Silber: Historischer Höhenflug
29.01.2026 - 17:27:33Der Silberpreis hat Ende Januar 2026 die Marke von 119 US-Dollar je Feinunze durchbrochen und damit ein neues Allzeithoch erreicht. Doch während Industrieabnehmer verzweifelt nach Alternativen suchen, warnen führende Analysten vor einem „gebrochenen Markt“ – getrieben von Spekulation statt Fundamentaldaten.
Die Fakten:
– Silberpreis kletterte auf über 119 USD je Unze
– Anstieg seit Jahresbeginn 2026: rund 65 Prozent
– Bereits 2025 verzeichnete das Edelmetall ein Plus von 145 Prozent
– Gold durchbrach erstmals die 5.500-USD-Marke
Analysten sprechen von Marktverzerrung
Nicky Shiels von MKS PAMP bezeichnete den Edelmetallmarkt als „gebrochen angesichts der beispiellosen Volatilität“. Die Preise würden weniger von physischem Angebot und Nachfrage als von volatilen Liquiditätsströmen getrieben.
Noch deutlicher wird Maximilian Tomei, CEO von Galena Asset Management: „Die Fundamentaldaten erklären keinen Rohstoff, der um 200 Prozent gestiegen ist. Die Art, wie sich Silber verhält, ist übertrieben – es ist eine Serie von Entkopplungen.“
Bloomberg-Analyst Mike McGlone zieht historische Parallelen: Der aktuelle 3,8-fache Aufschlag auf den 60-Monats-Durchschnitt wurde in der Datenbank seit 1954 nur dreimal überschritten – im Dezember 1979 sowie Januar und Februar 1980. Seine Einschätzung: „Ich denke, Silber wird dieses Jahr ein Hoch markieren, das für Jahre Bestand haben wird.“
Industrienachfrage stößt an Grenzen
Trotz der strukturellen Nachfrage aus Solarindustrie, Elektromobilität und Halbleiterfertigung reagieren erste Abnehmer auf die Preisexplosion. Chinesische Solarhersteller wie Longi Green Energy und Jinko Solar haben angekündigt, teilweise auf günstigere Basismetalle umzusteigen.
Laut Silver Institute erreichte die industrielle Silbernachfrage 2024 rund 680 Millionen Unzen – etwa 60 Prozent der globalen Gesamtnachfrage. Die Photovoltaik-Kapazität soll 2026 weltweit 665 Gigawatt erreichen.
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Angebotsengpass verschärft sich
Die Produktionsseite kann mit der steigenden Nachfrage nicht mithalten. Nur 28 Prozent des Silbers stammen aus primären Silberminen, die restlichen 72 Prozent fallen als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Metalle an.
Der weltweit größte primäre Silberproduzent Fresnillo senkte am 28. Januar seine Produktionsziele für 2026 auf 42 bis 46,5 Millionen Unzen – zuvor waren 45 bis 51 Millionen Unzen geplant. Pan American Silver hingegen übertraf mit 22,8 Millionen Unzen für 2025 die eigene Prognose.
Makrofaktoren treiben Edelmetalle
Ein schwächerer US-Dollar, geopolitische Spannungen und Erwartungen weiterer Zinssenkungen der Federal Reserve stützen den gesamten Edelmetallkomplex. Der Dollar-Index ist in den vergangenen zwölf Monaten um fast elf Prozent gefallen.
Rhona O’Connell von StoneX warnt vor den Risiken: „Wir befinden uns in gefährlichem Terrain. Wenn der Preis zu fallen beginnt, könnte es genauso steil abwärts gehen wie beim Anstieg.“ Die nahezu vertikalen Bewegungen der vergangenen Wochen könnten sich bei einer Korrektur spiegelverkehrt wiederholen.
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