Smartphone-Kauf: EU-Update-Pflicht schützt nicht gleich gut
30.12.2025 - 01:00:11Verbraucher sollten sich beim Smartphone-Kauf nicht blind auf die neue EU-Update-Pflicht verlassen. Das zeigt eine aktuelle Analyse kurz vor dem Jahreswechsel. Trotz der seit Juni geltenden Fünf-Jahres-Garantie für Sicherheitsupdates klafft zwischen Premium- und Budget-Marken eine gefährliche Lücke. Experten warnen vor einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ bei der IT-Sicherheit.
Seit dem 20. Juni 2025 müssen Hersteller für neue Smartphones fünf Jahre lang Sicherheitsupdates liefern. Doch die Praxis sieht anders aus. Während Hersteller wie Samsung oder Google bei ihren Top-Modellen monatliche Patches garantieren, nutzen günstige Anbieter oft die maximalen Spielräume aus.
Das Ergebnis: Geräte können wochenlang ungeschützt sein, obwohl sie unter die Garantie fallen. Ein weiteres Problem ist der Startzeitpunkt. Die fünf Jahre beginnen, wenn das letzte Gerät eines Modells verkauft wird. Bei Lagerware kann die Schutzdauer so deutlich schrumpfen. Verbraucherschützer fordern daher eine klarere Kennzeichnung direkt am Preisschild.
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Premium setzt Maßstäbe, Billig-Segment hinkt hinterher
Tests von Prüforganisationen wie der Stiftung Warentest zeichnen ein klares Bild. Die Kluft zwischen gesetzlichem Minimum und gelebter Praxis wird immer größer.
- Flaggschiffe führen voran: Modelle wie das iPhone 16 Pro Max oder Samsung Galaxy S25 Ultra bieten bis zu sieben Jahre Support – weit über die EU-Vorgabe hinaus.
- Mittelklasse im Aufholkurs: Geräte wie das Samsung Galaxy A56 setzen die Vorgaben solide um und gelten als gute Wahl.
- Vorsicht bei No-Name-Marken: Extrem günstige Einsteigergeräte liefern Updates oft nur verzögert und ohne neue Funktionen. Ein Blick auf die Update-Historie des Herstellers ist hier Pflicht.
Cyber Resilience Act: Mehr Sicherheit, weniger Freiheit?
Ein neuer Faktor kommt mit dem Cyber Resilience Act (CRA) ins Spiel. Das Gesetz, das 2027 voll greift, verschärft die Haftung der Hersteller. Sie reagieren bereits jetzt mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen.
Ein Beispiel ist Samsungs One UI 8. Berichten zufolge erschwert die Software das Entsperren des Bootloaders – ein Ärgernis für Technik-Fans, aber ein Schritt, den Sicherheitsexperten begrüßen. Kunden kaufen zunehmend ein „Sicherheitspaket“ und nicht nur Hardware. Beim Kauf lohnt der Blick, ob ein Hersteller bereits „CRA-ready“ ist.
Der Markt im Umbruch: Vom Wegwerf- zum Investitionsgut
Die EU-Regulierung hat die „Wegwerf-Mentalität“ beendet. Das neue EU-Energielabel mit Reparierbarkeitsindex hilft Verbrauchern bei der Entscheidung. Doch die längeren Garantien haben ihren Preis.
Die Durchschnittspreise für Neugeräte steigen leicht. Der Markt spaltet sich: in hochpreisige „Investitionsgüter“ mit langem Support und Geräte, die nur das gesetzliche Minimum erfüllen. Der wahre Preis eines Billig-Smartphones kann in mangelnder Datensicherheit und kürzerer Nutzungsdauer liegen.
Was 2026 bringt: Bewährungsprobe für die neuen Regeln
Im kommenden Jahr wird sich zeigen, wie ernst es den Aufsichtsbehörden ist. Erste Bußgelder gegen Hersteller, die die Regeln umgehen, sind möglich. Gleichzeitig stellen neue Technologien wie KI die Update-Garantien vor zusätzliche Herausforderungen.
Die Diskussion um wechselbare Akkus wird wieder aufflammen. Viele Hersteller nutzen eine Ausnahme für wasserdichte Geräte, um fest verbaute Akkus beizubehalten – zum Ärger von Umweltverbänden.
Die Botschaft für Käufer ist klar: Der reine Gerätepreis sagt wenig aus. Ein Smartphone ohne garantierte, langfristige Sicherheitsupdates ist im Jahr 2026 ein Risiko.
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