Smartphones, Visier

Smartphones im Visier: KI-Malware und Diebstahl bedrohen digitale Identitäten

17.02.2026 - 17:21:12 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Welle hochentwickelter Infostealer-Malware, die gezielt private Mobilgeräte angreift. Google und Apple reagieren mit integrierten Diebstahlschutzfunktionen.

Eine neue Welle hochentwickelter Cyber-Bedrohungen zielt auf private Smartphones in Deutschland ab. Sicherheitsforscher warnen vor einer massiven Zunahme von Angriffen, die den digitalen Generalschlüssel zum Leben der Nutzer stehlen wollen.

Aktuelle Berichte aus der Cybersicherheitsbranche zeichnen ein düsteres Bild: Sogenannte „Infostealer“ nehmen zu und Kriminelle setzen künstliche Intelligenz zur Automatisierung ihrer Angriffe ein. Das Smartphone mit seinen Banking-Apps, privaten Fotos und sensiblen Nachrichten ist das perfekte Ziel.

Kommerzielle Spionage-Toolkits machen Angriffe massentauglich

Besonders alarmierend sind kommerziell vertriebene Spionage-Toolkits wie „ZeroDayRAT“. Diese „Malware-as-a-Service“-Modelle ermöglichen es Angreifern, die vollständige Kontrolle über infizierte Android- und iOS-Geräte zu erlangen. Die Bedrohung ist nicht mehr abstrakt, sondern industrialisiert und zielt direkt auf den privaten Nutzer ab.

Die Bedrohungslage ist zweigeteilt:
* Technische Angriffe: KI-gesteuerte Malware erkennt Sicherheitslösungen und passt ihr Verhalten in Echtzeit an, um unentdeckt zu bleiben. Deepfakes und KI-generiertes Social Engineering ködern Nutzer zur Installation von Schadsoftware.
* Physischer Diebstahl: Die Polizei warnt vor „Shoulder Surfing“. Täter beobachten Opfer in Cafés oder Bahnen bei der PIN-Eingabe, stehlen das Gerät und haben so Zugriff auf fast alle Daten.

So schützen Android und Apple ihre Nutzer

Als Reaktion auf die zunehmende Bedrohung haben Google und Apple leistungsfähige Schutzmechanismen direkt in ihre Betriebssysteme integriert.

Google rollt für Android-Geräte KI-gestützte Diebstahlschutzfunktionen über die Google Play Services aus:
* „Theft Detection Lock“ sperrt den Bildschirm sofort, wenn Bewegungssensoren ein abruptes Entreißen des Telefons erkennen.
* „Failed Authentication Lock“ erschwert Brute-Force-Angriffe nach mehreren falschen Anmeldeversuchen.
* Kritische Einstellungen wie das Deaktivieren von „Mein Gerät finden“ erfordern nun biometrische Authentifizierung.

Apple bietet mit „Schutz für gestohlene Geräte“ einen ähnlichen Ansatz. Befindet sich das iPhone nicht an einem bekannten Ort, sind für kritische Aktionen eine biometrische Authentifizierung und eine zeitliche Verzögerung erforderlich.

Anzeige

Passend zum Thema iPhone-Sicherheit — wer sein Gerät wirklich schützen will, sollte die wichtigsten Apple‑Begriffe und Einstellungen kennen: von iCloud‑Backup über „Mein iPhone suchen“ bis zu biometrischen Sperren. Das kostenlose iPhone‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe verständlich und zeigt, welche Einstellungen Sie sofort prüfen sollten. Kostenloses iPhone-Lexikon anfordern

Das Sicherheitsnetz: Warum Backups unverzichtbar sind

Selbst der beste Diebstahlschutz kann ein Gerät nicht vor physischem Verlust bewahren. Eine automatisierte Datensicherungsstrategie ist daher die zweite entscheidende Säule.

Ohne aktuelles Backup sind persönliche Fotos, Dokumente und Kontakte unwiederbringlich verloren. Beide Plattformen bieten nahtlose Cloud-Lösungen:
* Android sichert über Google One Geräteeinstellungen, Apps und Mediendateien.
* Apple synchronisiert Daten über iCloud auf allen Geräten.

Experten empfehlen, die automatische Sicherung im WLAN sofort nach der Geräteeinrichtung zu aktivieren.

Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern

Die Zunahme der Angriffe ist eine direkte Folge der Zentralisierung unseres digitalen Lebens auf dem Smartphone. Kriminelle agieren heute wie globale Konzerne – Sicherheitsexperten sprechen von einer „Industrialisierung der Erpressung“.

Die Hersteller kontern mit immer intelligenteren Abwehrmechanismen. Samsung arbeitet beispielsweise an On-Device-KI, die verdächtige Anrufe erkennt oder Bilddateien auf Malware scannt.

Für Nutzer bedeutet das: Die konsequente Nutzung der vorhandenen Sicherheitsfunktionen ist keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung zum Schutz der eigenen digitalen Identität.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.