Silber Preis: 46 Millionen Unzen Defizit 2025
17.06.2026 - 04:42:54 | boerse-global.de
Der Silbermarkt steht unter Hochspannung. Ein jahrelanges Angebotsdefizit prallt aktuell auf einen historischen geldpolitischen Wendepunkt. Am Dienstag gab der Preis leicht auf gut 70 US-Dollar je Feinunze nach. Das ist ein minimaler Rückgang. Er verdeckt aber den massiven Preisanstieg des vergangenen Jahres.
Premiere für den neuen Fed-Chef
Kevin Warsh leitet aktuell sein erstes Treffen als Vorsitzender der US-Notenbank. Eine Zinspause bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gilt als nahezu sicher. Der Markt blickt stattdessen gebannt auf die Zinsprojektionen und Warshs Tonfall.
Ehemalige Fed-Mitarbeiter sind uneins über den weiteren Kurs. Etwa die Hälfte hält künftige Zinserhöhungen für möglich. Signalisiert Warsh eine entspannte Haltung zur Inflation, sinken die Realrenditen. Das würde dem Silberpreis direkten Auftrieb geben. Ein restriktiver Tonfall bremst hingegen die Kursfantasie.
Entspannung am Golf drückt Ölpreis
Parallel dazu hat sich die geopolitische Lage gedreht. Ein Waffenstillstand mit dem Iran öffnet die wichtige Straße von Hormus wieder. Dadurch fließen die globalen Ölströme wieder ungestört.
Die Folge: Sinkende Rohölpreise dämpfen die weltweiten Inflationserwartungen. Das reduziert den Druck auf die Fed für weitere Zinsschritte. Für nicht-verzinsliche Edelmetalle wie Silber ist das ein klarer Vorteil. Allerdings bleibt der genaue Text des Abkommens geheim. Investoren agieren deshalb vorsichtig.
Die Lager leeren sich rasant
Unabhängig von der Tagespolitik bleibt das fundamentale Bild extrem angespannt. Der Markt verzeichnet das sechste Defizitjahr in Folge. In diesem Jahr fehlen voraussichtlich rund 46 Millionen Unzen.
Die oberirdischen Lagerbestände leeren sich rasant. Seit 2021 haben Käufer hunderte Millionen Feinunzen aus den Reserven abgezogen. Industrielles Silber verschwindet meist dauerhaft aus dem Kreislauf. Bis 2030 dürfte allein die Industrie über 700 Millionen Unzen jährlich verschlingen.
Auch private Anleger greifen im Westen wieder verstärkt zu. Das Silver Institute erwartet bei Barren und Münzen einen Nachfragesprung auf 227 Millionen Unzen.
Ein Blick auf das Gold-Silber-Ratio stützt das wachsende Interesse. Der Wert liegt aktuell bei 62 und damit spürbar unter dem historischen Durchschnitt. Vor Warshs erster Pressekonferenz bauen institutionelle Investoren ihre Positionen zwar kurzfristig ab. Das extreme physische Defizit stützt den Silberpreis jedoch massiv nach unten ab.
Silber Preis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 17. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
