Skype, AOL

Skype und AOL: Das digitale Erbe von gestern geht endgültig offline

29.12.2025 - 18:52:12

Microsoft verlängert die Frist zum Export von Skype-Daten, während AOL-Dial-up endgültig abgeschaltet wurde. Das Jahr 2025 markiert das Ende einer Ära der Internet-Pioniere.

Das Jahr 2025 besiegelte das Ende einer Ära: Die letzten großen Technologie-Ikonen aus den Anfangsjahren des Internets wurden abgeschaltet. Während der Abschied von Skype und AOL-Dial-up symbolisch für den Wandel steht, sorgt eine überraschende Deadline-Verlängerung jetzt für Aufatmen bei Nutzern.

Skype-Nutzer erhalten unerwartete Galgenfrist

Eigentlich sollte die Geschichte von Skype am 5. Mai 2025 zu Ende gehen. Nach 22 Jahren stellte Microsoft den Dienst ein, den es 2011 für 8,5 Milliarden Dollar übernommen hatte. Microsoft Teams hat den Platz als zentrale Kommunikationsplattform des Konzerns längst eingenommen.

Doch jetzt gibt es eine wichtige Neuigkeit für alle, die ihre alten Chats und Dateien noch nicht gesichert haben. Ursprünglich plante Microsoft, alle verbliebenen Skype-Daten im Januar 2026 endgültig zu löschen. Diese Frist hat der Konzern nun still und leise bis Juni 2026 verlängert.

Für Millionen Nutzer bedeutet das sechs Monate zusätzliche Zeit, um zwei Jahrzehnte digitale Erinnerungen zu retten. Der Zugriff erfolgt über das Skype Export Portal. Dort können Nutzer auswählen, ob sie Konversationen, Dateien oder beides herunterladen möchten. Nach der Beantragung wird ein zeitlich begrenzter Download-Link generiert.

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Experten betonen jedoch: Der Dienst selbst bleibt abgeschaltet. Neue Anrufe oder Nachrichten sind nicht mehr möglich. Das Konto existiert nur noch als Daten-Archiv – und das nur bis zum neuen Stichtag im Juni.

AOL-Dial-up: Letztes Aufbäumen vor dem endgültigen Aus

Während Skype die Breitband-Ära repräsentierte, traf die Abschaltung von AOL-Dial-up am 30. September 2025 die Pioniere des World Wide Web. Das charakteristische Modem-Geräusch, das einst Millionen Haushalte begrüßte, ist nach 34 Jahren endgültig verstummt.

Bis zuletzt nutzten etwa 175.000 Haushalte in ländlichen und unterversorgten Regionen der USA den Dienst. Für sie war die langsame Einwahlverbindung oft die einzige Möglichkeit, online zu gehen. Mit der Abschaltung verschwanden auch der AOL-Dialer und der AOL Shield Browser – Software, die speziell für langsame Verbindungen und alte Betriebssysteme optimiert war.

Die Marke AOL selbst überlebt jedoch. AOL Desktop Gold bietet weiterhin das klassische All-in-One-Erlebnis mit Mail, Browser und Inhalten – nun allerdings über moderne Breitbandverbindungen.

Telekommunikationsexperten sehen in der Abschaltung einen wichtigen Meilenstein. Der Druck, die letzten Dial-up-Nutzer zu migrieren, befeuert den Ausbau von Satelliteninternet und staatlich geförderten Breitbandinitiativen für ländliche Regionen.

2025: Das digitale Friedhofsjahr der Tech-Branche

Die Abschaltungen waren keine Einzelfälle. 2025 entwickelte sich zum Jahr des technischen Schuldenabbaus. Unternehmen trennten sich konsequent von alter Infrastruktur, um Ressourcen für den Wettlauf um Künstliche Intelligenz freizuspielen.

Der bedeutendste Schnitt erfolgte am 14. Oktober 2025: Windows 10 erreichte sein offizielles Support-Ende. Millionen PCs wurden über Nacht für den sicheren Consumer-Einsatz obsolet. Parallel lief auch der Support für Skype for Business aus und trieb die letzten Unternehmenskunden zu Teams.

Diese synchronisierten Abschaltungen zeigen eine klare Strategie: Die Tech-Riesen konzentrieren ihre Portfolios auf KI-integrierte Plattformen. Die Wartung veralteter Architekturen – wie Skypes Peer-to-Peer-Netzwerk oder Dial-up-Infrastruktur – bindet keine Ressourcen mehr.

Was bleibt? Die Nachfolger dominieren den Markt

Seit der Skype-Abschaltung im Mai verzeichnet Microsoft Teams zweistellige prozentuale Zuwächse bei den täglich aktiven Nutzern. Die Plattform festigt ihre Dominanz im Videokonferenz-Markt neben Wettbewerbern wie Zoom.

Für ehemalige AOL-Nutzer gestaltet sich der Übergang heterogener. Viele wechselten zu standardmäßigen Webmail-Diensten oder Breitbandlösungen ihrer Internetanbieter. Die Nostalgie für das “umzäunte Gärtchen” des Internets der 90er bleibt – die Infrastruktur dafür ist jedoch endgültig Geschichte.

Die Botschaft der Tech-Branche für 2025 ist eindeutig: Die Zukunft ist da, und sie hat keinen Platz mehr für die Werkzeuge von gestern. Für Skype-Nutzer bleibt bis Juni 2026 eine letzte Chance, ihr digitales Erbe zu sichern. Danach schließt sich endgültig das Buch über die formativen Jahrzehnte des Internets.

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