Smart City West: Graz startet Bürgerbeteiligung für große Erweiterung
04.01.2026 - 11:12:12Die Stadt Graz lädt ab sofort ihre Bürger ein, die Erweiterung der Smart City West mitzugestalten. Der Beteiligungsprozess startet heute und konzentriert sich auf neue Grünflächen und die klimafitte Entwicklung des Waagner-Biro-Areals. Dieser Schritt folgt auf eine positive Evaluierung der bisherigen Projektphase.
Im Fokus steht die Erweiterung des bestehenden Quartiers nach Westen und Süden. Ziel ist eine bessere Verbindung zu den Stadtteilen Eggenberg und Lend. Ein Herzstück der Pläne ist der lang geplante “Park West”. Diese große Grünfläche soll nicht nur Erholungsraum bieten, sondern auch mit innovativen Konzepten zur Stadtkühlung und Regenwassernutzung ausgestattet werden.
Die Stadt will aus den Erfahrungen der ersten Bauphase lernen. Die neuen Bereiche sollen daher weniger dicht wirken und mehr Platz für Gemeinschaftsflächen bieten.
Passend zum Thema Stadtentwicklung — wie wirken sich neue Quartiere auf Mietpreise aus? Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 gibt Vermieterinnen und Vermietern einen schnellen, rechtssicheren Überblick zu zulässigen Mieten, liefert Vergleichswerte für deutsche Städte und bietet Formulierungshilfen für Mieterhöhungen. Besonders praktisch für Eigentümer in Umwandlungs- oder Neubaugebieten: regionale Tabellen und Begründungstexte als PDF-Download per E‑Mail. Gratis Mietspiegel-Report 2025 anfordern
So können sich Bürger einbringen
Der Beteiligungsprozess setzt auf mehrere Wege, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Das Stadtteilmanagement “vor.ort” koordiniert die Aktivitäten.
* Online-Dialog: Über eine städtische Plattform können ab sofort Ideen zu den ersten Entwürfen eingereicht werden.
* Planungswerkstätten: Ende Januar finden Workshops statt, bei denen Bürger mit Planern an Modellen für Plätze und Verkehrsknoten arbeiten.
* Sprechstunden: Das Stadtteilbüro in der Waagner-Biro-Straße bietet erweiterte Öffnungszeiten für direkte Gespräche.
Besonders wichtig sind den Planern Themen wie Verkehrsberuhigung und bessere Wege für Fußgänger und Radfahrer.
Rückenwind aus der Wissenschaft
Der Start der Beteiligung kommt passend nach einer erfolgreichen Bewertung. Erst im Dezember 2025 legte das Interdisziplinäre Forschungszentrum (IFZ) seinen Evaluierungsbericht vor. Dieser bestätigte, dass die Ziele für Energieeffizienz und soziale Durchmischung weitgehend erreicht wurden. Gleichzeitig zeigte er Verbesserungsbedarf bei Grünflächen und Aufenthaltsqualität auf.
Diese Erkenntnisse fließen nun direkt in die neuen Pläne ein. Die wissenschaftliche Begleitung soll sicherstellen, dass die Erweiterung den Klimazielen der Stadt entspricht.
Straffer Zeitplan bis zur Umsetzung
Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen bis zum Frühjahr 2026 ausgewertet und in die Bebauungspläne eingearbeitet werden. Eine Beschlussfassung im Gemeinderat wird für Mitte 2026 angestrebt.
Wenn dieser Zeitplan hält, könnten die ersten Bauarbeiten für die Infrastruktur der Erweiterung bereits 2027 beginnen. Der Grazer Westen verwandelt sich damit weiter – von einem alten Industriegebiet zu einem modernen Stadtquartier.


