Smartphone-Preise, KI-Boom

Smartphone-Preise steigen: KI-Boom verteuert Handys

07.02.2026 - 14:30:12

Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren führt zu Chip-Engpässen und erhöht die Produktionskosten für Smartphones um bis zu 10 Prozent, was zu höheren Preisen oder weniger Hardware-Fortschritt führt.

Der KI-Boom lässt die Preise für Smartphones in die Höhe schnellen. Grund ist ein Engpass bei Speicherchips, die nun vorrangig in Rechenzentren verbaut werden. Für Verbraucher bedeutet das höhere Kosten oder weniger Hardware-Fortschritt.

Die versteckte „KI-Steuer“ auf Speicherchips

Die Preise für Speicherchips sind explodiert – eine direkte Folge des globalen KI-Wettlaufs. Laut einem Bericht von Counterpoint Research vom 5. Februar 2026 stiegen die Preise für Arbeitsspeicher im ersten Quartal um 80 bis 90 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Der Grund: Halbleiterhersteller verlagern ihre Kapazitäten. Statt Standard-Chips für Smartphones produzieren sie nun vorrangig High Bandwidth Memory (HBM) und Server-DRAM. Diese werden dringend in den Rechenzentren von Google, Microsoft und Meta für das Training großer KI-Modelle benötigt. Die Folge ist eine Verknappung bei den LPDDR5- und NAND-Chips, die in Mobilgeräten stecken.

Die gestiegenen Komponentenkosten haben die Produktionskosten für Smartphones laut Analysehaus TrendForce um 8 bis 10 Prozent erhöht. Für Kunden heißt das: höhere Preise an der Ladentheke oder „Shrinkflation“ – Geräte kosten gleich viel, bieten aber weniger Aufrüstung. Der massive KI-Ausbau, für den 2026 schätzungsweise 700 Milliarden Euro ausgegeben werden, hat damit direkte Auswirkungen auf den Alltag.

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Galaxy S26: Weniger Hardware für mehr Geld?

Die Auswirkungen zeigen sich bereits bei den ersten Leaks zum kommenden Samsung-Flaggschiff. Berichte vom 7. Februar deuten an, dass das Galaxy S26 nur iterative Updates bringen wird, um die explodierenden Herstellungskosten zu managen.

So soll die Serie laut SamMobile und Tech Advisor keine integrierten Magnete für den Qi2-Ladestandard erhalten. Nutzer bräuchten spezielle Hüllen für „MagSafe“-Zubehör. Zudem wird berichtet, dass das Top-Modell S26 Ultra wohl nicht mit einer leistungsstarken Silizium-Kohlenstoff-Batterie ausgestattet wird – eine Technologie, die die Laufzeit deutlich erhöht, aber auch die Kosten.

Eine Umfrage von TechRadar spiegelt die Ernüchterung wider: Rund 70 Prozent der Leser zeigten sich von den geleakten Spezifikationen unbeeindruckt. Die Hersteller stehen vor einem Dilemma: Wie liefert man überzeugende Hardware-Sprünge, wenn gleichzeitig die Komponentenpreise durch die KI-Industrie in die Höhe getrieben werden?

Marktprognose: Teurere Geräte, längere Nutzungszyklen

Die Konkurrenz um Chips zwischen KI-Infrastruktur und Consumer-Elektronik verändert den Markt. Die International Data Corporation (IDC) prognostiziert, dass der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones 2026 auf 465 US-Dollar steigen wird.

Besonderer Druck lastet auf der Mittelklasse. Hier sind die Margen ohnehin gering. Hersteller könnten gezwungen sein, bei Speicherkapazitäten zu sparen oder neue Standards später einzuführen, um die Geräte bezahlbar zu halten. Im High-End-Segment wird die Differenzierung immer mehr über KI-Softwarefeatures laufen, die auf teuren NPUs (Neural Processing Units) laufen – und weniger über rein hardwarebasierte Upgrades.

Was bedeutet das für Käufer?

Verbraucher sollten ihre Erwartungen anpassen. Die Ära großer Hardware-Sprünge mit jedem neuen Modelljahr geht vorbei. Stattdessen definieren sich Premium-Geräte zunehmend über KI-Fähigkeiten und Software-Integration.

Mit der erwarteten Vorstellung des Galaxy S26 Ende Februar und Konkurrenten wie dem Pixel 10 am Markt, steht Käufern eine Landschaft bevor, in der Flaggschiffe teurer werden, ihre Spezifikationen sich aber nur noch langsam weiterentwickeln. Der KI-Boom ist keine abstrakte Geschichte mehr – er ist eine wirtschaftliche Realität, die sich direkt auf den Preis und das Design des Geräts in der Hosentasche auswirkt. Experten rechnen damit, dass die Preise weiter steigen werden, bis die globale Chip-Produktion die doppelte Nachfrage aus Rechenzentren und Elektronikindustrie bedienen kann.

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