Smartbroker Aktie: Ernüchterung trotz Rekorderlösen
25.02.2026 - 17:15:55 | boerse-global.deDie Smartbroker Holding hat heute ihre vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt – und gleichzeitig den Ausblick für 2026 präsentiert. Während der Umsatz deutlich zulegen konnte, zeigt sich beim Gewinn eine andere Realität. Und die Prognose für das laufende Jahr fällt schwächer aus als von Analysten erwartet.
Umsatzsprung auf 69 Millionen Euro – aber kein Gewinn
Der Berliner Neobroker steigerte seine Erlöse im abgelaufenen Jahr auf rund 69 Millionen Euro, nach 52 Millionen Euro in 2024. Das entspricht einem Wachstum von knapp einem Drittel und liegt innerhalb der kommunizierten Spanne von 65 bis 70 Millionen Euro. Operativ läuft das Geschäft also weiter rund.
Beim Ergebnis hingegen bleibt wenig übrig: Das EBITDA lag bei null Euro, nach 1,4 Millionen Euro im Vorjahr. Auch hier bewegt sich das Unternehmen innerhalb der Prognose von minus 1,5 bis plus 1,5 Millionen Euro. Der Grund für die Stagnation sind vor allem die hohen Ausgaben für die Neukundengewinnung. Rund 10 Millionen Euro flossen 2025 in Marketing und Akquise – vor diesen Kosten war Smartbroker nach eigenen Angaben deutlich profitabel.
PFOF-Wegfall ohne Auswirkungen – dank Kostensenkungen
Eine regulatorische Änderung mit potenziell weitreichenden Folgen konnte das Unternehmen offenbar elegant abfedern: Ab sofort erhält Smartbroker keine Zahlungen mehr aus sogenannten Payment-for-Order-Flow-Verträgen. Diese Einnahmen fallen künftig komplett weg. Doch CEO André Kolbinger betont, dass die Konditionen für Kunden unverändert bleiben.
Möglich macht das eine bereits eingeleitete Kostenoffensive. Die erzielten Einsparungen gleichen den Umsatzrückgang nahezu vollständig aus. Das zeigt sich auch in der Prognose für 2026: Der Umsatz soll mit 67 bis 72 Millionen Euro praktisch auf dem Niveau von 2025 verharren.
Ausblick enttäuscht – Analysten hatten mehr erwartet
Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einem EBITDA zwischen minus 1,5 und plus 1,5 Millionen Euro. Analysten hingegen hatten im Schnitt mit 4 Millionen Euro gerechnet. Auch beim Umsatz liegt die Erwartung der Experten mit 73 Millionen Euro oberhalb der Unternehmensprognose.
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Der Grund für die verhaltene Planung: Smartbroker will 2026 massiv in Wachstum investieren. Rund 12,5 Millionen Euro sind für die Neukundengewinnung vorgesehen – 2,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Ziel: 100.000 neue Kunden für die Plattform Smartbroker+, nach 77.000 in 2025. Die ersten beiden Monate des Jahres verliefen vielversprechend: Bereits über 13.000 Neukunden wurden gewonnen, im Januar gab es zudem einen neuen Monatsrekord bei den Trades.
IT-Offensive und neue Produkte geplant
Parallel dazu baut das Unternehmen seine technologischen Kapazitäten aus. Das IT-Team soll 2026 um 20 Mitarbeiter wachsen, vor allem in den Bereichen Datenanalyse und Künstliche Intelligenz. Geplant sind unter anderem die Einführung von Lastschriften, Junior-Depots, Vollmachten sowie die automatische Reinvestition von Dividenden.
Ein potenzieller Gamechanger könnte das Altersvorsorgedepot werden – sofern die Politik bis Mai 2026 die regulatorischen Grundlagen schafft. Sollte dieses Fördermodell kommen, würde Smartbroker seine Planung anpassen. Die mittelfristige Strategie sieht ab 2027 ein strukturelles Wachstum von 130.000 Neukunden pro Jahr vor, bislang waren 100.000 eingeplant. Die möglichen Effekte eines Altersvorsorgedepots sind dabei noch nicht eingerechnet.
Das Portalgeschäft bleibt derweil stabil und profitabel: Für 2026 werden Erlöse von rund 28 Millionen Euro und ein EBITDA von etwa 6 Millionen Euro erwartet.
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