Sika, CH0418792922

Sika AG-Aktie (CH0418792922): Kursentwicklung, Wachstumstreiber und was jetzt im Fokus steht

25.05.2026 - 07:11:06 | ad-hoc-news.de

Die Sika AG-Aktie hat sich zuletzt robust gehalten, während der Schweizer Bau- und Chemiesektor in einem volatilen Umfeld agiert. Neue Quartalszahlen und ein anhaltend starkes Projektgeschäft rücken Margen, Pricing-Power und die Bedeutung des Deutschland-Geschäfts in den Vordergrund.

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Die Sika AG-Aktie steht im Fokus vieler institutioneller und privater Anleger, weil der Spezialchemie-Konzern als ein global führender Anbieter von Bauchemikalien und Klebstoffsystemen gilt. Nach der Vorlage aktueller Quartalszahlen hat der Markt vor allem auf das organische Wachstum, die Entwicklung der EBIT-Marge und den Ausblick für das laufende Jahr geschaut. Laut Unternehmensangaben verzeichnete Sika im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum, getragen von höheren Volumina und Preisanpassungen, wie aus einer Mitteilung vom Frühjahr 2026 hervorgeht, die auf der Investor-Relations-Seite abrufbar ist, vgl. Angaben auf der Unternehmensseite, Stand 15.05.2026.

Besonders im Fokus stehen die Integrationsfortschritte der in der Vergangenheit übernommenen Aktivitäten von MBCC sowie die Entwicklung in den Kernregionen EMEA, Amerika und Asien/Pazifik. Analysten und Marktbeobachter achten darauf, inwieweit Sika die Synergien aus der Transaktion wie geplant heben kann und ob die EBIT-Marge trotz inflationsbedingter Kostenbelastungen stabil gehalten oder sogar leicht verbessert werden kann. In einem Umfeld gestiegener Zinsen ist für viele Investoren zudem die Verschuldung und die Fähigkeit zur nachhaltigen Cashflow-Generierung von Bedeutung, wie Branchenauswertungen von Finanzportalen im Mai 2026 nahelegen, vgl. eine Übersicht bei finanzen.ch Stand 20.05.2026.

Stand: 25.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Sika
  • Sektor/Branche: Bauchemie, Spezialchemie, Industrieklebstoffe
  • Sitz/Land: Baar, Schweiz
  • Kernmärkte: Europa, Nordamerika, Asien/Pazifik mit starkem Fokus auf Bau- und Infrastrukturprojekte
  • Wichtige Umsatztreiber: Betonzusatzmittel, Abdichtungssysteme, Dach- und Bodenlösungen, Kleb- und Dichtungstechnik für Bau und Industrie
  • Heimatbörse/Handelsplatz: SIX Swiss Exchange (Ticker SIKA)
  • Handelswährung: Schweizer Franken (CHF)

Sika AG: Kerngeschäftsmodell

Sika basiert auf einem breit diversifizierten Portfolio an Bauchemikalien und Speziallösungen für die Bau- und Fahrzeugindustrie. Das Kerngeschäft umfasst Produkte zur Verbesserung und zum Schutz von Beton, Mörtel und anderen Baumaterialien, darunter Betonzusatzmittel, Mörtelsysteme, Dichtstoffe, Bodenbeschichtungen und Abdichtungslösungen. Ergänzt wird dieses Sortiment durch industrielle Kleb- und Dichtungssysteme, die unter anderem in der Automobilproduktion, der Transportindustrie und im Bereich erneuerbare Energien eingesetzt werden. Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, Kunden durch leistungsfähige, langlebige und energieeffiziente Lösungen Mehrwert entlang des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks zu bieten, wie Sika im Geschäftsbericht 2024 erklärte, der am 19.02.2025 veröffentlicht wurde.

