Smiths, Aktie

Smiths Aktie: Nahost drückt Prognose

21.05.2026 - 10:25:54 | boerse-global.de

Der Industriekonzern revidiert seine Wachstumsprognose auf rund zwei Prozent. Hauptgrund sind Lieferausfälle im Dichtungsgeschäft John Crane.

Smiths Aktie: Nahost drückt Prognose - Foto: über boerse-global.de
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Der Konflikt im Nahen Osten hat Smiths Group kalt erwischt. Das britische Industrietechnikunternehmen senkt seine Jahresziele — und erklärt, warum eine schnelle Erholung nicht zu erwarten ist.

Empfindlicher Einschlag bei John Crane

Im dritten Quartal, das am 2. Mai endete, wuchs der Gesamtkonzern organisch kaum. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 steht ein mageres Plus von 0,2 Prozent. Die Jahreszielspanne von 3 bis 4 Prozent organischem Wachstum ist damit Geschichte — das Management revidierte sie auf rund 2 Prozent.

Auslöser ist John Crane, das Kerngeschäft mit Dichtungssystemen für die Energiebranche. Die Division erzielte im Quartal zwar 2,8 Prozent organisches Wachstum, verlor aber durch zwei Monate Unterbrechung rund 10 Millionen Pfund an Umsatz. Zehn Niederlassungen in der Region waren betroffen — Lieferungen konnten nicht ausgeführt werden, Kunden platzierten kaum neue Aufträge. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem ähnlichen Belastungseffekt. CFO Julian Fagge machte klar: Selbst nach einem Ende des Konflikts wird die Erholung Zeit brauchen — ein scharfer Rebound ist nicht eingeplant.

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Flex-Tek kämpft auf mehreren Fronten

Das zweite operative Segment, Flex-Tek, büßte 3,9 Prozent organischen Umsatz ein. Der schwache US-Wohnbaumarkt drückt weiterhin auf das Konstruktionsgeschäft. Dazu kam ein außergewöhnlich hoher Vorjahresvergleich im Thermal-Solutions-Bereich, weil ein Großprojekt im ultrahohen Temperaturbereich im Oktober 2025 abgeschlossen wurde und die Q3-2025-Zahlen stark beflügelt hatte.

Positiver Ausblick zumindest für das Aerospace-Segment innerhalb von Flex-Tek: Drei erneuerte Verträge liefern Preis- und Volumeneffekte, ein vierter Abschluss steht kurz bevor. Das Management erwartet hier bis Jahresende deutliches Wachstum.

Marge hält, Portfolio wandelt sich

Trotz der Umsatzrevision verbesserte sich die Margenperspektive leicht. Die operative Gewinnmarge soll nun knapp oberhalb von 20 Prozent liegen — zuvor war exakt 20 Prozent das Ziel. Kostendisziplin und der laufende Effizienzplan tragen dazu bei.

Beim Portfolioumbau macht Smiths derweil Fortschritte: Der Verkauf von Smiths Interconnect wurde im April abgeschlossen, von dem zugehörigen Milliarden-Rückkaufprogramm wurden bereits 506 Millionen Pfund umgesetzt. Der Verkaufsprozess für Smiths Detection läuft weiter, ein Abschluss wird im zweiten Halbjahr 2026 erwartet. Die Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2026 legt Smiths am 22. September vor — dann wird sich zeigen, ob die bereinigte Prognose hält.

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