitungsgeräte, die oft mit ERP-Systemen in automatisierten Fertigungsprozessen verbunden sind.

Steuerexperten betonen: Es handelt sich nicht um eine befristete Sonderabschreibung, sondern um eine dauerhafte Anpassung. Das gibt Planungssicherheit für die Investitionsbudgets 2026.

Anzeige

Die neue 1-Jahres-Regel macht IT‑Investitionen sofort liquiditätswirksam. Der kostenlose 19-seitige PDF‑Leitfaden „Abschreibung von A‑Z“ zeigt Schritt für Schritt, wie Sie 100‑%ige Sofortabschreibung, degressive AfA und Sonderabschreibungen optimal für ERP‑ und KI‑Projekte nutzen – inklusive Praxisbeispielen, Buchungshinweisen und Dokumentations‑Checklisten für die Betriebsprüfung. Jetzt Abschreibungs-Report gratis herunterladen

KI-Offensive: Steuerpolitik als Turbo

Die Kontinuität dieser Steuerpolitik unterstützt direkt die „KI-Offensive“ der Bundesregierung. Diese hat das Ziel, bis 2030 zehn Prozent der Wirtschaftsleistung durch KI-basierte Aktivitäten zu generieren.

Indem die Politik die hohen Anfangsinvestitionen für KMU effektiv subventioniert, beseitigt sie eine zentrale Hürde. Marktanalysen erwarten, dass deutsche Mittelständler ihre KI-Ausgaben 2026 um über 18 Prozent steigern werden – ein Trend, der durch den Steuervorteil befeuert wird.

Der entscheidende Vergleich: 100% vs. 30% Abschreibung

Ein zentraler Analysepunkt für 2026 ist das Zusammenspiel mit der „Super-AfA“. Diese wurde 2025 im Wachstumschancengesetz eingeführt und erlaubt für bewegliche Wirtschaftsgüter eine degressive Abschreibung von bis zu 30 Prozent im ersten Jahr.

Der Unterschied ist eklatant:
* Für Maschinen (30%-Regel): Eine neue Fertigungsanlage kann 2026 nur anteilig abgeschrieben werden.
* Für digitale Assets (1-Jahres-Regel): Ein neues KI-Modul oder ERP-System kann sofort zu 100 Prozent abgeschrieben werden.

Diese Diskrepanz schafft einen starken steuerlichen Anreiz, digitale Upgrades in den Investitionsplänen 2026 zu priorisieren. Finanzchefs sollten Assets sorgfältig klassifizieren, um IT-Komponenten von allgemeiner Maschinerie zu trennen und den Steuervorteil voll auszuschöpfen.

Ausblick: Dokumentation und Compliance werden key

Steuerberater raten Unternehmen zu präziser Dokumentation ihrer IT-Investitionen. Die Abgrenzung zwischen aktivierungspflichtigen Customizing-Kosten und sofort abziehbaren Wartungskosten bleibt ein Prüfungsschwerpunkt.

Gleichzeitig wird die Modernisierung der ERP-Systeme 2026 zur regulatorischen Notwendigkeit. Die verschärften E-Rechnungsvorschriften im B2B-Bereich treten voll in Kraft. Die Möglichkeit, diese obligatorischen Updates sofort abzuschreiben, mildert die Compliance-Kosten spürbar.

Bisher ist kein Ablaufdatum für die 1-Jahres-Regel für digitale Wirtschaftsgüter in Sicht. Das signalisiert ein langfristiges Bekenntnis des Finanzministeriums zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft. Unternehmen sollten ihre Beschaffungspläne für das erste Quartal 2026 prüfen, um diesen Liquiditätsvorteil optimal zu nutzen.

Anzeige

PS: Planen Sie ERP‑Modernisierungen oder KI‑Projekte für 2026? Der kostenlose Leitfaden „Abschreibung von A‑Z“ erklärt praxisnah, welche Posten sofort absetzbar sind, wie Sie Customizing vs. Wartung sauber dokumentieren und welche Nachweise Prüfer erwarten. Mit Checklisten für CFOs und Steuerverantwortliche. Gratis-Leitfaden ‘Abschreibung von A‑Z’ anfordern

@ boerse-global.de