Ein zentraler Bestandteil des Modells ist die enge Zusammenarbeit mit Bauunternehmen, Planern, Architekten und industriellen OEM-Kunden. Sika unterhält ein dichtes Netz von Tochtergesellschaften, Produktionsstandorten und Technologiezentren weltweit, um kundenspezifische Lösungen lokal zu entwickeln und bereitzustellen. Diese regionale Präsenz wird als Wettbewerbsvorteil gesehen, da sie die Anpassung an lokale Normen, klimatische Bedingungen und Baustandards erleichtert. Im Jahresbericht 2024, der laut Unternehmensangaben am 19.02.2025 erschien, betonte Sika, dass Innovation und anwendungsorientierte Forschung eine zentrale Rolle in der langfristigen Wachstumsstrategie einnehmen.

Das Geschäftsmodell von Sika basiert zudem stark auf Cross-Selling: Einmal in einem Projekt spezifiziert, können verschiedene Produktfamilien des Unternehmens in unterschiedlichen Bauphasen eingesetzt werden. Beispielsweise kommen Betonzusatzmittel bereits in der frühen Phase der Baustelle zum Einsatz, während Abdichtungssysteme und Bodenbeschichtungen in späteren Bauabschnitten genutzt werden. Darüber hinaus ist Sika in der Lage, für verschiedene Gewerke desselben Projekts Lösungen zu liefern, etwa für Fassade, Dach, Parkhausböden und Kellerabdichtung. Diese Projektorientierung schafft eine starke Kundenbindung und erhöht die Eintrittsbarrieren für Wettbewerber, da die Produkte häufig in Ausschreibungen festgelegt werden.

Ein weiterer Baustein ist die Fokussierung auf margenstärkere Systemlösungen statt reiner Einzelprodukte. Sika strebt an, komplette Systempakete anzubieten, die Bauteile wie Abdichtungsbahnen, Klebstoffe, Mörtel und Beschichtungen kombinieren. Damit kann das Unternehmen nicht nur höhere Margen erzielen, sondern auch technische Risiken für den Kunden reduzieren, weil die Produkte aufeinander abgestimmt sind. Dieses Systemgeschäft ist laut Aussagen des Managements im Geschäftsbericht 2024 ein wesentlicher Treiber der Profitabilität und soll weiter ausgebaut werden, insbesondere in Wachstumsmärkten und bei Infrastrukturprojekten.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Sika AG

Zu den wichtigsten Umsatztreibern bei Sika zählen Betonzusatzmittel, Abdichtungsprodukte, Dachsysteme, industrielle Klebstoffe und Mörtelsysteme. Im Geschäftsbericht 2024, der am 19.02.2025 veröffentlicht wurde, erklärte das Unternehmen, dass der Umsatz im Berichtsjahr 2024 vor allem von robusten Aktivitäten im Infrastrukturbau und von Renovationsprojekten getragen wurde. Insbesondere Renovation und Sanierung gelten als wachstumsstark, weil alternde Gebäude in Europa und Nordamerika zunehmend energetisch ertüchtigt, abgedichtet oder strukturell verstärkt werden müssen. In diesem Segment ist Sika mit Produkten zur Betoninstandsetzung, Fassaden- und Dachsanierung sowie Bodenbeschichtung gut positioniert.

Ein zweiter, bedeutender Wachstumstreiber ist die Industrie, allen voran die Transport- und Automobilbranche. Sika liefert Klebstoffe, Dichtstoffe, Akustiklösungen und strukturelle Verstärkungssysteme für Fahrzeugkarosserien, Züge, Busse, Trucks, Schiffe und Windkraftanlagen. Nach Unternehmensangaben im Geschäftsbericht 2024, publiziert am 19.02.2025, legte der Bereich Industry im Jahr 2024 trotz einer insgesamt herausfordernden Fahrzeugproduktion in wichtigen Märkten zu. Hintergrund ist unter anderem der Trend zu leichteren Fahrzeugen und alternativen Antrieben, bei denen Klebstoffe zunehmend traditionelle Verbindungstechniken wie Schweißen oder Nieten ersetzen.

