SLB Aktie: 1.000 Beschäftigte im Lockout
30.06.2026 - 03:55:00 | boerse-global.de
Ein massiver Arbeitskampf im hohen Norden bremst den Weltmarktführer für Ölfelddienstleistungen aus. Rund 1.000 Beschäftigte in Norwegen befinden sich seit dem Wochenende in einem Lockout. Die Folge: operative Unsicherheit. Für SLB wächst damit das Risiko in einem ihrer wichtigsten Offshore-Märkte.
Stillstand auf dem Festlandsockel
Die Arbeitgeberorganisation Offshore Norway reagierte mit der Aussperrung auf einen Streik der Gewerkschaft Safe. Neben SLB trifft die Maßnahme auch Konkurrenten wie Halliburton und Baker Hughes. In der Folge stehen wichtige Bohraktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel still.
Experten rechnen mit einem Produktionsausfall von täglich 12.000 Barrel Öläquivalent. Dieser Rückgang belastet die operativen Margen von SLB im laufenden Quartal. Der Konflikt trifft vor allem spezialisierte Dienstleistungen rund um den Bohrbetrieb.
Charttechnik sendet Warnsignale
An der Börse hinterlässt die Nachrichtenlage deutliche Spuren. Auf Sicht von einem Monat steht ein Minus von fast 14 Prozent. Der Kurs notiert mit 40,58 Euro aktuell unter dem kurzfristigen Durchschnitt.
Indes nähert sich der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 30,6 einem überverkauften Bereich. Die Aktie hält sich derweil knapp über der 200-Tage-Linie. Diese verläuft momentan bei 39,03 Euro.
Der Fokus liegt nun auf dem Quartalsbericht im Juli 2026. Diese Zahlen belegen, ob die digitalen Lösungen die norwegischen Ausfälle abfedern konnten. Bis dahin bleibt die Lage in Skandinavien der zentrale Taktgeber für den Kurs.
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