Siemens Healthineers: 400 Millionen Euro Zollbelastung 2026
29.04.2026 - 23:46:47 | boerse-global.dePolitische Kürzungen in Deutschland und teure Zölle weltweit setzen Siemens Healthineers massiv unter Druck. Die Aktie des Medizintechnikkonzerns rutschte am Mittwoch auf ein neues 52-Wochen-Tief. Ein Ende der Talfahrt ist vor den anstehenden Quartalszahlen nicht in Sicht.
Am Mittwoch fiel der Kurs um 3,93 Prozent auf exakt 34,00 Euro. Damit markiert das Papier einen neuen Tiefststand für die vergangenen zwölf Monate. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf rund 23 Prozent.
Gegenwind im Heimatmarkt
Die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung trifft den Konzern direkt. Das Bundeskabinett will bis 2027 rund 20 Milliarden Euro einsparen. Mehr als 40 Prozent dieser Kürzungen entfallen auf den Krankenhaussektor.
Die Folge: Kliniken zögern mit Investitionen in teure bildgebende Systeme und Labordiagnostik. Diese Geräte bilden jedoch das Kerngeschäft von Siemens Healthineers. Der Klinikverbund Hessen warnt bereits vor einer Insolvenzwelle.
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Parallel dazu steigen die externen Kosten massiv an. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management Belastungen von rund 400 Millionen Euro durch Zölle. Währungseffekte kosten weitere 250 Millionen Euro. Ein schwächelndes Geschäft in China verschärft die Lage zusätzlich.
Lichtblicke in der Radiopharmazie
Trotz der schwierigen Lage treibt der Konzern hochspezialisierte Wachstumsfelder voran. Siemens Healthineers produziert und vertreibt künftig den PET-Bildgebungsagenten RAD101 in den USA. Dieser Stoff hilft bei der Diagnose von Hirnmetastasen. Die Kooperation mit Radiopharm Theranostics stärkt das Portfolio.
Marktbeobachter sehen in der Aktie weiterhin Potenzial. Die britische Investmentbank Barclays Capital hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Sie sieht das Kursziel bei 55 Euro. Die Analysten ziehen positive Rückschlüsse aus den jüngsten Zahlen des US-Konkurrenten GE Healthcare. Dieser Wettbewerber meldete kürzlich ein robustes Quartalsergebnis.
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Am 7. Mai präsentiert der Vorstand die Ergebnisse für das zweite Quartal. An diesem Tag muss das Management konkrete Antworten liefern. Investoren erwarten Details, wie der Konzern die hohen Zollbelastungen und die Schwäche in China operativ ausgleicht.
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