Regional betrachtet stammen die Umsätze von Sika aus einem breit gestreuten Set von Märkten. Die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) trägt einen wesentlichen Teil zum Konzernumsatz bei, wobei Deutschland, die Schweiz, Frankreich und die nordischen Länder besonders bedeutend sind. Deutschland ist für Sika als eines der größten Bau- und Renovationsmärkte Europas wichtig, da hier sowohl Infrastrukturinvestitionen als auch energieeffiziente Sanierungsprogramme laufend Nachfrage generieren. Ergänzend kommen starke Positionen in Nordamerika hinzu, wo Sika insbesondere im Bereich Infrastrukturbau und kommerzielles Bauen verankert ist, wie aus der Regionalaufteilung im Geschäftsbericht 2024 hervorgeht, der am 19.02.2025 publiziert wurde.

Ein struktureller Treiber ist zudem der Megatrend Nachhaltigkeit. Sika entwickelt Produkte, die CO2-Emissionen über den Lebenszyklus von Bauwerken senken sollen, etwa durch verbesserte Wärmedämmung, langlebige Abdichtungen, leichtere Baulösungen oder CO2-ärmere Betonsysteme. Das Unternehmen berichtete im Nachhaltigkeitsbericht 2024, der Mitte März 2025 veröffentlicht wurde, dass ein zunehmender Anteil des Umsatzes mit Produkten erzielt werde, die einen Beitrag zu Energieeffizienz oder Ressourcenschonung leisten. Dieser Trend wird durch regulatorische Vorgaben wie strengere Energieeffizienzrichtlinien in der EU sowie durch Nachfrage von Investoren nach ESG-konformen Geschäftsmodellen verstärkt.

Auf der Kostenseite spielen Rohstoffe wie Chemikalien, Polymere, Harze und Zuschlagstoffe eine wichtige Rolle. Sika versucht, durch langfristige Lieferverträge, Produktrezepturanpassungen und operative Effizienzsteigerungen die Auswirkungen von Rohstoffpreisschwankungen abzufedern. Im Jahr 2024 kam es bei einigen Rohstoffen zu Volatilität, wie der Konzern im Geschäftsbericht 2024 festhielt, der am 19.02.2025 erschien. Preisdisziplin und selektive Preiserhöhungen bei Kunden gelten daher als zentrale Steuerungsgrößen, um die Bruttomarge zu stabilisieren.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Bauchemiebranche ist stark von konjunkturellen Zyklen, Zinsen, Baustoffkosten und öffentlichen Infrastrukturprogrammen abhängig. In den vergangenen Jahren war der Sektor durch eine Mischung aus postpandemischer Nachfrage, steigenden Zinsen und anziehenden Baukosten geprägt. Laut einem Marktbericht eines Branchenforschers aus dem Jahr 2024, der im Frühjahr 2024 veröffentlicht wurde, wird für globale Bauchemikalien mittelfristig ein jährliches Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Treiber sind Urbanisierung, Infrastrukturmodernisierung und Nachhaltigkeitsanforderungen, die langlebige und energieeffiziente Lösungen begünstigen. In diesem Umfeld zählt Sika zusammen mit einigen großen internationalen Wettbewerbern zu den führenden Anbietern von Spezialchemikalien für den Bau.

Die Wettbewerbsposition von Sika zeichnet sich durch eine breite Produktpalette, starke Marken und eine globale Präsenz aus. Das Unternehmen verfügt über eine lange Historie von Akquisitionen, mit denen regionale Marktanteile und technologische Kompetenzen erweitert wurden. Ein Beispiel ist die Übernahme von MBCC, deren Integration laut Unternehmensangaben im Jahresbericht 2024, veröffentlicht am 19.02.2025, planmäßig voranschritt. Durch solche Transaktionen kann Sika sein Produktportfolio verbreitern, Zugang zu neuen Kundengruppen erhalten und Synergien in Produktion und Vertrieb realisieren. Gleichzeitig bedeutet dieses anorganische Wachstum, dass Investoren die Fortschritte bei der Integration und die Entwicklung der Verschuldung genau beobachten.

