Smartbird, Millionen

Smartbird: 100 Millionen Dollar für GPU-Cluster

17.06.2026 - 17:19:36 | boerse-global.de

Smartbird verdoppelt sein Anleihevolumen auf 100 Mio. Dollar für GPU-Cluster und kündigt Sonderdividende an.

Smartbird Aktie: Verdopplung des Kapitals für KI-Infrastruktur
Smartbird - Ein modernes Serverraum-Interieur mit Reihen von Hochleistungs-GPU-Clustern, die blau und grün leuchten. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Allbirds ist Geschichte. Der einstige Schuhhersteller heißt nun Smartbird und setzt alles auf künstliche Intelligenz. Der Verkauf der Modemarke an die American Exchange Group ist abgeschlossen.

Neue Führung für die KI-Infrastruktur

Nadia Carlsten übernimmt ab dieser Woche den Chefposten. Sie kommt von der Google-Ausgründung SandboxAQ und arbeitete zuvor für Amazon Web Services. Carlsten bringt tiefes Fachwissen über Hochleistungsrechner in das Unternehmen ein. Der bisherige CEO Joe Vernachio verlässt den Konzern nach dem Markenverkauf.

Lily Yan Hughes führt künftig als unabhängige Direktorin den Aufsichtsrat. Finanzchefin Ann Mitchell bleibt im Amt. Sie soll den finanziellen Übergang vom Einzelhandel zum reinen Technologieanbieter steuern.

Frisches Kapital für Rechenpower

Smartbird verdoppelt seinen finanziellen Spielraum für den Aufbau neuer Infrastruktur. Das Volumen einer besicherten Wandelanleihe steigt von 50 auf 100 Millionen US-Dollar. Der Wandlungspreis für diese Papiere liegt bei 4,00 US-Dollar je Aktie.

Mit dem Kapital kauft das Unternehmen leistungsstarke GPU-Cluster. Diese Rechenleistung vermietet Smartbird künftig als spezialisierte Dienstleistung (GPUaaS). Zielkunden sind Firmen aus regulierten Branchen wie Finanzen oder Pharma, die eigene private KI-Clouds benötigen.

Sonderdividende nach Markenverkauf

Aktionäre erhalten eine Sonderausschüttung aus dem Erlös des Markengeschäfts. Der Stichtag für diese Dividende ist Ende Juni 2026. Die Auszahlung erfolgt innerhalb der folgenden zwei Monate. Die Zahlung gilt als Kapitalrückgabe an Investoren aus der Zeit des Unternehmens als Schuhproduzent.

Das Unternehmen will eine Marktlücke für mittelgroße Firmen füllen. Diese suchen oft sichere Infrastruktur abseits der großen Cloud-Riesen, um operative Komplexität zu vermeiden. Smartbird versteht sich dabei als anbieterneutraler Partner für geschlossene KI-Systeme.

Die kommerzielle Nutzung der neuen GPU-Systeme soll zügig beginnen. Erste Umsätze aus dem Betrieb der Rechencluster werden innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

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