Smartbird, Kurssprung

Smartbird: 85 Prozent Kurssprung in einer Woche

22.06.2026 - 16:20:02 | boerse-global.de

Aus Allbirds wird Smartbird: Der Schuhverkauf ist abgeschlossen, nun fokussiert sich die Firma auf KI-Infrastruktur für regulierte Branchen.

Smartbird Aktie: Radikaler Wandel vom Schuhhersteller zum KI-Anbieter
Smartbird - Ein stilisiertes, abstraktes Vogel-Symbol, das aus Finanzdiagrammen und digitalen Linien besteht und aufsteigt, vor einem dunklen Stadtbild. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Allbirds existiert nicht mehr. Der einstige Pionier für nachhaltige Schuhe bricht radikal mit seiner Vergangenheit. Unter dem neuen Namen Smartbird wandelt sich das Unternehmen zum Anbieter für Künstliche Intelligenz.

Der Abschied vom Einzelhandel ist endgültig. Smartbird verkaufte die Markenrechte und das Schuhgeschäft für rund 39 Millionen US-Dollar. Käufer sind die American Exchange Group und WSG Brands. Der Schritt beendet eine Ära sinkender Umsätze. Zuletzt brachen die Erlöse im ersten Quartal 2026 um 31 Prozent ein.

Neue Infrastruktur für regulierte Branchen

Das neue Kerngeschäft sind Rechenzentren. Das Unternehmen will spezialisierte KI-Infrastruktur für stark regulierte Branchen wie Pharma und Finanzen anbieten. Dafür weitete das Management den Finanzrahmen auf 100 Millionen US-Dollar aus.

Nadia Carlsten übernimmt den Chefposten. Die ehemalige AWS-Managerin soll den technischen Aufbau leiten. Lily Yan Hughes besetzt parallel dazu den Vorsitz im Verwaltungsrat.

Kursrallye mit hoher Volatilität

Die Börse reagiert euphorisch auf die Neuausrichtung. Innerhalb einer Woche kletterte die Aktie um über 85 Prozent auf 7,12 US-Dollar. Allein am Montag legte das Papier um rund 19 Prozent zu.

Der Markt honoriert den Strategiewechsel und die personelle Neuaufstellung. Die Volatilität bleibt jedoch extrem hoch.

Trotz der Rally notiert das Papier rund 50 Prozent unter seinem Jahreshoch von 14,44 US-Dollar. Ein RSI von 74 signalisiert zudem einen technisch überkauften Zustand.

Bisher ist Smartbird ein KI-Startup ohne Kundenverträge oder eigene Hardware-Partnerschaften. Die ersten Rechencluster sollen erst Ende 2026 einsatzbereit sein. Bis dahin muss das neue Management beweisen, dass es ohne bestehende Hardware-Basis im Wettbewerb bestehen kann.

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