SMI, Zollchaos

SMI: Zollchaos bremst

Veröffentlicht am: 23.02.2026 um 18:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex schließt nahezu unverändert, da neue Zollankündigungen von Donald Trump die europäischen Märkte lähmen und Anleger verunsichern.

SMI: Zollchaos bremst Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
SMI: Zollchaos bremst Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex hat am Montag nahezu unverändert geschlossen und damit die Verunsicherung der europäischen Märkte widergespiegelt. Der SMI legte um 0,08 Prozent auf 13.871,06 Punkte zu – ein minimaler Gewinn, der die Ratlosigkeit der Anleger deutlich macht. Verantwortlich für die Zurückhaltung: Donald Trumps erneuter Zoll-Rundumschlag am Wochenende.

Trump kontern eigenen Gerichtshof

Die Ausgangslage hätte eigentlich positiv sein können. Am Freitag hatte der Oberste Gerichtshof der USA Trump die rechtliche Grundlage für viele seiner bisherigen Zölle entzogen. Doch statt sich geschlagen zu geben, kündigte der US-Präsident prompt auf Truth Social einen weltweiten Zollsatz von zusätzlich 15 Prozent für alle Länder an.

Andreas Lipkow von CMC Markets bringt die Lage auf den Punkt: "Keiner weiß mehr wirklich, welche Zölle wie lange jetzt noch gelten oder ob man gar auf Rückzahlungen hoffen kann – allein die jetzt wieder herrschende Unsicherheit sorgt zunächst einmal für Nervosität und Verkäufe am Aktienmarkt." Ein perfektes Chaos also.

Europa im Richtungsstreit

Die Orientierungslosigkeit zeigte sich auch an den anderen europäischen Börsenplätzen. Der EuroStoxx 50 gab 0,28 Prozent auf 6.113,92 Punkte ab, während der britische FTSE 100 um 0,02 Prozent auf 10.684,74 Zähler nachgab. Die anfängliche Nervosität legte sich zwar schnell, doch eine klare Richtung bildete sich nicht aus.

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Die Anleger befinden sich in einer Zwickmühle: Einerseits hatte der Gerichtshof Trump einen juristischen Dämpfer verpasst, andererseits zeigt dessen Reaktion, dass er gewillt ist, seine Handelspolitik mit allen Mitteln durchzusetzen. Diese Unberechenbarkeit lähmt die Märkte und verhindert größere Bewegungen in beide Richtungen. Für den Schweizer Markt bedeutet das vorerst weiteres Abwarten – eine Haltung, die sich an der minimalen Tagesveränderung des SMI deutlich ablesen lässt.

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