Ein weiterer Aspekt der Wettbewerbsposition ist die starke Fokussierung auf Innovation. Sika unterhält Forschungs- und Entwicklungszentren in verschiedenen Regionen und investierte laut Geschäftsbericht 2024, publiziert am 19.02.2025, im Jahr 2024 einen Prozentsatz im niedrigen einstelligen Bereich des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Ziel ist es, neue Produkte mit höherer Leistungsfähigkeit, schnellerer Verarbeitung, besserer Nachhaltigkeitsbilanz oder niedrigeren Gesamtkosten für den Kunden zu entwickeln. Dies soll helfen, Preiswettbewerb zu entgehen und Margen zu stabilisieren. Gleichzeitig spielen Schulungen und anwendungstechnische Beratung eine wichtige Rolle, um Bauunternehmen und Handwerker mit neuen Technologien vertraut zu machen und sie von einem Wechsel zu Sika-Systemen zu überzeugen.

In Europa konkurriert Sika mit mehreren großen Chemie- und Baustoffkonzernen, die ebenfalls in Segmenten wie Betonzusatzmitteln, Abdichtung, Bodenbeschichtungen und Klebstoffen aktiv sind. Auf regionalen Märkten treten zudem lokale Spezialisten auf, die oft über starke Kundenbeziehungen im Handwerk verfügen. Sika versucht, diese Konkurrenz durch ein dichtes Vertriebsnetz, zuverlässige Lieferfähigkeit und technischen Service auszugleichen. In Zeiten angespannter Lieferketten kann eine hohe Liefertreue ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein, wie Branchenanalysten in Kommentaren im Jahr 2025 betonten, etwa in einem Marktüberblick eines Finanzmagazins vom 18.09.2025, auf den sich mehrere Finanzportale beziehen.

Warum Sika AG für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Privatanleger ist Sika aus mehreren Gründen interessant. Erstens ist der Konzern mit seinen Produkten tief in der europäischen Baubranche verankert, einschließlich des deutschen Marktes. Sika betreibt Produktionsstandorte und Tochtergesellschaften in Deutschland und liefert Lösungen für Wohnungsbau, Gewerbeimmobilien, Infrastruktur und industrielle Anwendungen. Damit ist das Unternehmen indirekt an zentralen Themen der deutschen Wirtschaft beteiligt, etwa an der energetischen Gebäudesanierung, der Ertüchtigung von Brücken und Verkehrsinfrastruktur sowie am Ausbau erneuerbarer Energien.

Zweitens ist die Aktie von Sika an der SIX Swiss Exchange in Zürich notiert und kann über verschiedene Handelsplätze wie Xetra, Tradegate oder deutsche Regionalbörsen in der Regel auch von Anlegern mit in Deutschland geführten Depots gehandelt werden. Für deutsche Investoren spielen dabei Währungsaspekte eine Rolle, weil die Aktie in Schweizer Franken notiert ist. Wechselkursbewegungen zwischen Euro und Franken können die Gesamtrendite aus Sicht eines Euro-Anlegers positiv oder negativ beeinflussen. In Phasen, in denen der Franken als sicherer Hafen gilt, kann eine Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro die in Euro gerechnete Rendite erhöhen, während eine Schwächung des Franken diese reduziert.

Drittens ist Sika wegen seines Fokus auf strukturelle Wachstumsthemen wie Urbanisierung, Infrastruktur, Renovation und Nachhaltigkeit in vielen langfristig orientierten Portfolios vertreten. Zahlreiche europäische Aktienindizes und thematische Fonds enthalten Sika als Komponente, was auch für passiv investierende deutsche Anleger relevant ist. Zudem trägt der Konzern regelmäßig Dividenden aus, wie im Geschäftsbericht 2024, veröffentlicht am 19.02.2025, erläutert wurde. Allerdings sind für Anleger steuerliche Aspekte zu beachten, etwa die Quellensteuer in der Schweiz und deren Anrechnung in Deutschland, die über die Bank oder einen Steuerberater geprüft werden sollten.

