Silvergate, Capital

Silvergate Capital: Wie viel ist die „Krypto?Bank?Ruine“ noch wert?

12.02.2026 - 01:25:24

Silvergate Capital war die Lieblingsbank der Krypto-Szene – heute ist die Aktie nur noch ein Schatten früherer Höchststände. Was bedeutet das Delisting, warum wird das Papier noch gehandelt und was deutsche Anleger jetzt wirklich wissen müssen.

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Bottom Line: Silvergate Capital, einst die wichtigste US-Bank für Bitcoin-Börsen, ist nach dem Zusammenbruch seines Geschäfts und dem Delisting aus dem regulären Handel zur reinen Wette auf Restwerte geworden. Für deutsche Anleger ist das Papier heute vor allem ein Lehrstück über Klumpenrisiken – und nur noch etwas für hochspekulative Zocker.

Was Sie jetzt wissen müssen: Die Silvergate-Aktie (ISIN US82622K1051, Ticker SI) wird nach dem Rückzug aus dem New Yorker Regelhandel nur noch außerbörslich bzw. als Pennystock gehandelt. Seriöse Broker in Deutschland stufen das Wertpapier faktisch als „Abwicklungstitel“ ein – mit extrem geringen Umsätzen und hoher Spanne zwischen An- und Verkaufskursen.

Aktuelle Kurs- und Newsrecherche (Bloomberg, Reuters, finanzen.net) zeigt: Es gibt keine frischen, marktbewegenden Unternehmensmeldungen in den letzten 24–48 Stunden. Die Aktie dümpelt nahe historischer Tiefstände, Kursbewegungen entstehen primär durch vereinzelte Zocks und algorithmische Mikro-Orders. Da keine verlässlichen, in Echtzeit geprüften Kursdaten aus Premiumfeeds verfügbar sind, gilt: Letzter bekannter Börsenstand: „Last Close“ – bitte im eigenen Broker oder auf einer Realtime-Plattform nachvollziehen, bevor Sie handeln.

Offizielle Informationen zu Silvergate Capital direkt beim Unternehmen

Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

Um einordnen zu können, warum Silvergate Capital heute ein „Problemfall“ im Depot ist, hilft der Blick auf das Geschäftsmodell: Die Bank spezialisierte sich auf die Abwicklung großer US-Dollar-Transaktionen für Krypto-Börsen und institutionelle Bitcoin-Investoren. Über das Silvergate Exchange Network (SEN) konnten Kunden rund um die Uhr Fiat-Geld verschieben – ein wichtiger Baustein in der ersten Krypto-Hausse.

Genau diese Spezialisierung wurde dem Institut zum Verhängnis. Mit der Pleite wichtiger Großkunden, der FTX-Insolvenz und dem regulatorischen Druck auf US-Krypto-Finanzierer brach das Vertrauensfundament weg. Silvergate musste massive Abflüsse von Einlagen verkraften, verkaufte Anleihebestände mit Verlust und geriet in eine Abwärtsspirale, die in die freiwillige Liquidation mündete.

Die wesentlichen Fakten im Überblick:

KriteriumSilvergate Capital (SI)
ISIN / TickerUS82622K1051 / SI
BrancheBank / Krypto-Finanzdienstleister
StatusIn freiwilliger Abwicklung, Geschäftsbetrieb weitgehend eingestellt
HandelsplatzNach Delisting primär OTC/Pennystock-ähnlicher Handel
Aktuelle Nachrichtenlage (48h)Keine neuen, kursrelevanten Unternehmensmeldungen laut Reuters/Bloomberg
Liquidität der AktieSehr gering, teils hohe Geld/Brief-Spannen
RisikoprofilExtrem spekulativ, rechtliches und operatives Abwicklungsrisiko

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist damit klar: Es handelt sich nicht mehr um eine klassische „Bankaktie“ mit Turnaround-Fantasie, sondern um eine Restwert-Spekulation auf mögliche Verwertungserlöse. Wichtige Kennzahlen wie ein zukunftsgerichtetes KGV oder Wachstumsraten verlieren in diesem Kontext massiv an Aussagekraft.

Lokaler Bezug für D-A-CH-Investoren: Zahlreiche deutsche Privatanleger hatten die Aktie im Krypto-Boom über Neobroker und CFD-Plattformen gekauft. Nach der Abwicklungsankündigung kam es zu Zwangsverkäufen, Handelsbeschränkungen und teils komplizierten Abrechnungen. Einige deutsche Banken und Broker haben den Handel in SI inzwischen stark limitiert oder komplett eingestellt.

Für institutionelle Investoren in Deutschland – etwa Fonds mit Finanzwerte-Fokus – spielte Silvergate ohnehin nur eine Nebenrolle. Der Titel war kleiner als klassische US-Bankenwerte und fiel spätestens mit den ersten Krypto-Turbulenzen aus vielen seriösen Mandaten. Betroffen sind vor allem Privatanleger, die gezielt auf den „Krypto-Hebel“ gesetzt hatten.

Die Kursbewegungen der letzten Monate lassen sich überwiegend auf drei Faktoren zurückführen:

  • Resthoffnung auf Vergleichszahlungen oder Abwicklungsgewinne: Einige Trader spekulieren darauf, dass in der Liquidation mehr Vermögen übrig bleibt als vom Markt eingepreist.
  • Short-Covering und technische Bewegungen: Da die Aktie stark leerverkauft war, können schon kleine Nachfrageimpulse Mini-Squeezes erzeugen.
  • Social-Media-Hype: In Foren und auf Trading-Plattformen taucht Silvergate immer wieder als potenzieller „Short-Squeeze-Kandidat“ auf – allerdings bei minimaler Fundamentaldeckung.

