SIM-PIN: Polizei warnt vor Handy-Diebstahl-Welle
12.01.2026 - 13:54:12Die Polizei warnt Smartphone-Nutzer eindringlich vor einer neuen Diebstahlswelle. Ihre zentrale Empfehlung: Reaktivieren Sie sofort Ihre SIM-PIN. Kriminelle nutzen derzeit gezielt aus, dass viele Nutzer diesen Schutz für mehr Komfort deaktiviert haben. Mit der ungeschützten SIM-Karte umgehen sie Zwei-Faktor-Authentifizierungen und plündern Bankkonten.
So funktioniert der digitale Identitätsraub
Die Täter gehen in zwei Schritten vor. Zuerst spähen sie an öffentlichen Orten den Entsperrcode des Opfers aus – eine Methode namens “Shoulder Surfing”. Anschließend stehlen sie das Gerät.
Der entscheidende Trick folgt danach: Sie legen die gestohlene SIM-Karte in ein eigenes Handy ein. Ist keine PIN gesetzt, bucht sich die Karte sofort ins Netz ein. Die Diebe erhalten dann alle SMS – inklusive der Transaktionsnummern (TANs) der Banken und der Passwort-Zurücksetz-Links für E-Mail-Konten.
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Laut Landeskriminalämtern ist diese “analoge” Methode oft erfolgreicher als komplexe Software-Hacks. Sie nutzt eine simple Sicherheitslücke aus, die der Nutzer selbst öffnet: die deaktivierte SIM-PIN.
Warum die Reaktionszeit der Opfer zu lang ist
Für die Täter zählt jede Minute. Zwischen dem Diebstahl und der Sperrung der SIM-Karte durch das Opfer vergehen oft 30 bis 60 Minuten. Diese Zeit reicht Profis aus, um Überweisungen zu autorisieren oder zentrale Zugangsdaten zu ändern.
Die Polizei betont: Eine Fernsperrung des Geräts über “Find My Device” oder “Wo ist?” reicht nicht aus. Die SIM-Karte funktioniert in einem anderen Handy weiter. Der wichtigste Anruf muss daher zum Mobilfunkanbieter gehen, um die SIM-Karte vom Netz zu nehmen.
So schützen Sie sich in wenigen Sekunden
Die effektivste Gegenmaßnahme ist präventiv und schnell eingerichtet. Aktivieren Sie die SIM-PIN in den Geräteeinstellungen.
- Auf dem iPhone: Gehen Sie zu “Einstellungen” > “Mobilfunk” > “SIM-PIN”.
- Auf Android-Smartphones: Der Pfad liegt meist unter “Einstellungen” > “Sicherheit” > “SIM-Kartensperre”.
Wählen Sie eine starke, nicht erratbare PIN. Vermeiden Sie einfache Kombinationen wie “0000” oder “1234”. Auch das eigene Geburtsdatum ist unsicher, da es Kriminellen oft leicht zugänglich ist.
Ist die eSIM die sicherere Alternative?
Technisch bietet die fest eingebaute eSIM einen Vorteil: Sie kann nicht physisch in ein anderes Gerät gesteckt werden. Sicherheitsexperten weisen jedoch darauf hin, dass auch dieser Schutz nur so gut ist wie der Gerätecode. Bei Zugriff auf ein entsperrtes Handy könnten auch eSIM-Profile manipuliert werden.
Die aktuelle Welle zeigt ein grundsätzliches Problem auf. Die Finanzbranche setzt noch immer häufig auf SMS-TANs, die über diese Schwachstelle abgefangen werden können. Langfristig werden Banken wohl auf app-basierte Verfahren umsteigen, die stärker an das konkrete Gerät gebunden sind.
Bis dahin bleibt die manuelle Sicherung die wichtigste Verteidigung. Die SIM-PIN ist der Schutz, der wirkt, bevor der Dieb überhaupt den ersten Anruf tätigen kann.
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