Smartphone-Preise, KI-Boom

Smartphone-Preise steigen 2026 durch KI-Boom

24.01.2026 - 19:53:12

Eine globale Knappheit an Speicherchips für KI-Anwendungen führt zu stark steigenden Smartphone-Preisen und sinkenden Absatzzahlen. Verbraucher halten ihre Geräte länger und setzen vermehrt auf Reparatur.

Verbraucher müssen 2026 deutlich mehr für neue Smartphones ausgeben – und halten ihre Geräte deshalb länger. Hinter den Preissprüngen steckt eine globale Knappheit an Speicherchips, die vor allem von der boomenden KI-Industrie verschlungen werden. Eine Analyse der Marktforscher von Counterpoint Research und IDC malt ein düsteres Bild für das laufende Jahr.

KI-Industrie verdrängt Smartphones vom Chip-Markt

Die Preisexplosion hat einen klaren Treiber: DRAM-Speicherchips. Die Nachfrage aus Rechenzentren für Künstliche Intelligenz ist so gewaltig, dass die Halbleiterindustrie kaum noch Kapazitäten für die Smartphone-Produktion frei hat. Tech-Giganten wie Nvidia oder Google sichern sich die teuren Hochleistungsbausteine – und treiben so die Komponentenpreise in die Höhe.

Die Folgen sind konkret. Counterpoint erwartet für 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 2,1 Prozent. Die Materialkosten für Einsteigergeräte seien bereits um 20 bis 30 Prozent gestiegen, bei Mittel- und Oberklasse-Handys um 10 bis 15 Prozent. Die Speicherpreise könnten bis zum zweiten Quartal noch einmal um 40 Prozent zulegen. Am Ende zahlt der Kunde: Der durchschnittliche Verkaufspreis soll 2026 um fast sieben Prozent steigen. IDC rechnet sogar mit einem Marktrückgang von bis zu 5,2 Prozent.

So verlängern Sie das Leben Ihres Handys

Angesichts der Preissprünge lohnt sich die Pflege des aktuellen Gerätes mehr denn je. Die effektivste Maßnahme ist ein Batteriewechsel. Eine neue Batterie kostet nur einen Bruchteil eines neuen Smartphones und kann die Nutzungsdauer um Jahre verlängern. Auch regelmäßiges Aufräumen des Speichers ist entscheidend. Zu wenig freier Speicher bremst das Gerät aus und verhindert wichtige Software-Updates, die Sicherheitslücken schließen.

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Ein simpler, aber wirkungsvoller Tipp bleibt der Schutz durch Hülle und Displayfolie. Sie bewahren vor teuren Reparaturen nach Stürzen. Diese kleinen Investitionen zahlen sich in der neuen Preislage schnell aus.

Reparieren statt wegwerfen wird zum Trend

Die hohen Preise beschleunigen einen grundlegenden Wandel. Verbraucher behalten ihre Geräte länger und setzen vermehrt auf Reparatur. Die „Right to Repair“-Bewegung gewinnt an Schwung. In Europa und einigen US-Bundesstaaten gibt es bereits Gesetze, die Hersteller zu mehr Reparierbarkeit verpflichten. Das Ziel: Unabhängige Werkstätten und Nutzer sollen leichter an Ersatzteile und Anleitungen kommen.

Gleichzeitig profitiert der Markt für gebrauchte und generalüberholte Smartphones. Wer sich kein neues Top-Modell leisten kann, greift vermehrt zu hochwertigen Vorgängergeräten. Für viele ist ein refurbished Flaggschiff von vor zwei Jahren attraktiver als ein neues Mittelklasse-Handy.

Paradox: Weniger Verkäufe, mehr Umsatz

Die Branche steuert auf ein Paradox zu: Während die Absatzzahlen sinken, könnte der Gesamtwert des Marktes einen Rekord erreichen. Hersteller verkaufen weniger Geräte, aber zu höheren Margen. Ob diese Strategie aufgeht, hängt davon ab, ob Kunden die neuen Preise akzeptieren. Besonders hart trifft es den Budget- und Mittelklassebereich.

Für Verbraucher verschiebt sich der Faktor „Wert“. Nicht mehr nur Kamera oder Prozessor sind entscheidend, sondern Haltbarkeit, lange Software-Updates und Reparierbarkeit. Die Frage, wie lange ein Hersteller Sicherheitsupdates liefert, wird zum Kaufargument.

Was Verbraucher jetzt tun können

Die hohen Preise werden bleiben. Der strukturelle Wandel am Halbleitermarkt durch die KI ist kein kurzfristiger Effekt. Die Planung der Gesamtkosten eines Gerätes wird zur finanziellen Notwendigkeit. Dazu zählen Reparaturkosten und die Dauer des Software-Supports.

Die wirksamste Strategie für Verbraucher ist klar: das aktuelle Smartphone so lange wie möglich nutzen. Mit einer neuen Batterie, einem Screenprotector und regelmäßiger Wartung lässt sich der nächste Kauf gut hinauszögern. Dieser bewusste Verzicht auf ein Upgrade könnte langfristig den Druck auf Hersteller erhöhen – hin zu langlebigeren und besser reparierbaren Produkten.

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