Welcher Anlegertyp könnte Sika AG in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Sika könnte für Anleger interessant sein, die an ein langfristiges Wachstum der Bauchemiebranche und an den Ausbau von Infrastruktur und energetischer Sanierung glauben. Das Geschäftsmodell ist breit diversifiziert, sowohl regional als auch nach Segmenten, was konjunkturelle Schwankungen einzelner Märkte teilweise ausgleichen kann. Zudem profitiert der Konzern von Megatrends wie Urbanisierung, langlebigen Bauwerken und Nachhaltigkeit. Investoren, die Wert auf berechenbare Cashflows, eine etablierte Marktposition und eine Dividendenhistorie legen, könnten Sika daher als Baustein in einem diversifizierten Aktienportfolio betrachten.

Vorsicht ist jedoch bei stark risikoscheuen Anlegern geboten, die kurzfristige Schwankungen kaum tolerieren. Die Bauchemiebranche ist zyklisch und reagiert empfindlich auf Zinsniveaus, Immobilienmärkte und staatliche Infrastrukturprogramme. Steigende Zinsen, rückläufige Bautätigkeit oder verzögerte Projekte können sich negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirken. Zudem ist Sika als internationaler Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, da ein erheblicher Teil der Erlöse in anderen Währungen als dem Franken erzielt wird. Kursbewegungen, die auf Wechselkursänderungen zurückgehen, können für Anleger schwer vorhersehbar sein.

Auch Anleger, die sehr kurzfristig orientiert sind und schnelle Kursgewinne suchen, sollten berücksichtigen, dass der Wert von Bauchemieunternehmen stark von Erwartungen an zukünftige Projekte und Investitionszyklen geprägt ist. Nachrichten zu Zinsen, Konjunkturindikatoren oder regulatorischen Änderungen im Bausektor können zu plötzlichen Kursbewegungen führen, ohne dass sich die Fundamentaldaten des Unternehmens kurzfristig ändern. Eine sorgfältige Beobachtung der Quartals- und Jahresberichte, Präsentationen bei Kapitalmarkttagen und Ad-hoc-Mitteilungen ist daher wichtig, um die Entwicklung der fundamentalen Kennzahlen einschätzen zu können. Aktuelle Informationen stellt Sika auf der Investor-Relations-Seite bereit, vgl. Sika Investor Relations Stand 15.05.2026.

Risiken und offene Fragen

Zu den zentralen Risiken für Sika zählt die Abhängigkeit von der globalen Baukonjunktur. Ein deutlicher Rückgang der Bautätigkeit etwa aufgrund höherer Zinsen, strengerer Kreditvergabestandards oder politischer Unsicherheit könnte sich unmittelbar in geringeren Volumina niederschlagen. Insbesondere zyklische Segmente wie Wohnungsneubau und kommerzieller Nichtwohnungsbau gelten als anfällig. In früheren Konjunkturabschwüngen waren Bauchemieunternehmen daher teilweise mit Umsatzrückgängen und Margendruck konfrontiert, wie historische Branchenanalysen von Finanzportalen für die Jahre 2008 bis 2009 und 2020 zeigen, etwa in Rückblicken, die 2021 publiziert wurden.

Ein weiteres Risiko ist die Integration größerer Akquisitionen. Die Übernahme von MBCC war eine bedeutende Transaktion, die laut Jahresbericht 2024, veröffentlicht am 19.02.2025, Synergien bei Einkauf, Produktion und Vertrieb bringen soll. Ob diese Synergien in der erwarteten Höhe und im geplanten Zeitrahmen realisiert werden können, bleibt eine zentrale Frage, die Investoren aufmerksam verfolgen. Verzögerungen, höhere Integrationskosten oder der Verlust von Schlüsselmitarbeitern könnten die angestrebten Effizienzgewinne schmälern und somit die Profitabilität belasten. Zudem achten Aufsichtsbehörden in verschiedenen Regionen auf wettbewerbsrechtliche Aspekte, was strukturelle Anpassungen in einzelnen Märkten nach sich ziehen kann.

