Silber Preis: 46,3 Millionen Unzen Defizit 2026
17.05.2026 - 06:04:36 | boerse-global.deEin Tagesverlust von über zehn Prozent am Freitag — das ist kein normaler Rücksetzer. Silber schloss die Woche bei 76,34 US-Dollar je Unze und steht damit knapp unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Der Rückgang kommt trotz einer Marktlage, die fundamental eigentlich in die andere Richtung zeigt.
Inflation bremst den Zolloptimismus
Mitte Mai hatte Silber kurz Fahrt aufgenommen. Als die USA und China am 11. Mai einen 90-tägigen Zollwaffenstillstand ankündigten, sprang der Preis innerhalb einer einzigen Sitzung um sechs Prozent — und überschritt kurzzeitig 87 US-Dollar. Zwei Tage später kamen die April-Inflationsdaten: 3,8 Prozent, über den Erwartungen. Die Erholung verpuffte.
Für die Woche ab dem 19. Mai treffen damit drei Kräfte direkt aufeinander: Fed-Kommunikation, Inflationssorgen und Erwartungen an die industrielle Nachfrage. Das Gold-Silber-Verhältnis liegt aktuell bei rund 61:1 — noch deutlich unter dem Extremwert von 100:1 aus dem April 2025, aber auch ein Hinweis, dass Silber zuletzt stärker als industrielles Metall denn als Edelmetall gehandelt wird.
Sechstes Defizitjahr in Folge
Was das Bild komplizierter macht: Die physische Marktlage bleibt strukturell angespannt. Der World Silver Survey 2026, erstellt von Metals Focus und veröffentlicht Mitte April, bestätigt für 2025 das fünfte aufeinanderfolgende Jahresdefizit. Für 2026 wird ein sechstes erwartet — mit einer Angebotslücke von 46,3 Millionen Unzen.
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Seit 2021 hat der Markt kumulativ rund 762 Millionen Feinunzen aus oberirdischen Beständen abgezogen, um Angebot und Nachfrage auszugleichen. Rund 74 Prozent des Silbers entstehen als Nebenprodukt des Basismetallbergbaus — das Angebot reagiert damit kaum auf steigende Silberpreise selbst.
Auf der Nachfrageseite gibt es ein gemischtes Bild. Die Silberwaren-Nachfrage dürfte 2026 um rund 17 Prozent zurückgehen, vor allem wegen preissensitiver Käufer in Indien. Die physische Investmentnachfrage zieht dagegen an — ein Plus von 20 Prozent auf ein Dreijahreshoch von 227 Millionen Unzen wird erwartet, getragen von einer Erholung der westlichen Nachfrage nach drei Rückgangsjahren.
Institutionelle Prognosen bleiben verhalten
J.P. Morgan erwartet für 2026 einen Jahresdurchschnittspreis von rund 81 US-Dollar je Unze, der Reuters-Konsens aus 30 Analysten liegt bei 79,50 US-Dollar, ING bei 78 US-Dollar. Alle drei Werte liegen über dem aktuellen Kurs — aber nicht weit genug, um als klares Kaufsignal zu wirken.
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Das Silver Institute verweist auf erhöhte Preisvolatilität als strukturelles Merkmal der kommenden Monate. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von knapp 60 Prozent ist das keine leere Warnung. Das Allzeithoch vom Januar 2026 bei knapp 117 US-Dollar liegt inzwischen 35 Prozent entfernt — ein Abstand, der zeigt, wie viel Boden Silber trotz anhaltender Defizitstruktur verloren hat.
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