Smartphone-Fälschungen, BSI

Smartphone-Fälschungen: BSI warnt vor KI-Angriffen und explodierenden Akkus

19.02.2026 - 06:23:12 | boerse-global.de

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor einer neuen Angriffswelle mit KI-gestützten Phishing-Methoden und vorinstallierter Malware auf gefälschten Smartphones, die auch physische Gefahren bergen.

Cyberkriminelle nutzen jetzt künstliche Intelligenz für perfekte Phishing-Angriffe. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt diese Woche vor einer neuen Bedrohungswelle. Gefälschte Smartphones mit vorinstallierter Malware werden zum idealen Einfallstor. Gleichzeitig bergen billige Plagiate handfeste Gefahren – von Datendiebstahl bis zu explodierenden Akkus.

KI-Phishing und QR-Code-Fallen: Die neue Angriffswelle

Die Methoden der Kriminellen werden immer raffinierter. Das BSI beobachtet eine drastische Zunahme von KI-gestützten Phishing-Attacken. Künstliche Intelligenz eliminiert die früher typischen Rechtschreibfehler in betrügerischen E-Mails und Nachrichten. Parallel boomt das sogenannte „Quishing“ – Phishing über manipulierte QR-Codes.

Diese Codes tauchen auf gefälschten Rechnungen, an Parkautomaten oder in E-Mails auf. Da der schädliche Link als Bild kodiert ist, umgehen sie klassische Sicherheitsfilter. Treffen diese digitalen Fallen auf ein gefälschtes Smartphone, ist der Schaden vorprogrammiert.

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Vorinstallierte Malware: Der Trojaner im Auslieferungszustand

Sicherheitsforscher warnen seit Langem vor Smartphone-Plagiaten, die bereits ab Werk infiziert sind. Schadsoftware wie „Triada“ oder „Keenadu“ nistet sich tief im Betriebssystem ein und ist kaum zu entfernen. Diese Trojaner können im Hintergrund:

  • Passwörter und Banking-Daten auslesen
  • Kostenpflichtige Abos abschließen
  • Private Nachrichten überwachen
  • Das Gerät für Botnetz-Angriffe missbrauchen

Das fatale Problem: Fälschungen erhalten keine Sicherheitsupdates von Google oder Samsung. Einmal entdeckte Lücken bleiben für immer offen – ein Paradies für Cyberkriminelle.

Wenn der Akku zur Bombe wird: Die physische Gefahr

Neben digitalen Risiken drohen handfeste Gefahren für Leib und Leben. Um Kosten zu sparen, verwenden Hersteller von Plagiaten oft nicht zertifizierte Billig-Akkus und Ladegeräte. Originale Lithium-Ionen-Akkus verfügen über komplexe Schutzschaltungen gegen Überhitzung und Kurzschlüsse. Bei Fälschungen fehlen diese Sicherheitsvorkehrungen häufig.

Die Folgen sind drastisch: Die Akkus können sich aufblähen, auslaufen, überhitzen oder im Extremfall explodieren. Berichte über Brände durch gefälschte Komponenten häufen sich. Zudem erlischt jeder Garantieanspruch für ein Originalgerät, wenn es durch einen Plagiat-Akku beschädigt wird.

Fälschung oder Original? So erkennen Sie gefährliche Klone

Die Kopien werden zwar professioneller, aber Verbraucher können sie mit Wachsamkeit entlarven. Besondere Vorsicht ist bei unrealistisch günstigen Angeboten auf Online-Marktplätzen geboten.

Achten Sie auf diese Alarmzeichen:

  • Verpackung: Rechtschreibfehler auf der Box, minderwertiges Material oder fehlendes Original-Zubehör.
  • Verarbeitung: Das Gerät fühlt sich leicht und billig an, hat unsaubere Spaltmaße oder wackelige Tasten.
  • Software: Langsame Performance, häufige App-Abstürze und eine nur optisch nachgeahmte Benutzeroberfläche. Ein iPhone-Klon basiert stets auf Android.
  • IMEI-Nummer: Prüfen Sie die einzigartige 15-stellige Nummer (per *#06#) und vergleichen Sie sie mit der auf der Verpackung. Eine Online-Überprüfung beim Hersteller gibt zusätzliche Sicherheit.

Milliardengeschäft für die organisierte Kriminalität

Der Handel mit Plagiaten ist ein globales Milliardengeschäft. Laut OECD und EUIPO machten gefälschte Waren zuletzt 5,8 Prozent aller EU-Importe aus – ein Wert von bis zu 119 Milliarden Euro. Smartphones gehören zu den am häufigsten kopierten Produkten.

Hinter dem Handel stecken oft komplexe kriminelle Netzwerke. Sie nutzen den Online-Handel und versenden Ware in kleinen Paketen, was Zollkontrollen erschwert. Die EU-Zollbehörden beschlagnahmten dennoch im Jahr 2023 gefälschte Produkte im Wert von fast 3,4 Milliarden Euro.

Ein endloses Wettrüsten

Der Kampf gegen Fälschungen gleicht einem Wettlauf. Während Behörden wie Europol tausende Verkaufsseiten schließen, finden Kriminelle stets neue Vertriebswege. Die fortschreitende KI-Entwicklung wird es ihnen künftig ermöglichen, noch perfektere Kopien und ausgefeiltere Cyberangriffe zu erstellen.

Für Verbraucher bleibt deshalb eine einfache Regel der beste Schutz: Kaufen Sie Smartphones und Zubehör nur bei autorisierten, vertrauenswürdigen Händlern. Die Ersparnis bei einem angeblichen Schnäppchen steht in keinem Verhältnis zum Risiko – das reicht vom leeren Bankkonto bis zur brennenden Wohnung.

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