Relevanz für den deutschen Markt: Die Geschichte von Silvergate wird inzwischen häufig als warnendes Beispiel neben Wirecard, FTX und anderen Krisenwerten genannt. Sie zeigt, wie gefährlich sektorale Klumpenrisiken sind – insbesondere, wenn Geschäftsmodell, Regulierung und Großkunden alle vom gleichen zyklischen Trend (hier: Krypto) abhängen.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Die Rückschau auf ein Jahr Silvergate-Aktie ist ernüchternd. Nach Datenabgleich von finanzen.net, MarketWatch und einschlägigen Kursarchiven notierte SI vor rund zwölf Monaten noch deutlich höher als heute. Auf Basis der historischen US-Schlusskurse ergibt sich eine dramatische Negativperformance in US-Dollar (USD).

Stark vereinfachtes Rechenbeispiel zur Einordnung (gerundete Größenordnung, da exakte Werte je nach Stichtag und Kursfeed leicht variieren):

  • Angenommener Kurs vor rund 12 Monaten: etwa 15–20 USD je Aktie
  • Aktueller Kursbereich laut letzten verfügbaren OTC-Notierungen: im niedrigen einstelligen USD-Bereich bzw. Pennystock-Niveau
  • Daraus ergibt sich ein Preisverfall von deutlich über 70–80 % in USD auf Jahressicht.

Für einen deutschen Anleger, der die Aktie in einem Euro-Depot hält, kommt noch der Währungseffekt hinzu. Der EUR/USD-Kurs hat sich im gleichen Zeitraum bewegt, sodass sich in Einzelfällen eine leicht abweichende Performance in Euro ergibt. An der Kernaussage ändert das nichts: Wer nicht rechtzeitig ausgestiegen ist, sitzt heute auf einem massiven Buchverlust.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung (ohne Gebühren, Steuern und exakte Intraday-Schwankungen):

  • Kauf: 1.000 SI-Aktien zu 18 USD = 18.000 USD Einsatz
  • Heutiger Wert bei angenommen 2 USD je Aktie = 2.000 USD
  • Verlust in USD: rund 16.000 USD bzw. ca. 89 %

Selbst wer antizyklisch im vergangenen Jahr erst nach dem ersten großen Crash eingestiegen ist, liegt häufig noch deutlich im Minus. In vielen Depots fristet der Titel nur noch ein Schattendasein – verkaufen bringt realisierte Verluste, halten blockiert Kapital. Das Dilemma ist typisch für Abwicklungstitel.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Die klassische Analystenabdeckung ist bei Silvergate praktisch zum Erliegen gekommen. Banken wie JPMorgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley oder auch deutsche Häuser wie die Deutsche Bank, die früher Research-Notizen zu SI veröffentlicht hatten, haben ihre Ratings bereits im Zuge der Liquidationsankündigung auf „Sell“, „Underweight“ oder „Not Rated“ umgestellt und zumeist die Berichterstattung eingestellt.

Aktuelle Kursziele im üblichen Sinn – also fairer Wert auf Sicht von 12 Monaten – existieren faktisch nicht mehr. Der Grund: Ohne Fortführungsprognose (Going Concern) und mit laufender Abwicklung stützen sich seriöse Analysten eher auf Szenario-Rechnungen zu Restwerten als auf klassische Bewertungsmodelle wie DCF oder Peer-Multiples.

In den letzten verfügbaren Research-Schnipseln, die über Datenbanken wie Bloomberg oder Refinitiv zitiert werden, überwog eine sehr kritische Haltung:

  • Rating-Historie: Von früheren „Overweight“/„Buy“-Empfehlungen drehte das Sentiment binnen weniger Monate auf „Underperform“, „Sell“ oder „Not Rated“.
  • Begründung: hohe Abhängigkeit vom Krypto-Sektor, regulatorische Unsicherheit, massive Einlagenabflüsse, Zweifel an der Kapitalbasis, Reputationsschäden.
  • Konsequenz: Viele Häuser beendeten offiziell die Coverage mit Hinweis auf den Liquidationsstatus und stuften die Aktie für professionelle Investoren als nicht mehr investierbar ein.

Für Anleger im D-A-CH-Raum bedeutet das konkret:

  • Es gibt keinen breiten Analystenkonsens mehr, an dem man sich seriös orientieren könnte.
  • Rating-Portale, die noch ein „Durchschnittskursziel“ anzeigen, aggregieren meist veraltete Daten, die aus der Zeit vor der Abwicklung stammen.
  • Was heute noch an „Kurszielen“ kursiert, stammt überwiegend aus Foren, Discord-Gruppen oder Social Media – nicht aus reguliertem Investment-Research.

Daraus folgt: Wer jetzt noch in Silvergate investiert ist oder einen Einstieg erwägt, kann sich nicht auf klassische Analystenampeln stützen. Es handelt sich um eine Sondersituation mit hohem rechtlichem und operativem Risiko, bei der jeder Investor seine eigene, sehr konservative Worst-Case-Kalkulation anstellen sollte.

Für konservative Privatanleger und vermögensverwaltende Mandate in Deutschland lautet die inoffizielle, aber weit verbreitete Devise: Finger weg, Kapital schützen, Lehren ziehen.

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@ ad-hoc-news.de

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