Rohstoff- und Energiekosten bergen zusätzliche Unsicherheiten. Starke Anstiege bei Energiepreisen oder wichtigen chemischen Vorprodukten können die Herstellungskosten erhöhen und Margen unter Druck setzen, falls Preiserhöhungen gegenüber Kunden nicht vollständig durchsetzbar sind. Sika versucht, dem durch langfristige Lieferbeziehungen, verbesserte Rezepturen und Effizienzprogramme zu begegnen, wie im Geschäftsbericht 2024 erläutert wurde, der am 19.02.2025 erschien. Dennoch bleibt die Fähigkeit, Preise und Margen in einem volatilen Umfeld zu steuern, eine Herausforderung. Schließlich sind regulatorische Entwicklungen rund um Nachhaltigkeit, Emissionsgrenzen und chemische Stoffe ein Thema, das die Branche künftig stärker beschäftigen dürfte.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die Kursentwicklung der Sika-Aktie sind in der Regel mehrere wiederkehrende Termine und Ereignisse von Bedeutung. Dazu zählen die Veröffentlichung von Quartalszahlen, der Jahresbericht, der Kapitalmarkttag sowie die ordentliche Generalversammlung. Im Finanzkalender 2026, der auf der Investor-Relations-Seite von Sika abrufbar ist und im Januar 2026 aktualisiert wurde, sind typische Termine aufgeführt: So veröffentlicht Sika traditionell im Februar die vorläufigen Jahreszahlen und im März oder April den vollständigen Geschäftsbericht für das vorangegangene Geschäftsjahr. Quartalszahlen zum ersten Halbjahr und dritten Quartal folgen im Laufe des Jahres, wobei die genauen Daten jeweils im Finanzkalender angegeben werden.

Darüber hinaus können spezielle Ereignisse als Katalysatoren wirken, etwa Ankündigungen größerer Infrastrukturprogramme in wichtigen Märkten, Änderungen beim Zinsausblick der Notenbanken oder branchenspezifische Regulierungen im Bereich Bau und Nachhaltigkeit. Auch Nachrichten zur Integration von Akquisitionen, etwa Fortschrittsberichte zur MBCC-Integration oder mögliche weitere Zukäufe, können den Kurs beeinflussen. Investoren verfolgen zudem Rating-Einstufungen von Kreditratingagenturen sowie Einschätzungen von Banken und Research-Häusern, die in der Regel nach Zahlenveröffentlichungen aktualisiert werden. Diese Einschätzungen werden häufig von Finanzportalen aufgegriffen, wie ein Überblick zu Analystenkommentaren auf Investing.com Stand 21.05.2026 zeigt.

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Fazit

Sika AG verbindet ein breit diversifiziertes Geschäftsmodell in der Bauchemie mit einer klar auf Innovation und Systemlösungen ausgerichteten Strategie. Das Unternehmen ist in wichtigen Märkten wie Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik präsent und profitiert von langfristigen Treibern wie Urbanisierung, Infrastrukturinvestitionen und Nachhaltigkeit. Für deutsche Anleger ist Sika nicht nur wegen der indirekten Beteiligung an Entwicklungen im deutschen Bau- und Renovationsmarkt interessant, sondern auch aufgrund der etablierten Position in internationalen Indizes und Fonds. Gleichzeitig bleibt die Aktie wie der gesamte Sektor zyklisch geprägt und reagiert empfindlich auf Konjunktur- und Zinsänderungen. Wer die Berichterstattung zu Quartalszahlen, Integrationsfortschritten und regulatorischen Entwicklungen aufmerksam verfolgt, kann die fundamentale Entwicklung von Sika besser einordnen und die Rolle der Aktie im eigenen Portfolio fundierter bewerten, ohne dass damit eine Handlungsempfehlung verbunden ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente. Dieser Artikel wurde dank AI Unterstützung so ausführlich und informativ erstellt

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