Smishing-Welle, Zoll-SMS

Smishing-Welle: Zoll-SMS erbeutet Smartphone-Daten

08.02.2026 - 10:04:12

Kriminelle fordern mit gefälschten SMS-Kurznachrichten kleine Zollzahlungen für Pakete und stehlen dabei sensible Daten. Der echte Zoll warnt vor der Masche.

Eine neue Betrugswelle mit gefälschten Zoll-SMS überflutet derzeit deutsche Smartphones. Kriminelle locken mit Links zu angeblichen Nachzahlungen für Pakete.

Die Nachrichten behaupten, ein Paket liege wegen offener Zollgebühren fest. Zur Freigabe soll ein kleiner Betrag – oft unter drei Euro – über einen Link bezahlt werden. Diese Masche zielt auf psychologischen Druck und die allgemeine Paket-Erwartungshaltung nach dem Weihnachtsgeschäft.

Der deutsche Zoll warnt ausdrücklich: Die Behörde versendet niemals Zahlungsaufforderungen per SMS. Echte Gebührenbenachrichtigungen kommen per Post oder werden beim Zusteller direkt fällig.

So funktioniert die Betrugsmasche

Die gefälschten SMS enthalten Kurzlinks, die auf täuschend echte Fake-Webseiten führen. Diese imitieren das Design von Paketdiensten oder Ministerien. Die Täter setzen auf zwei Hauptgefahren:

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  • Datenklau: Auf den gefälschten Seiten werden Kreditkartendaten abgegriffen. Die Folge sind hohe unberechtigte Abbuchungen oder Abo-Fallen.
  • Schadsoftware: Vor allem Android-Nutzer riskieren den Download schädlicher Apps. Diese können Passwörter stehlen oder das Telefon fernsteuern.

Das müssen Betroffene jetzt tun

Verbraucherschützer geben klare Handlungsempfehlungen:

  • Nicht reagieren. Keinesfalls den Link anklicken oder antworten.
  • Absendernummer blockieren und die SMS löschen.
  • Paketstatus nur über offizielle Apps oder Händler-Webseiten prüfen.
  • Vorfall der Bundesnetzagentur melden – das hilft, die Nummern sperren zu lassen.

Wer bereits auf den Link geklickt hat, sollte das Gerät sofort in den Flugmodus schalten. Bei Verdacht auf Schadsoftware bleibt oft nur ein Werksreset. Bei eingegebenen Bankdaten gilt: Karte sofort sperren lassen.

Ein endloses Katz-und-Maus-Spiel

Smishing-Angriffe sind ein Massenphänomen. Zwar gingen die Beschwerden 2025 leicht zurück, doch die Qualität der Betrugs-Nachrichten steigt: Kriminelle nutzen zunehmend KI-Tools für fehlerfreie, glaubwürdige Texte.

Netzbetreiber schalten zwar tausende missbräuchliche Nummern ab, doch die Täter weichen auf neue Nummernkreise aus. Experten warnen vor einer weiteren Professionalisierung. Eine kommende Gefahr: der Missbrauch des moderneren RCS-Kommunikationsstandards, der Nachrichten noch seriöser wirken lässt.

Die goldene Regel bleibt: Seriöse Unternehmen und Behörden fordern niemals Zahlungen oder Daten per unaufgeforderter SMS an.

@ boerse-global.de